Wie schnelllebig vor allem der Mobile-Gaming-Markt ist, zeigt sich aktuell am Beispiel Rovio Entertainment Ltd.. Der finnische Entwickler von Mobile-Games hat angekündigt, rund 260 Mitarbeiter zu entlassen.

Vor knapp sechs Jahren begann ein sagenhafter Erfolg für das damals kleine finnische Studio Rovio Entertainment (damals noch Rovio Mobile), als es im Dezember 2009 das Spiel Angry Birds im Apple App Store und auf Maemo (Nokia Plattform) veröffentlichte. Der Erfolg führte schon bald zu Versionen für Android, Symbian, Windows Phone und Blackberry 10. Selbst vor Konsolen und PC machten die wütenden Vögel nicht Halt. Das einfache Spielprinzip war ausgeklügelt, fesselte die Spieler und war ideal für kurze Spielsessions ausgelegt - ein Instant-Hit.

Rovio Entertainments rascher Ausbau der Marke mit allem Möglichen an Merchandise-Produkten wie Plüschtiere, Bettwäsche, Lebensmittel, TV-Serien und sogar einem Vergnügungspark förderten das schnelle Wachstum des Studios, das auf seinem Höhepunkt im Jahre 2013 rund 800 Mitarbeiter zählte und einen Umsatz von knapp 174 Millionen Dollar generierte.

Seither sind die Einnahmen teilweise massiv eingestürzt. Kein Wunder, wenn man sich hauptsächlich auf eine Marke konzentriert, in diesem Fall auf Angry Birds. Der Umsatz mit Merchandise-Artikeln fiel 2014 um nahezu 50 Prozent. Im selben Jahr entließ Rovio 110 Mitarbeiter. Nun folgen weitere 260 Mitarbeiter aus den Standorten Shanghai, Stockholm, London, Tokyo und Espoo, dem Sitz von Rovio Entertainment.

"Fundamentale Änderungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass Rovio seine globalen Bestrebungen, das größte Unterhaltungs-Unternehmen mit Kernpunkt Mobile-Games erreicht", so Chief Executive Pekka Rantala. "Es ist eine schwierige persönliche Entscheidung. Allerdings ist ein schlankeres und flexibleres Rovio absolut notwendig, um vorwärtszukommen und das Unternehmen in neue zukünftige Erfolge zu führen."

Erst Ende Juli veröffentlichte Rovio mit Angry Birds 2 den Nachfolger zum Erfolgstitel. Zudem ist für 2016 noch immer ein Animationsfilm geplant, der dann entweder zu spät kommt oder das Franchise wiederbeleben wird.

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