Man kann jetzt bei 5.1-Mixen auch verschiedene Ansätze wählen, wie man die zusätzlichen Lautsprecher benutzt. Das reicht vom statischen Platzieren der einzelnen Instrumente zwischen den vorderen Lautsprechern (die Rückkanäle werden fast nur noch für den Raumhall benutzt - Bsp: Mark Knopfler - "Sailing To Philadelphia 5.1") bis zu extremeren Positionierungen einzelner Instrumente "in" den Lautsprechern (Beispiel: The Eagles - "Hell Freezes Over DTS").
Eine sehr "abgefahrene" Möglichkeit ist der "Karussell-Effekt", bei dem sich alle Instrumente symmetrisch im Kreis um den Hörer drehen (Bsp: Mike Oldfield - "Tubular Bells 2003 5.1"). Gerade letzteres ist aber sehr anstrengend anzuhören und überhaupt nicht geeignet für ein Computerspiel, bei dem die Musik die Stimmung untermalen soll. :)
Vertonung oder Freizeitgeschrammel? In Sacred 2 haben wir einen Mix aus allen Ansätzen gewählt: in einigen Stücken sind die Instrumente sauber getrennt auf verschiedene Kanäle verteilt, in anderen dagegen bewegt sich der Sound durch den Raum - nicht um den Hörer wie beim Oldfield-Mix. Auf jeden Fall hört man den Unterschied sofort: wo in der Stereoversion der Sound an den vorderen Boxen wie eine Wand zu kleben scheint, wird er in 5.1 plötzlich "dreidimensional" und bekommt eine Tiefe, die er vorher nicht hatte.
von Deep Silver, AscaronGenre: RollenspielPC: 2.10.2008
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