Autor: Torsten Meier

Hallo zusammen,
nachdem die Entwickler nun geschlossen den Tanz auf den Tischen beendet haben und sich wieder der Arbeit am nächsten Milestone widmen, helfe ich ein weiteres Mal gerne aus und hoffe, Euch gut zu unterhalten.

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Blicken wir noch einmal zurück: Die gamona-Schlagzeile in der letzten Woche hatte es wahrlich in sich: „Während der PR-Manager in Russland die Vorzüge des Lebens genießt, tanzen die Jungs aus Studio 2 auf den Tischen.“

Sacred 2 - Fallen Angel - Nicht nur Wodka im Gepäck: Torsten Meier bringt Sacred nach Russland.

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Weil's so schön ist: vorab ein exklusiver neuer Screenshot aus Sacred 2.
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Von Frauen und dubiosen einheimischen Getränken war die Rede, von langen Nächten nach erledigter Arbeit. Frauen waren aufgrund eines nicht vorhandenen Single-Lebens ebenso tabu wie … ach lassen wir das :) Ich möchte bei dem ausgelassenen Kommentar nicht flunkern!

Doch wie war es wirklich und was war überhaupt der Grund für die Moskau-Tour von Stefan Hinz und Torsten Meier, in einer für uns „anderen“ Welt? Auf der größten osteuropäischen Messe, der IGROMIR, hatten wir in diesem Jahr die Gelegenheit unser Spiel ausgiebig zu präsentieren. Knapp 60 Tausend Menschen besuchten die Messe, welche am letzten Wochenende stattfand und so machten wir uns auf den Weg, ohne genau zu wissen was uns in Moskau erwartet.

Vor der Einreise:

Der Weg in die Metropole war jedoch nicht so leicht, wie wir es vermutlich kennen. Ein Visum musste her und das möglichst schnell. Nach der Zusammenstellung der Unterlagen (Reisepass, Krankenversicherung, Einladung und Visaformular) ging es in die russische Botschaft nach Berlin. Strenge Gesichter in Militäruniform betrachteten uns von oben bis unten, um uns – nach einem ausgiebigen Check - weiterzuwinken.

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Torsten Meier (2.v.l.) und die drei ???.
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Lachen verboten oder was?! Eventuell war das ja im Keller unter Botschaft erlaubt - wer weiß? Ich verstieß jedenfalls gegen die Regel und erntete einige fragwürdige Blicke. So bin ich halt! Das Warten hatte begonnen: Eine lange Schlange vor Schalter 2 verhinderte einen reibungslosen Ablauf und wir richteten uns auf eine etwas längere Wartzeit ein. Es schien Probleme zu geben. Stille herrschte im knapp 200m2 großen Aufenthaltsraum … bis mein Handy klingelte.

Die Musik von Indiana Jones - wie passend und dann auch noch in fast voller Länge. Dumm nur, wenn der neue Mantel mehr Taschen hat, als man gewohnt ist. „Dumm“ … das fand wohl auch der Aufseher in Militäruniform. Er stellte sich auf die Zehenspitzen, klopfte auf meine Schulter und bat mich in knappen Sätzen nach draußen. Handys nicht erlaubt! Nun gut, ich führte mein Gespräch draußen fort und feierte nach zehn Minuten ein Comeback nach Maß:

54, 74, 90, 2010 … ja so stimmen wir alle ein! Schon wieder vibrierte das Handy und weil ich den Klingelton wirklich gerne höre, ließ ich es auch noch ein bisschen klingeln.

Ich lächelte verlegen und verabschiedete mich ein weiteres Mal von dem Mann, zu dem ich während meiner Anwesenheit ein ganz besonderes Verhältnis aufzubauen schien. Das Lied, welches noch im letzten Jahr Berlin erbeben ließ, war an diesem Ort Berlins, nur ein Jahr später, offensichtlich nicht erwünscht.

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Nicht das Brandenburger Tor - trotzdem schön.
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Im Vorbeigehen flüsterte mir eine russische Aufseherin zu: „ Ich mag das Lied. Die WM war toll.“ Ich lächelte, stimmte ein und feierte, mit meinem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein, ein weiteres Comeback am Schalter. Es sollte wieder ernst werden …

Der etwas grimmige russische Beamte nahm unsere Unterlagen entgegen, zögerte und begann nach weiteren zehn Minuten den ersten Versuch der Kommunikation: „Wie ich der Einladung entnehmen kann, sind Sie eingeladen um Sacred 2 in Moskau zu zeigen. Soso! Sie werden ihr Visum schneller erhalten. Ich bin großer Computerspielefan“ …

„Hier läuft der Hase also lang“, dachte ich mir und versprach ihm unser Spiel nach Release zukommen zu lassen. Kein Problem. Was man nicht so alles tut …

Ausgerechnet also ein Sacred-Fan in der russischen Botschaft. Die Reise konnte beginnen!

Die Ankunft in Moskau

Nach einem gut dreistündigen Flug erreichten wir eine Woche später Moskau. Kalter Wind und bewölkt, dazu der ausführliche Prozess der Einreise am Flughafen: Willkommen in Russlands Hauptstadt!

Ein Fahrer unseres Geschäftspartners Akella erwartete uns bereits vor dem Ausgang. Ein Lächeln, ein Händedruck und eine zusammengestellte Sightseeing-Mappe inklusive Wegbeschreibung zur IGROMIR- ich war erleichtert!

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Endlich geschafft: Moskau bei Nacht.
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Nachdem wir uns mit Händen und Füßen bedankten, konnte die Fahrt also losgehen. Ziel: Das Messegelände im Zentrum von Moskau. Schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass die Moscow Prime Time ein äußerst ungünstiger Augenblick ist, um schnell ins Zentrum zu gelangen.

Die Moskauer Stadtplaner planten ohne Frage durchaus clever. Fünfspurige Hauptverkehrsstraßen auf mehreren Ringen und das so gut wie ohne Ampeln. Der natürliche Feind aller Staus, sollte man meinen. Die Realität sah leider anders aus.

Den Bürgern Moskaus waren und sind 5 Spuren wohl zu wenig. Im Endeffekt zählten wir ganze 7, manchmal gar 8 genutzte Wege zur nächsten Ausfahrt: Auto Fahren kann eben so einfach sein. Nutzt die Lücke, fahrt vorausschauend und hupt halt einfach, wenn Ihr Euch unsicher seid. Das kann schon recht gut funktionieren!

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Die Einen nennen es Stadt, die anderen das längste Verkehrschaos der Welt.
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Ihr steht auf einer Autobahn zwei Stunden im Stau und regt Euch auf? Ihr seid verwöhnt! Vergesst Berlin, vergesst Hamburg, vergesst München oder Frankfurt. Für die Strecke, die wir auf dem Rückweg (an einem Feiertag) in lediglich 45 Minuten bewältigen sollten, standen am Ende der Hinfahrt knackige 3,5 auf der Analoguhr des etwas älteren Skodas. Immerhin hatten wir so genug Zeit, um Moskau vorab zu begutachten. Die Odyssee sollte jedoch ein Ende finden.

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Torsten Meier auf den Spuren von James Dean.
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Ankunft am Messeglände:

Gegen 20 Uhr erreichten wir das Messegelände. Eine etwas ältere Halle auf einem riesigen Gelände voller beeindruckender Bauwerke aus der der sowjetischen Glanzzeit: ein bleibender Eindruck, welchen wir Euch auf einigen beigelegten Bildern gerne vermitteln.

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Die Sacred-Arena auf der IGROMIR.
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Auf dem Parkplatz wurden wir schon erwartet. Unsere Ansprechpartnerin begrüßte uns und führte uns an Polizei- und Militärkontrollen vorbei in die Halle. Die Aufbauarbeiten waren im vollen Gange. Vorbei am EA- und „Assasin’s Creed“-Stand führte der Weg zu unserem Stützpunkt: Eine beeindruckende Sacred-2-Arena aus Glas und ausgedruckten Hochglanz-Plakaten, welche unsere Charaktere sowie einige Bossgegner zeigten.

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Mit dem Felsenbeißer auf Roadshow...
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Wir wurden herzlich empfangen und besprachen die uns wichtigen Punkte und den Walkthrough der nächsten Tage. Danach – das heißt nach langen Gesprächen und den ersten Willkommens-Drinks - wurden wir zum Hotel gefahren. Die Fahrt sollte wesentlich erträglicher verlaufen als der Stop-and-Go-Transfer wenige Stunden zuvor. Wir hatten unser Ziel obendrein die ganze Zeit im Blickfeld.

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Der Hammer in Sichelform: Hotel Kosmos.
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Klar und deutlich konnten wir die durch hunderte Lichter blinkende Fassade bestaunen. Das Hotel machte jetzt schon dem Namen alle Ehre: Das Hotel Kosmos wurde einst für die olympischen Spiele im Jahre 1980 gebaut und als Pressezentrum genutzt. Mit 1700 Betten, 4 Restaurants, Nachtclub, Fitness- und Saunabereich sowie unzähligen Souvenirläden kann ein Aufenthalt hier nicht langweilig werden. Hier rollt der Rubel, in jeglicher Hinsicht und das 24 Stunden am Tag.

Wir betraten das Hotel und waren beeindruckt. Selbst um 23 Uhr herrschte hier ein Leben wie auf der Hamburger Reeperbahn am Wochenende. Der Empfang hatte Flughafencharakter. Unzählige japanische Gäste warteten auf ihren Check-In, im Hintergrund dröhnende Musik aus den Boxen der modernen Bars. Willkommen im wohl spektakulärsten Hotel Europas!

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Wo Fuchs und Hase sich Grüß Gott sagen...
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Ja, wir waren froh endlich angekommen zu sein. Nach einer gut zweiminütigen Fahrt mit dem Aufzug erreichten wir die 19. Etage. Der Ausblick des Zimmers ist nur anhand des Fotos zu beschreiben. <BILD7> Immerhin hatten wir hier oben unsere Ruhe und die Begrüßung „Grüß Gott“ war passender denn je.

Nach einigen Drinks in verschiedenen Bars und dem erfolgreichen Check-in, endete ein erster Tag mit vielen Eindrücken. Den Schlaf sollten wir brauchen …

Im nächsten Blog:

Wie lief der erste Tag auf dem Sacred-Stand und wie hoch war das Interesse der Besucher? Wer ist Vince Desi und was zur Hölle ist Postal 3?

Ist Jade Raymond (Produzentin von Ubisofts „Assasin’s Creed“) nur hübsch und nett oder auch Sacred-Fan? Eins vorab: Wir präsentierten unsere Spiele nur wenige Meter voneinander entfernt!

Nächste Woche verraten wir Euch mehr - exklusiv hier auf Gamona. Wir bringen Euch zum Spielen und zum Lesen!

Schönes Wochenende!
Torsten, PR Manager für „Sacred 2 – Fallen Angel“