Autor: Thomas Bayer

Da werden Frauen neidisch: Es kommt! Und zwar wieder und wieder und wieder! Die Geschichte von »Stalker« ist eben eine Geschichte voller Missverständnisse. Oder war es doch eher völlige Selbstüberschätzung?

Erstmals im Mai 2002 angekündigt, verschoben die Entwickler den Releasetermin nach unserer letzten Zählung sage und schreibe elf (!) Mal - und damit weit jenseits des Zahlenraums, dessen der durchschnittliche gamona-Redakteur mächtig ist. Ende 2003, September 2004, »when it's done« - oder doch eigentlich gestern? Nach dieser Recherche brummte uns so richtig der Schädel...

Wie dem auch sei: Dem Release im März scheint nun endgültig (?) nichts mehr im Wege zu stehen. Für uns ein Grund zurückzublicken auf die womöglich abstruseste Chronik, die die Spielegeschichte je hervorgebracht hat.

S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl - Trailer: Man made Hell15 weitere Videos

Mai 2002 - Erste Vorstellung auf der E3, damals noch unter dem Namen »Stalker: Oblivion Lost«. Die Presse ist begeistert, vor allem die »nahezu fotorealistische Grafik« weiß zu gefallen. Entwickler GSC Gameworld gibt als Releasetermin Ende 2003 an.

S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl - Der Countdown läuft - und läuft und läuft... Ein Tagebuch des schieren Wahnsinns.

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Kaum zu glauben: Der erste Stalker-Screenshot in unserer Datenbank trägt noch die Nummer 99. Zum Vergleich: Mittlerweile sind wir bei knapp 50.000.
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Mai 2002 - »Stalker« feiert GC-Premiere. Erneut sind sich alle sicher: »Stalker« hat das Zeug zum Hit.

Juli 2002 - Wir erfahren, dass »Stalker« aus 15 Missionen bestehen wird und ein riesiges Spielareal von 20 Quadratkilometern bieten soll. Die Spielzeit wird laut Angaben der Entwickler bei 30-50 Stunden liegen. Besonderes Schmankerl ist der kooperative Multiplayer-Modus.

August 2002 - Noch mehr Infos: Mit 30 verschiedenen Waffen sollen wir auf Monsterjagd gehen, einige davon können mit Zielfernrohren oder Schalldämpfern modifiziert werden. Außerdem darf der Spieler im späteren Spielverlauf Spezialausrüstung wie Geigerzähler, Schutzanzüge und ähnliches benutzen. Das ist auch bitter nötig, angesichts der fiesen Feinde. Unter anderem erwarten euch Zombies und durch Radioaktivität mutierte Lebewesen, die teilweise über spezielle Fähigkeiten wie Telepathie oder Telekinese verfügen.

Packshot zu S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of ChernobylS.T.A.L.K.E.R.: Shadow of ChernobylErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Oktober 2002 - Die offizielle Webseite geht online. Unter www.stalker-game.com/ könnt ihr euch ab sofort über jede Releaseverschiebung, äh, jeden Aspekt des Spieles informieren.

Januar 2003 - Bitter für alle Actionfans: »Stalker« kommt nicht mehr wie geplant im Oktober 2003, sondern erst im Jahr 2004. Noch ahnt niemand etwas Böses.

Februar 2003 - Die Webseite erfährt ein umfangreiches Update. Unter anderem wird bekannt, dass die »Zone« (so heißt das Gebiet rund um Tschernobyl) tatsächlich bevölkert sein wird und »lebt«. Die Charaktere kennen sich dort aus, finden ihre Wege, unterhalten sich miteinander und tauschen sogar Gegenstände aus. Sie erinnern sich an vorherige Ereignisse und reagieren auf die Aktionen des Spielers.

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Releasedatum am Horizont?
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März 2003 - Das Entwicklerteam wird auf 25 Leute aufgestockt, um den Releasetermin auch wirklich halten zu können. Außerdem soll die dickere Personaldecke die Optimierung für DirectX9 ermöglichen.

Mai 2003 - THQ wird Publisher von »Oblivion Lost«.

Mai 2003 - Verwirrung um den Releaseterin: Während GSC Gameworld auf der Unternehmens-Homepage weiterhin das vierte Quartal 2003 angibt, spricht Publisher THQ von September 2004. Keiner weiss, welcher der beiden Termine nun stimmt.

Mai 2003 - Auf der E3 ist »Stalker« erneut im Fokus der Aufmerksamkeit. Weiterhin besticht die Grafik, aber auch die ungewöhnliche KI begeistert: Das Verhalten von NPCs wird in Echtzeit berechnet, was die Pixelmenschen enorm realistisch wirken lässt. Sie legen Hinterhalte an, lauern dem Spieler auf, bekämpfen sich gegenseitig, flüchten, nutzen weitläufige Areale aus und vieles mehr. Eine ausgeklügelte Physikengine sorgt unter anderem für realistisches Verhalten der steuerbaren Fahrzeuge.

Juli 2003 - Mittlerweile ist September 2004 als Releasetermin von THQ bestätigt.

August 2003 - Auch beim zweiten GC-Auftritt untermauert »Stalker« eindrucksvoll, dass GSC einen potentiellen Kracher in der Entwicklung hat.

Dezember 2003 - Eine geleakte Alpha taucht im Netz auf. GSC reagiert ausführlich: »I can't give any statements about that. Sorry.« Später bestätigt man zumindest, dass es sich in der Tat um eine interne Alphaversion handelt.

Januar 2004 - Das offizielle Forum geht online: www.thq.de/.../viewforum.php (mittlerweile erreichbar unter forum.thq.de/index.php?c=9).

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So eine Grafik mit 1,4 GHz und 256 MB RAM? Abwarten...
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Februar 2004 - »Stalker« wird umgetauft: Aus dem bisherigen Untertitel »Oblivion Lost« wird »Shadow of Chernobyl«. Die Namensänderung gilt allerdings nicht für Deutschland. Warum das gleiche Spiel mit unterschiedlichen Namen auf den Markt kommen soll, erklärt uns aber niemand.

Februar 2004 - Als Erscheinungstermin wird »Herbst 2004« von THQ »bestätigt«. Spieler mit gutem Gedächtnis wundern sich: War der Termin nicht schon mit »September 2004« viel genauer angegeben worden?

Februar 2004 - Die Systemanforderungen werden bekannt: Ein Pentium 4 oder Athlon XP mit 1,4 GHz sollte es sein, außerdem stellen 256 MB RAM sowie eine GeForce 4-Grafikkarte das Minimum dar.

März 2004 - THQ sieht ein, dass ein Spiel weltweit gleich heißen sollte: Der Titel kommt nun auch in Deutschland als »Stalker: Shadow of Chernobyl« auf den Markt.

März 2004 - Die »Stalker«-Entwickler erinnern sich daran, dass Erscheinungstermine eigentlich konkreter werden, je näher es auf sie zugeht und geben in einem Interview mit Oblivion-Lost.com den 24. September als Releasetermin an. Wenig später wird dieses Datum jedoch von THQ als inoffiziell bezeichnet und dementiert.

April 2004 - GSC gibt bekannt, dass es entgegen dem ursprünglichen Plan doch keine Demo vor Release geben wird. Stattdessen plane man eine Beta. Die Entwickler lassen außerdem verlauten, die Grafik sei zu 100% und das Gameplay zu zwei Dritteln fertig gestellt.

Mai 2004 - »Stalker« taucht in der Releaseliste von THQ mit der Angabe »3. Quartal 2004« auf. Der Publisher dementiert damit Gerüchte, laut denen sich der Titel auf 2005 verschiebt.

Mai 2004 - E3 - ihr wisst schon: Grafik, KI, Innovation…

Juni 2004 - Anton Bolshakov, Projektleiter bei GSC Game World bekräftigt erneut, dass »Stalker« im Herbst 2004 erscheinen werde.

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Gefunden: die 14% von Stalker, die noch nicht fertig sind...
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Juli 2004 - Der Pressesprechen von GSC Game World versichert in einem Interview, »Stalker« sei zu 86% fertig.

Juli 2004 - THQ verschiebt den Releasetermin auf das erste Quartal 2005. Der Global Brand Manager Darren Williams sagt: »Stalker stellt eine wichtige neue Eigenmarke von THQ dar. Der jetzt bestätigte Release-Termin ist unserer Meinung nach der optimale Zeitpunkt, diese neue Marke zu etablieren.«

August 2004 - In einem Interview mit der russischen Seite Kamrad.ru nimmt GSC Stellung zum Entwicklungsstand von »Stalker«. Das Spiel sei weitestgehend fertig gestellt, man befinde sich bei etwa 95% - auch wenn an KI und ähnlichen Faktoren noch bis kurz vor der Veröffentlichung weiter gearbeitet werden wird. Die Entscheidung, »Stalker« zu verschieben, sei übrigens eine Entscheidung des Publisher THQ gewesen, so GSC.

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Das nennen wir Qualitätssicherung! Stalker ist seit drei Jahren im Balancing... oder nicht?
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August 2004 - Ein Entwickler sagt gegenüber einer Fanseite, dass der Koop-Modus zum Release nicht enthalten sein wird, sondern später per Patch nachgereicht werden solle.

August 2004 - Games Convention: same procedure as every year.

September 2004 - THQ kündigt an, dass es eine Beta für 5000 Spieler geben wird. Details zum Starttermin und Anmeldeverfahren sollen in Kürze veröffentlich werden.

September 2004 - Es wird bekannt, dass Beta-Testern, die nicht regelmäßig Fehler melden, der Zugang zu Vorabversion gesperrt werden soll. Den Client wird THQ per CD verschicken.

Oktober 2004 - Es wird bekannt, dass das »Stalker«-Team zu Anfang alles andere als euphorisch war: »Der Unmut über das Spielkonzept war deutlich bemerkbar, doch niemand konnte sich dazu durchringen, das zu sagen, was allen auf dem Herzen lag...« Auf den Releasetermin hat diese Meldung aber ausnahmsweise keinen Einfluss.

Oktober 2004 - THQ gibt bekannt, dass »Stalker« im zweiten Quartal 2005 statt wie geplant im ersten Quartal erscheinen wird. Eine Begründung für die erneute Verschiebung wird nicht genannt.

Oktober 2004 - Die letzte Releaseverschiebung wird begründet: Laut Angaben der Entwickler muss die KI noch optimiert werden. Dabei handelt es sich übrigens um die KI, die im August bereits zu 95% fertig war.

November 2004 - THQ gibt - zum wiederholten Male - bekannt, dass es eine Demo zu »Stalker« geben wird. Zur Abwechslung soll diese nun wieder ca. einen Monat vor Release des Spiels erscheinen. Zudem äußert man sich über die Systemanforderungen: Wer »Doom 3« spielen konnte, wird auch an »Stalker« seine Freude haben. Spieler, deren PCs einen 1,4 GHz-Prozessor, 256 MB RAM und eine GF4-Grafikkarten enthalten, fragen sich, was zur Hölle sie falsch gemacht haben: »Doom 3« war bei ihnen so gut wie unspielbar.

November 2004 - Oles Shishkovtsov, Leitender Programmierer von »Stalker« lässt verlauten, dass die Grafikengine bis Ende Dezember komplett fertig gestellt sein werde. Da hat sich wohl seit April nicht viel getan - zu diesem Zeitpunkt gab GSC ebenfalls an, mit der Grafik zu 100% fertig zu sein.

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Genau wie Stalker: Nach russischen Maßstäben ist dieses Auto zu 95% fertig.
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Dezember 2004 - Gerüchte um eine erneute Verschiebung des Spiels werden von THQ entschieden dementiert. »Stalker« erscheine weiterhin im Mai 2005, so der Publisher.

Dezember 2004 - Die Entwickler geben bekannt, dass »Stalker« zu 95% fertig gestellt sei. Warum sie das tun, bleibt ihr Geheimnis: 95% Fortschritt hatte man ja bereits im August erreicht. Außerdem wollen sie im Januar 2005 Informationen zur Beta bekannt geben. Jetzt wissen wir auch, was »in Kürze« bedeutet: Im September war uns versprochen worden, es gäbe »in Kürze« Infos zum Starttermin der Beta.

Februar 2005 - »Stalker« wird auf unbestimmte Zeit verschoben. THQ nennt dieses Mal gar keinen konkreten Termin mehr. Unbestätigten Quellen zufolge soll ein Herr, den alle nur »den Duke« nannten, im THQ-Hauptquartier gesehen worden sein. GSC freut sich trotzdem: »Wir freuen uns, dass THQ uns mehr Zeit für die Entwicklung eingeräumt hat. S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl ist ein umfangreiches Spiel, das neue Maßstäbe in seinem Genre setzen wird. Wir wollen sichergehen, dass wir das Spiel erst dann veröffentlichen, wenn es die hohen Erwartungen erfüllt, die wir selbst und die Fans an es stellen, und nicht früher.«

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Dieser Fan hat ein wenig zu viel nach der Beta gelechzt...
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Februar 2005 - Ein russischer User findet im Oblivion-Lost-Forum einen Hinweis darauf, dass die Beta möglicherweise bald starten könnte. GSC hatte gemeinsam mit einem russischen Magazin einen Wettbewerb veranstaltet, bei dem die Teilnehmer Plätze in der Beta gewinnen konnten. Leider war die Teilnahmefrist zum Zeitpunkt dieses Funds bereits abgelaufen.

März 2005 - Erneut Spekulationen um das Releasedatum: In einem Interview spricht GSC-Mitarbeiter Anton Bolshakov über eine groß angelegte Werbekampagne, die ungefähr ein halbes Jahr vor Veröffentlichung des Spiels beginnen soll. Nachdem die Werbung offensichtlich noch nicht erfolgte, ist demnach frühestens in sechs Monaten mit einem Release zu rechnen.

April 2005 - Jérémy G. von THQ bekräftig erneut, dass man vorläufig kein konkretes Releasedatum für »Stalker« nennen würde. Stattdessen wolle man den Termin erst kurz vor Fertigstellung bekannt geben. Auf Infos zum angekündigten Beta-Test warten die Spieler weiterhin vergeblich.

April 2005 - Auf der GSC-Webseite ist ein Countdown zu finden, der auf den 1. Dezember 2005 herunterzählt. Fans hoffen darauf, dass es sich dabei um den finalen Releasetermin von »Stalker« handelt.

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Der Countdown läuft! Aber wohin eigentlich?
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Mai 2005 - Auf den ominösen Countdown angesprochen, antwortet ein Mitarbeiter von THQ: »Woher das Datum 1. Dezember kommt, weiß ich nicht. Dies ist weder offiziell noch von THQ angekündigt.«

Juli 2005 - Ein Moderator des offiziellen russischen Forums will einem GSC-Mitarbeiter via ICQ die Information entlockt haben, »Stalker« erscheine definitiv nicht mehr 2005. Den endgültigen Releasetermin könne man an einer groß angelegten Werbekampagne absehen, die etwa ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung beginnen soll.

Juli 2005 - Erneut kursiert eine geleakte Version von »Stalker« im Netz. Dieses Mal sind zwei weitläufige Areale spielbar, die bereits extrem dynamisch wirken. Fans schöpfen wieder Hoffnung.

Oktober 2005 - Die Webseite Oblivion-Lost.com besucht GSC und beschreibt den Entwicklungsfortschritt von »Stalker« nach dem Besuch wie folgt: »Stalker steht kurz vor der Fertigstellung. Aktuell merzen die Entwickler kleinere Fehler aus und optimieren die Balance.«

Januar 2006 - Das Magazin Gameguru Mania berichtet unter Berufung auf ein russisches Magazin, Publisher THQ und Entwickler GSC stritten über die Fertigstellung von »Stalker«. Angeblich habe THQ schon vor einigen Monaten ein neues Studio gesucht, um das Projekt fertig zu stellen. Einem anonymen »Stalker«-Programmierer zu Folge sei das aber gar nicht möglich, da »der Code weitestgehend undokumentiert« sei, »sie würden nichts verstehen.« Gegenüber IGN soll ein THQ-Manager erklärt haben, es sei egal, in welchem Zustand das Spiel erscheine, wichtig sei eine Veröffentlichung in 2006. Ein THQ-Beauftragter soll die Entwicklung jetzt bis zum Ende persönlich vor Ort beaufsichtigen. Zwischenzeitlich hätten dem Bericht zufolge mehrere wichtige Mitarbeiter GSC verlassen und sogar Teile ihrer Ergebnisse mitgehen lassen. Weder THQ noch GSC äußern sich zunächst zu den Meldungen.

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Ein wütender Fan und seine "Petition".
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Januar 2006 - Oleg Yavorsky, Sprecher von Entwickler GSC, stellt klar, dass die jüngsten Meldungen um interne Querelen »völlig unbegründete Gerüchte« seien.

Februar 2006 - Laut des aktuellen Geschäftsberichts von THQ erscheint »Stalker« frühestens zwischen Januar und März 2007. Über die Gründe für die erneute Verschiebung wird nichts bekannt. Mehrere große Fanseiten schreiten derweil zum Protest: In einer Petition fordern die Organisatoren »präzise, klare, offene und ehrliche« Aufklärung, was die Veröffentlichung verhindert und was im Entwicklerteam geschieht. In dem Aufruf heißt es unter anderem, die Spielerschaft sei ermüdet von den ständigen gegensätzlichen Informationen - GSC riskiere, seine Fans zu verlieren.

Februar 2006 - Laut Oleg Yavorsky von Entwickler GSC war die erneute Releaseverschiebung eine reine Publisherentscheidung. Nach Ansicht von GSC sei das Spiel bereits im Beta-Stadium und werde bereits an THQ übermittelt. Das Team sei mit Änderungen und Korrekturen sowie weiteren Tests und der Spielbalance beschäftigt.

Mai 2006 - Während mittlerweile sicher ist, dass »Stalker« frühestens im ersten Quartal 2007 erscheint, wird klar, dass es nicht alle angekündigten Features ins Spiel schaffen. »Wir mussten einige Rollenspiel-Elemente rausnehmen, etwa dass der Charakter Nahrung und Schlaf benötigt. Außerdem haben wir aus Gründen der Spielbalance die KI stark verändert. Die NPCs agieren jetzt nicht mehr total eigenständig. Stattdessen kommen mehr geskriptete Ereignisse zum Einsatz.« - so GSC.

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Da ist wohl noch ein bisschen mehr durch Ladezeiten unterbrochen worden...
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Mai 2006 - Gemeinsam mit dem russischen Spielemagazin »Gameru« ruft die russische Fanseite »Stalker-World« zum Boykott auf. Damit möchten die Betreiber andere Fanseiten dazu bewegen, ab sofort vom Netz zu gehen und die Berichterstattung einzustellen. Grund dafür ist die nach Ansicht der Fanseite ungenügende Informationspolitik seitens THQ und GSC.

Mai 2006 - E3 - den Rest sparen wir uns an dieser Stelle.

Juni 2006 - Entgegen früherer Ankündigungen wird »Stalker« doch nicht frei von Unterbrechungen durch Ladezeiten sein. Ein australisches Magazin berichtet von einer E3-Präsentation mit Produzent Dean Sharpe: »Etwas, das uns während des Zonenwechsels auffiel, war ein Ladebildschirm. Sharpe erklärte, diese Pausen würden nicht nur beim Sprung zwischen Bereichen auftreten, sondern auch, wenn man sich durch die Welt bewegt.« Es gäbe zwar keine Levels im eigentlichen Sinne, aber Pausen, um neue Objekte zu laden.

Juni 2006 - Auch GSC bestätigt den Releasetermin im ersten Quartal 2007: »Die Arbeiten gehen erstklassig voran und wir liegen voll im Zeitplan, weswegen einer Veröffentlichung zu Beginn des kommenden Jahres nichts im Weg stehen dürfte«, so ein Firmensprecher. Angesichts der bisher 5-jährigen Entwicklungszeit und unzähligen Verschiebungen mutet diese Äußerung »interessant« an.

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Das Besondere an Stalker? Schlechtes Zeichen, wenn selbst die Entwickler bei dieser Frage im Dunklen tappen...
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Juni 2006 - Die Entwickler geben in einer Stellungnahme an, dass man »alles falsch gemacht habe, was man nur falsch machen kann«. Man hätte jedoch viel aus den Fehlern gelernt.

Juli 2006 - GSC kündigt an, dieses Jahr nicht auf der Games Convention vertreten zu sein. Da »Stalker« bereits im März 2007 erscheinen soll, gibt dieser Umstand erneut Anlass zu wilden Spekulation: Klappt es am Ende vielleicht wieder nicht mit dem Releasetermin?

Juli 2006 - PR-Manager Oleg Yavorsky von GSC Game World lässt verlauten, man sei doch auf der Games Convention vertreten. Zwar sei man noch nicht sicher, was genau präsentiert wird - Fans freuen sich aber, dass GSC überhaupt etwas zeigt.

August 2006 - »Stalker« macht auf der Games Convention einen guten Eindruck. Irgendwie fehlt aber die Euphorie der ersten Messejahre.

Oktober 2006 - In einem Interview mit IGN äußert sich GSC-Entwickler Dean Sharpe auf die Frage, was »Stalker« besser mache als andere Shooter: »Ich weiß nicht genau, ob Stalker wirkliche große Unterschiede zu anderen Shootern aufweisen wird. Der Rollenspielpart wird sicherlich ein Unterschied sein, aber ansonsten ist es schwer, sich von der Masse abzuheben. Aber wir hoffen, dass auch das Aussehen und die Atmosphäre einen Unterschied schaffen.« Ähnlich ungeschickt zieht sich Sharpe aus der Affäre, als man ihn nach den Gründen für die Verschiebungen fragt. Die Entwickler müssten noch lernen, Prioritäten zu setzen und nicht alles umzusetzen, was man sich vornimmt. Offenbar hätte man besser einen PR-Mann zu IGN geschickt.

Oktober 2006 - Gerüchten zufolge soll die Werbekampagne zu »Stalker« schon bald starten. Sollten die bisherigen Informationen stimmen, kommt das Spiel ca. sechs Monate nach Start der Kampagne auf den Markt - dazu passt der Releasetermin, der aktuell mit März 2007 angegeben wird.

Dezember 2006 - In einem Interview mit Gamepro.com gibt Anton Bolshakov, Chefentwickler von GSC, neue Systemanforderungen an: 2 GHz, 1 Gigabyte RAM sowie eine NVidia GeForce 6800. Der Vergleich mit »Doom 3« aus dem November 2004 scheint wieder stimmig. Gleichzeitig nennt Bolshakov erneut die enorme Handlungsfreiheit des Spielers als Hauptgrund für die unzähligen Verschiebungen. So gebe es unter anderem allein sieben mögliche Enden der Story - fünf davon seien allerdings »falsch«. Als er sagt, dass das Spiel zu 99% fertig sei, beginnen bei »Stalker«-Fans die Knie weich zu werden.

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Stirbt bekantlich zuletzt: die Hoffnung. Kommt Stalker wirklich im März?
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Dezember 2006 - »Stalker« landet auf der Vaporware-»Bestenliste« des Magazins Wired.com nur auf dem neunten Platz. Vielleicht das beste Anzeichen für eine pünktliche Veröffentlichung im März 2007.

Dezember 2006 - Der 17. März wird als finaler Releasetermin angegeben. Und irgendwie, ja irgendwie glauben wir sogar daran…