Möglichkeit 3: die Farbvariation
Die einfachste und schnellste Möglichkeit, einem Charakter ein neues Aussehen zu geben, ist, einfach seine Farben zu ändern. In älteren Spielen wurde dazu gern einfach die Palette rotiert, sprich aus einem roten Monster würde z.B. ein Grünes. Allerdings wirkte sich das auf das komplette Monster aus, auch wenn man z.B. nur den Rücken umfärben wollte.
Für eine Farbvariation nimmt sich der Grafiker eine Textur und erstellt mit Hilfe von Einstellungsebenen für jeden Teilbereich (Hose, Schuhe, Handschuhe, Haut- und Haarfarbe, Knöpfe, Gürtel, Gürtelschnalle …) einen eigenen Regler, an dem er genau wie oben erwähnt die Palette rotieren kann (für Photoshop Kenner: Hue/Saturation). Nur diesmal nicht für die komplette Figur – sondern für jeden Teilbereich einzeln.
Einfach gedacht: Neue Modelle durch Farbvariation.Hier sieht man recht deutlich, dass sich weder am Modell noch an den Strukturen etwas ändert. Nur die Farben werden zu neuen „Geschmacksmustern“ kombiniert. Diese Methode erlaubt es, je nach Aufwand, 3-5 Varianten am Tag fertig zu stellen. Sprich: 1305 Varianten in einem jahr – na wenn das mal nicht eine Welt füllt ;)
Nachwort: Meine Rechnungen sind natürlich nicht realistisch – aber sie verdeutlichen, dass man mit weniger Aufwand einen akzepktablen Grad an Variation in eine Spielwelt bringen kann. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, aber diese drei werden hauptsächlich in Sacred 2 verwendet. Allerdings reicht es nicht, einfach einen NPC zu basteln und dann 1000 Farbvarianten zu generieren. Es ist wichtig, dass es verschiedene Silhouetten gibt und dass ein schwerer Barkeeper sich auch entsprechend bewegt und nicht leichtfüßig wie eine Gazelle über die Pflastersteine tänzelt.
























