Autor: Torsten Meier

Der Messetag! Um 8 Uhr klingelte der Wecker über den Dächern von Moskau. Nach einem recht kurzen Frühstück in dem komplett überfüllten Frühstücksraum, der wohl größer ist als manche deutsche Großraumdiskothek, machten wir uns auf den Weg zur Messe.

Hier findet ihr Teil 1 von Torsten Meiers Reise-Tagebuch aus Moskau.

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Bei –3 Grad fiel die Entscheidung, ein Taxi zu nehmen, sehr leicht. Laut eines Hinweises unseres Geschäftspartners sollten wir hierbei vermeiden, ein „normales Taxi“ zu bestellen. Wenn die Taxifahrer Touristen erkennen, wird es „etwas“ teurer als normal.

Sacred 2 - Fallen Angel - Frühstück mit Jade Raymond und Vince Desi: Torsten Meier auf der IGROMIR.

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Wildes Treiben: Die IGROMIR macht der GC gehörig Konkurrenz.
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Im Klartext: Aus umgerechnet 5 Euro für 5 Kilometer, werden dann gerne mal 30 bis 50 Euro. Gut, dass es die Privatpersonen gibt, die man als Taxifahrer nutzen kann. Mit ausgestrecktem Arm gerufen, sind sie das günstigste Mittel, um innerhalb von Moskau zu reisen. Die Verständigung generell ist zwar nicht ganz so einfach, aber mit Händen und Füßen geht doch mehr als erwartet.

Vor der Messehalle tummelten sich um kurz vor 9 Uhr die Massen. Knapp 60.000 Besucher informierten sich während der Tage über das Neueste vom Neuen. Durch einen Hintereingang, bewacht von drei Soldaten gelangten wir ins Innere.

Endlich der Kaffee, den wir aufgrund von 300 lautstarken japanischen Hotel-Gästen und den daraus resultierenden Wartezeiten nicht genießen konnten. Der Tag konnte beginnen!

Schon nach wenigen Minuten war die Messehalle auf zwei Ebenen komplett überfüllt. Laute elektronische Musik hämmerte aus den Boxen, leicht bekleidete Schönheiten verteilten Flyer und standen für Fotos bereit. Die IGROMIR stand dem großen Bruder Games Convention lediglich in der Besuchzahl nach.

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Auch unser Sacred-Stand erfreute sich großer Beliebtheit. Durch den ersten Teil bildete sich in Russland eine sehr große Fangemeinde. Der Stand wurde belagert, die Spieler gingen ein und aus, um unsere Multiplayer-Demo zu testen.

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Besucherstrom: Auch die russischen Gamer stehen auf Sacred.
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Parallel dazu präsentierten wir den russischen Medien in unserer Sitzecke die neueste Version von Sacred 2 und beantworteten sehr tiefgehende Fragen über unsere Features, die Pläne und das Genre Action-Rollenspiel als Solches. Unglaublich, wie tief die Reporter mit der Materie vertraut waren. Oberflächliche Fragen? Fehlanzeige! Jedes Interview stelle seine ganz eigene Herausforderung dar und das nicht nur im journalistischen Sinne.

Die Russen sind sehr zuvorkommend und freundlich. Dazu gehört auch zweifellos, mit dem Gegenüber auf die Zukunft anzustoßen. Dies kann aber bei knapp 10 bis 15 Terminen fatale Folgen haben, erst recht wenn das Buffet im Hotel durch die mit Kameras bewaffneten, angesprochenen Horden zuvor unerreichbar blieb. Die russischen Normalitäten, mit den Journalisten anzustoßen mussten wir also eher ignorieren. Nicht schlimm, wir sind ja bescheiden!

Auch unsere charmante Kollegin Jade Raymond von Ubisoft musste dankend ablehnen. Unsere Journalisten waren auch ihre Journalisten, und das „Anstoßen“ hatte auch bis zur After-Show-Party Zeit. Direkt gegenüber von uns präsentierte die Kanadierin ihren Titel Assassin’s Creed, ein sehr viel versprechender Titel, wie wir finden.

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"Ähm, also ich...wollte..äh fragen": In Jade Raymonds Gegenwart kommen die härtesten Kerle ins Stocken.
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Jade dagegen entpuppte sich als weitaus angenehmer als die Dritten im Bunde: Auch die Jungs von Postal nahmen den langen Weg aus den Staaten auf sich, um ihr Baby „Postal 3“ zu präsentieren. Sicherlich: Ein bisschen Show wäre ja OK gewesen, denn das kennt man ja nicht anders von Vince Desi. Aber soviel auf einmal? Schreien, auf der Theke tanzen, Moderatorinnen nach dem ersten Mal und einer Chance auf ein nächtliches Treffen fragen, rülpsen, auf den Boden werfen: Alles war erlaubt, aber irgendwie störte es mein Vorhaben, die Keyfeatures von Sacred 2 zu erklären.

Versteht mich nicht falsch: Ich mag durchaus harten Humor, aber in diesen Situationen ist es eben ungünstig. Es ist unglaublich schwierig, einer Journalistin etwas zu erzählen, wenn hinter ihr etwas geschieht, was nicht geschehen sollte, jedenfalls nicht zu dieser Zeit und an diesem Ort.

Der Präsentationsstress hatte ein Ende gefunden. Ein Gong ertönte um 18 Uhr und 5 Minuten. Später wurden wir vom Sicherheitspersonal, bekleidet mit Tarnanzug und Gasmaske (das waren keine Schauspieler) aufgefordert, die Halle bzw. unseren Präsentationsraum zu räumen. Regel ist Regel und warum widersprechen?

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Diese Dame zieht den Hut.
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Der Abend konnte beginnen … in den Hauptrollen: Vince Desi, Jade Raymond (ich denke sie hatte auch bereits ein unmoralisches Angebot erhalten), die russischen Gastgeber und wir. Nach einer Tour zum roten Platz und einer knackigen Führung durch die Altstadt bei knackigen Temperaturen, erreichten wir gegen 21 Uhr einen Club in Moskau.

Ein deutsches Lied ertönte, „ Tanz der Moleküle – mein Herz tanzt“, dafür tanzte niemand auf der Tanzfläche. Der Club verzeichnete zu diesem Zeitpunkt noch keinen hohen Umsatz. Also hatten wir genug Ruhe und Zeit, das erste Mal an diesem Tag zu essen. Es ist unglaublich toll, wenn man keine lange Schlange vor sich hat und schnell dazu kommt, den Magen zufrieden zustellen.

Auch das Gespräch mit Vince Desi verlief durchaus zufriedenstellend: „ I love Germany, I love Russia, I love Sacred, I love the girls here, I love Postal, because Postal is my Life, I love freedom, I love Vodka and I love German beer, I love it to be here to sit with you guys together on one table”. Der Mann liebt einfach alles. Besser so als andersherum!

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Da werden Games glatt zur Nebensache.
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Nach dem Monolog des Postal-Machers war es mit der Ruhe im Club endgültig vorbei. Der Club platze nun aus allen Nähten. Das Verhältnis Mann–Frau fand einen eindeutigen Sieger. Anders als in Deutschland etwa ein 70:30-Anteil der Damen. Na ja, warum nicht?

Ein wirklich netter Abend ging gegen 3 Uhr morgens zu Ende und somit auch die Messe. Die IGROMIR fand einen würdigen Abschluss und hinterlässt somit eine wirklich tolle Erfahrung, gerade wegen einer großartigen Organisation und sehr freundlichen Gastgebern.

Bis zum nächsten Jahr!

Mehr Babes und Impressionen von der Messe in unserer Galerie.