Genre-Special Teil 3: Rollenspiele von Manfred Duy

Ob Abenteurer, Wirtschaftsboss, Wohnzimmergeneral oder Ballermann - Rollenspiele mag eigentlich jeder. Kaum zu glauben, dass dieses Genre vor ein paar Jahren vom Aussterben bedroht war. Aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger.

Vielleicht liegt die allumfassende Beliebtheit der Rollenspiele (RPGs) ja darin begründet, dass sie viele Elemente anderer Genres in sich vereinigen.

Den erzählerischen Unterbau bildet stets eine fantasiereiche Geschichte, wie sie auch ein Adventure zu bieten hat.

Während dort Rätsel gelöst werden müssen, erledigt der Rollenspielfan halt Quests (Aufträge) und knackt ganz nebenbei ebenfalls so manche Logiknuss. Auch kleine Hüpfeinlagen wurden schon in RPGs gesichtet, hier kommen dann wohl die Action-Adventure-Fans auf ihre Kosten. Während ein Wirtschaftssimulant als Ich-AGist eine popelige Winzfirma in einen mächtigen Konzern verwandelt, muss man in einem RPG Schwächlinge zu kampfstarken Recken hochpäppeln.

Gerauft wird in einem RPG alle Nase lang, egal ob in Echtzeit oder im Rundenmodus. Dies dürfte dann wohl der Part sein, in dem sich Ballermänner und Strategen pudelwohl fühlen.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Ganz schön viel Spiel für´s liebe Geld
Ein gutes RPG verschmelzt also viele Spielelemente und damit zählt es sicherlich zu den komplexesten und auch zeitraubendsten aller Genres. In Serien wie "Baldur´s Gate", "Elder Scrolls" oder "Might and Magic" kann man problemlos monate- oder gar jahrelang versinken. Dies gilt erstaunlicherweise bereits für die aller ersten erwähnenswerten RPGs überhaupt. "Erwähnenswert" deshalb, weil so mancher Spiele-Historiker bereits das frühkindliche "Cowboy-und-Indianer"-Vergnügen zu den Rollenspielen zählt. Wir unterlassen aber derartige akademische Debatten und starten lieber mit "Net-Hack", dem aller ersten lupenreinen Computerrollenspiel, das in den 70er Jahren in diversen Varianten die Rechner bevölkerte.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In schwarz-weißer Blockschrift gehaltene Labyrinthe mussten hier auf der Suche nach Schätzen, Gegenständen und Erfahrungspunkten durchforscht werden. "Net-Hack" erwies sich als so erfolgreich, dass die Firma SSI viele Jahre später mit "Dungeon Hack" sogar eine Neuauflage wagte. Eine ständig verbesserte Online-Version von "Net-Hack" existiert übrigens auf [magic.url protocol="http" domain="www.nethack.org" url="www.nethack.org"]www.nethack.org[/magic.url]. Mit diesem Gratisspiel vergnügt sich eine eingeschworene Nostalgiegemeinschaft seit Jahr und Tag. Davon aber mehr in der nächsten Folge unserer Genrespecials, die sich mit den Online-Spielen beschäftigen wird.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Aufgrund des schieren Umfangs der Materie beschränkt sich dieser Artikel auf Offline-Rollenspiele, sprich auf RPGs, die vorzugsweise mutterseelenallein geschultert werden müssen.

1974: Dungeon´s & Dragons
Gary Gygax - klingt wie der Chef einer Diebesgilde. Und doch existiert dieser Mann wirklich, und nicht nur das: 1974 war er der Erfinder des legendären "Dungeons & Dragons"-Systems und Mitbegründer der darauf basierenden RPG-Schmiede TSR. Bei "Dungeons & Dragons" handelte es sich um das erste waschechte "Pen & Paper"- Rollenspiel, das also mit Bleistift und Papier gespielt wurde.

Getreu einer in groben Zügen vorgegebenen Rahmenhandlung erzählte dort der zuvor ernannte Gamemaster seinen Mitspielern eine fantasiereiche Geschichte. Die zahlreichen Gefechte wurden nach einem verwirrend komplexen Regelwerk ausgewürfelt.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dieses Kampfsystem wurde im Laufe der Jahre mehrfach verfeinert, etwa als "AD&D" (Advanced Dungeon´s & Dragons) oder als "Forgotten Realms"-Ableger und kommt bis zum heutigen Tag in vielen RPGs wie etwa "Baldur´s Gate", "Neverwinter Nights" oder "Das Schwarze Auge" zum Einsatz. Und ebenfalls bis zum heutigen Tag erscheinen neue Pen & Paper-Folgen von AD&D, das sich mittlerweile zu einem gigantischen Universum aus Brettspielen, Miniaturfiguren, Spielkarten, Romanen und nachspielbaren Geschichten gemausert hat. Demnächst erscheint mit "Dungeons & Dragons Online: Stormreach" sogar das erste originäre AD&D-Online-Spiel.

1978: Lord British gibt sich die Ehre
Kenner wissen Bescheid: Lord British ist das digitale Alter Ego von Richard Garriott, einem Amerikaner mit einem starken Faible für die britische Sagenwelt. 1978 wagte Richard mit seinem ersten RPG "Akalabeth" einen ersten Ausflug in das Reich der Rechenknechte.

Dieses in Schwarz-Weiß gehaltene Blockcode-Epos fand aufgrund seiner spannenden Geschichte und den ausgefuchsten Rundenkämpfen mehr als 25.000 begeisterte Abnehmer, was Richard zu weiteren Großtaten anspornte. 1980 legte er mit "Ultima" den Grundstein für seine langjährige Karriere als Rollenspielpapst."Ultima" spielt in einer Fantasywelt namens "Britannia". Deren Hauptstadt "Skara Brae" verdankt seinen Namen übrigens einer auf einer schottischen Insel gelegenen urzeitlichen Ansiedlung. "Ultima" erwies sich als so erfolgreich, dass daraus eine Serie wurde, die jahrzehntelang von Erfolg zu Erfolg eilte. Der erste Streich namens "Ultima: The First Age of Darkness" erschien zunächst auf dem Apple und machte optisch herzlich wenig her: Die Landschaft bestand aus einer Unmenge gleich großer Tiles (=Grafikblöcke) und den Löwenanteil der Handlung las man vom unteren Bildschirmrand ab. Dafür bot "Ultima" eine in sich stimmige und bis ins kleinste Detail ausgetüftelte mittelalterliche Märchenwelt, die in den kommenden Jahren immer mehr erweitert werden sollte. Im heutigen Britannia gehen zahllose NPCs (computergesteuerte Figuren) ihrem Tagwerk nach, der Spieler kann endlos lange Gespräche mit den Dörflern führen und monatelang durch die Landschaft strolchen, ohne sich um irgendwelche Quests zu kümmern.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dieser immensen spielerischen Freiheit verdankte "Ultima" seinen Erfolg und diesen Maßstab legen gestandene Rollenspieler gerne zugrunde, wenn sie über kampforientierte RPGs vom Schlage "Diablo" ablästern.

1981: Gut Munkeln ist auch im Dunklen
Während man bei "Ultima" vorzugsweise am helllichten Tag durch die Landschaft pilgerte, erkannten Andrew Greenberg und Robert Woodhead von Sir-Tech die atmosphärischen Vorzüge der Dunkelheit. Auch programmiert es sich natürlich in einem von allen Seiten eng begrenzten Gang wesentlich einfacher als in der rundum unbeschränkten Natur.Ergo schickten sie die Helden ihrer 1981 ins Leben gerufenen Serie "Wizardry" in den Untergrund. Dort mussten sie dreidimensionale Labyrinthe durchwandern, um Unmengen von Monstern zu plätten. Erstmals kam hier die immer noch sehr beliebte 3D-Ego-Ansicht zum Einsatz, wenngleich für das Szenario wohl eher die Bezeichnung 3D-Linien-Kerkerchen angemessen wäre. Geschlagene fünf Folgen lang bestanden die Dungeons eigentlich nur aus simplen Strichen, erst 1991 wagte man bei Sir-Tech den Einsatz der etwas farbenfroheren EGA-Grafik. Trotzdem Sir-Tech bis hin zum bislang letzten Teil "Wizardry 8" dem technischen Fortschritt ein paar Schritte hinterher hechelte, gelang ihnen doch mit der 3D-Optik ein richtungsweisender Wurf. Mit Fug und Recht kann man jedenfalls "Wizardry" als Stammvater sämtlicher 3D-Ego-RPGs bezeichnen.

1985: Aller guten Rollenspiele sind drei
Neben "Ultima" und "Wizardry" verdiente sich noch ein drittes Rollenspiel den Titel eines legendären Klassikers:

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

"Bard´s Tale" aus dem Hause Interplay. 1985 erschien die erste Folge noch auf dem Commodore C-64, später spazierte das Werk zunächst auf den Amiga, danach ging´s weiter auf den PC.

Eigentlich kupferte "Bard´s Tale"-Designer Michael Cranford ja kräftig bei "Wizardry" ab, aber er gab sich wesentlich mehr Mühe mit dem Spielfenster, das nicht nur mit EGA-Farben, sondern sogar noch mit kleinen Animationen auftrumpfte. Originell und einzigartig war auch die Idee, einem Barden die Hauptrolle zuzuerkennen, die ansonsten vornehmlich Kämpfern, Magiern oder Dieben zufällt.Das kampflastige Geschehen konnte den Spieler schon für mehrere Monate in seinen Bann schlagen, zumal die Raufereien rundenweise und mit komplexen Befehlsvergaben durchgefochten werden mussten. Interessant war auch, dass man seine bei "Bard´s Tale 1" gepäppelten Helden in die nachfolgenden Teile übernehmen konnte. Das klappte aber leider nur zweimal, denn nach Folge 3 der Saga hatte der Barde sein letztes Liedlein gesungen. Ein vierter Teil wurde Ende der 80er Jahre zunächst von Interplay und Electronic Arts in Arbeit genommen, nach rund zweijähriger Entwicklungszeit allerdings wegen interner Querelen eingestellt. 1991 erschien dann doch noch ein Quasi-Nachfolger namens "Dragon Wars", der aber aufgrund fürchterlicher Grafik und abgenudelter Story zurecht gnadenlos unterging.

1987: Mächtige Magie
Mindestens ebenso schamlos wie "Bard´s Tale" das Erfolgsrezept von "Wizardry" kopierte, kupferte New World Computing (NWC) mit "Might & Magic" beim Barden ab.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

1986 erschien der erste Teil der Rollenspielsaga, die sich derart erfolgreich entwickelte, dass NWC dessen Namen bis zum heutigen Tag für viele seiner weiteren Spiele hernahm: Sehnsüchtigst warten etwa alle Strategen (inklusive dem Autor dieses Artikels) auf das bereits angekündigte "Heroes of Might & Magic 5", während die laue RPG-Klopperei "Crusaders of Might and Magic" sowohl auf Playstation als auch auf dem PC zurecht der Vergessenheit anheim fiel. Das actionreiche "Might & Magic" jedenfalls überzeugte mit einer 6-Mann-Party, 3D-Kerkern, Rundenkämpfen und einem der besten jemals ersonnenen Charaktersteigerungssystemen.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zudem bestand in den späteren "Might & Magic"-Folgen die Möglichkeit, bis zu zwei NPCs zeitweilig in die Party aufzunehmen. Der 2002 erschienene letzte Teil dieses RPG-Evergreens hörte auf den Namen "Might & Magic 9". Das offensichtlich aus finanziellen Gründen völlig überhastet auf den Markt geworfene Werk enttäuschte seine Fans maßlos: Bugverseucht, ein Inventarsystem von Anno dunnemals, eine viel zu lineare Story, eine dünnblättrige Anleitung sowie ein verpatztes Kampfsystem führte zu allgemeinem Buhgeschrei. Es scheint leider, dass "Might & Magic 9" damit der Sargnagel für eine der besten Rollenspielserien aller Zeiten geworden ist.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Langsam wird´s hektisch
"Dungeon Master" von FTL brachte 1987 Dynamik in die bis dato recht gemächlich ihre Runden ziehenden Rollenspielgefechte. In seinen 3D-Kerkern ging es nämlich in Echtzeit zur Sache. Monster konnten jederzeit auf die vierköpfige Party zustürzen - oder abhauen, wenn es schlecht um sie bestellt war. Schnelle Reflexe auch beim Öffnen von Türen und Knacken der Rätsel waren also schwer angesagt, sowie nicht zu vergessen ein Bleistift nebst Karopapier. Ohne diese beiden war es kaum zu vermeiden, sich in den gigantischen Kerkern zu verlaufen. So was wie eine Automap gab es nämlich damals leider noch nicht.Dennoch zeigte "Dungeon Master" mit dem auch heute noch gängigen Echtzeit-System der Konkurrenz, wo der Ork die Locken hat. Das viel zu spät erschienene offizielle Sequel "Legend of Skullkeep" konnte an diesen Erfolg nicht mehr anknüpfen. Besser erging es da den Quasi-Nachfolgern "Eye of the Beholder 1 + 2" von Westwood. Die verknüpften gekonnt actionreiche Echtzeitkämpfe mit grafischer VGA-Pracht und setzten damit einen neuen Standard. "Pool of Radiance" von SSI konnte da 1988 mit seiner Mickeroptik nur den Hut ziehen. Im Gegenzug brillierte dieses Werk aber mit einer tollen, aus dem "AD&D"-Universum stammenden "Forgotten Realms"-Story. In Verbindung mit dem taktisch ausgefuchsten Kampfsystem bewies "Pool of Radiance" jedenfalls, wie gut das "AD&D"-System mit Rechnern harmonierte. Eine Erwähnung verdient auch Squaresoft, die zu dieser Zeit den ersten Teil der berühmten RPG-Reihe "Final Fantasy" vorlegten. Ihre Einzigartigkeit verdankt diese in Asien angesiedelte Serie ihren comicartigen Romantik-Stories sowie den integrierten Bonusspielchen.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

1991: Lord British zum Zweiten
Das Jahr 1991 gehörte "Lord British" und keinem Anderen. "Ultima" lief hier zur Höchstform auf und trat mit zwei Meisterwerken die komplette Genrekonkurrenz in den Staub. "Ultima 7" ist sicherlich eines der besten und umfangreichsten RPGs überhaupt. So umfangreich, dass es gleich in vier Folgen unterteilt wurde. Die hießen "Ultima 7 - The Black Gate" sowie "Ultima 7 - Serpent Isle" nebst zweier Addons. Wer dieses Mammutwerk von vorne bis hinten inklusive aller Nebenquests durchspielte, war das komplette Jahr so schwer beschäftigt, dass er das zweite "Ultima"-Meisterwerk von 1991 glatt verpasste!Mit "Ultima Underworld" beschritt Hersteller Origin nämlich einen ganz anderen Weg - und zwar den in den Untergrund. Ähnlich wie beim "Dungeon Master" wurde das kampforientierte Echtzeit-Geschehen aus einer 3D-Egoperspektive gezeigt. In Sachen Optik waren "Ultima Underworld" sowie sein Nachfolger "Ultima Underworld 2"der Konkurrenz meilenweit voraus: Statt aus den sonst üblichen quadratischen Quadern bestanden die Verliese aus unregelmäßig geformten Steinen und die Aufs und Abs in dem gigantischen Höhlensystem waren nicht nur Zierrat, sondern gehorchten den physikalischen Gesetzen: Gegenstände kullerten die Hänge hinab und der Held wurde zu so mancher Hüpf- und Schwimmeinlage gezwungen. Im Unterschied zu "Ultima 7", dessen Komplexität nur mit einem immensen Aufwand kopierbar war, fand das wesentlich überschaubarere "Ultima Underworld" massenhaft Nachahmer, die seitdem gerne als "Hack ´n Slay"-RPGs verunglimpft werden. So beispielsweise "Stonekeep" von Interplay oder das "AD&D"-Epos "Deathkeep" aus dem Hause SSI.

Anfang der 90er: Zwei Meilensteine und viele Enttäuschungen
Die Endlosserie "Das schwarze Auge" ist allen Freunden von Fantasieliteratur sicherlich ein Begriff. Aber wusstet ihr, dass Attic dazu auch drei Rollenspiele ablieferte?

Die beste Folge war sicherlich "Das schwarze Auge 2 - Sternenschweif", das mit einem am "AD &D"-System angelehnten Regelwerk aufwartete. Dies führte dazu, dass die sechsköpfige Heldentruppe eine Unzahl steigerbarer Eigenschaften besaß und die Erfolgswahrscheinlichkeit jedes einzelnen Schlages auf sehr komplexe Weise berechnet wurde.Trotz dieser zähflüssigen Rundenkämpfe und der umständlichen Inventarverwaltung war "Das Schwarze Auge" lange Jahre das beste Rollenspiel deutscher Herkunft, bis es Anno 2002 von "Gothic" übertroffen wurde. Das zweite epochale Ereignis fand 1993 statt und stammt von Westwood. Ihr Rollenspiel "Lands of Lore" überzeugte mit einer super 3D-Ego-Präsentation, spannendem Echtzeit-Geraufe sowie vor allem einer fantastischen Automap, in der sogar Hotspots farblich gekennzeichnet waren. Endgültig vorbei waren damit die Zeiten von Buntstift und Karopapier und kaum eine andere technische Errungenschaft hat RPGs einen derartigen Popularitätsschub verpasst wie die Einführung der Automap. Umso enttäuschender waren übrigens - trotz langjähriger Entwicklungszeit und integrierter Schauspieler - die beiden lendenlahmen Nachfolger "Lands of Lore 2 + 3". Selbiges galt auch für "Ultima 8", das vergebens versuchte, seine kurze Story mit kaum schaffbaren Hüpfeinlagen künstlich zu strecken.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Lord British hat das dann auch eingesehen und sein kurz vor der Vollendung stehendes "Ultima 8"-Addon kurzerhand in die Tonne getreten.

Mitte der 90er - Die große Sinnkrise
Mitte der 90er, also zu "Doom"-Zeiten, standen Action und damit auch Action-RPGs ganz hoch im Kurs. Unbestrittener König in Sachen "Hack ´n Slay-RPG" war Blizzards "Diablo" von 1996, das mit einem genial einfachen Spielprinzip Furore machte. "Diablo" verfügte nur ansatzweise über eine Story und eine NPC-Interaktion war praktisch nicht vorhanden.Letztlich ging es nur darum, Monster zu plätten, Gegenstände einzusammeln und seinen Charakter zu steigern - was allerdings einen Mordsspaß machte. Die Gaudi ließ sich zudem beliebig verlängern, da die "Diablo"-Kerker bei jedem Spielstart neu generiert wurden. Darüber hinaus war es ideal geeignet für den Onlinebetrieb und bald fand sich fast die komplette onlinefähige RPG-Gemeinde einträchtig zum gemeinsamen Monsterplätten im Internet ein. Dabei verpassten sie nichts, denn die Konkurrenz bekleckerte sich zur selben Zeit nicht gerade mit Ruhm und bot vornehmlich lasche Abklätsche vergangener Ruhmestaten feil: Beispiele hierfür gäbe es zuhauf, etwa das vermurkste "Schwarze Auge 3" oder die bereits erwähnten Frustwerke "Lands of Lore 2" und "Ultima 8". Und die beiden RPG-Fahnenträger "Wizardry" und "Might & Magic" legten 1993 nach Folge Sieben respektive Fünf eine mehrjährige Schaffenspause ein. Alles schien darauf hinauszulaufen, dass das komplette Genre langsam aber sicher den Bach runtergeht.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Kampflastige Prügeleien wie "Diablo" als RPG-Hoffnungsträger? Da schauderte es so Manchen. Auch die 1994 ins Leben gerufene "Elder Scrolls"-Serie löste zunächst nicht gerade Jubelgeschrei aus. Nur ganz hartleibige RPG-Fans mochten durch schier endlose 3D-Landschaften pilgern, in denen nichts Wesentliches geschah.

Noch schlimmer trieb es der 1996 erschienene zweite Teil "Elder Scrolls: Daggerfall": Sage und schreibe 5000 Dörfer und 750.000 NPCs hatten keine spannenderen Aufgaben zu bieten als etwa einen Sack Mehl ins Gebirge zu tragen oder einen Trunkenbold heim zu Muttern zu führen.Ende der 90er - Alles dümpelt so dahin
Die ganze Rollenspielwelt ging also Mitte der 90er Jahre in Sack und Asche einher. Moment, das galt aber nicht für die wenigen Auserwählten, die damals schon Zugang zum Internet hatten.

Denn außer "Diablo" gab es ja noch Lord British. Nach seinem verkorksten "Ultima 8"-Hüpfausflug besann er sich seiner alten Stärken und legte mit "Ultima Online" eine brillante Internet-Version von Britannia vor, die nur Online begehbar war.

Dank ständiger Erweiterungen waren tausende Spieler weltweit dazu bereit, eine monatliche Gebühr für "Ultima Online" zu berappen. Ein Novum, denn schließlich war "Diablos" Battle.net Server kostenlos und vielleicht der Hauptgrund dafür, dass Herr Garriott es seitdem nicht mehr nötig hat, neues Geld zu verdienen. Wer also weder einen Internet-Zugang besaß, noch am japanisch-kindlichen "Final Fantasy 7" Gefallen fand, schaute als RPG-Fan ganz schön traurig in die Röhre.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zumal auch Versuche, Komplexität und eine riesige Spielewelt anstelle von Spielspaß zu setzen (wie etwa beim beschriebenen "Daggerfall") scheiterten. Zeitweilig musste sich sogar das altehrwürdige "AD&D"-Regelwerk seinen guten Namen von peinlich schlechten Machwerken wie "Descent to Undermountain" oder dem "Pool of Radiance"-Nachfolger "Ruins of Myth Drannor" beschmutzen lassen. Nein, all das lockte keinen Troll mehr hinter dem Ofen hervor.

Zwei Zeichen der Hoffnung
Inmitten des Tales der Trübnis gelang es aber doch zwei außergewöhnlich guten und höchst unterschiedlichen RPGs, der glimmenden Asche wieder ein Feuerchen zu entlocken!"Diablo" stand stellvertretend für ein kurzweiliges und schnelles Spielchen zwischendurch. Und "Baldur´s Gate" zeigte, dass es auch anders geht. Basierend auf dem "AD&D"-"Forgotten Realms"-Regelwerk bot Baldur eine spannende Geschichte, reichlich Komplexität und monatelangen Spielspaß.

Vor allem diesen beiden Meilensteinen verdankt das komplette Genre seine Wiedergeburt. Statt beide Fraktionen - sprich die Flinkspieler und die Langzeit-Abtaucher unter einen Hut zu zwingen, spaltete sich das Genre auf. Freunde von geradliniger, actionreicher Kost waren begeistert vom "Diablo"-Nachfolger "Diablo 2", der seinen Vorgänger in allen Belangen deutlich übertrumpfte. "Diablo 2" war derart erfolgreich, dass sämtliche andere Action-RPGs dieser Zeit wie etwa "Dungeon Siege" gnadenlos untergingen.

Bioware wiederum gelang es im Jahr 2000 mit "Baldur´s Gate 2" ebenfalls, den Vorgänger in punkto Umfang und Spielbarkeit deutlich zu übertrumpfen.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Alleine der direkte Lösungsweg vom zweiten Baldur umfasst mehrere hundert Seiten. Je nach gewähltem Hauptcharakter (Paladin, Magier etc.) gestalten sich zudem Handlungen und Quests unterschiedlich. Interplay dagegen wollte von Orks und Elfen nichts mehr wissen und siedelte ihr interessantes Rollenspiel "Fallout " in einer dusteren Zukunft an, wo sich der Spieler mit postnuklearem Gesindel herumbalgen musste. Bei "Wizardry 8", das nach jahrelanger Funkstille erstaunlicherweise doch noch erschien, schieden sich die Geister. Den einen waren Präsentation und Animationen denn doch zu altbacken, die anderen lobten das spannende und inhaltreiche Geschehen, das ganz auf klassisches RPG-Werte setzte.Gleiches ließe sich auch von den nun endlich erscheinenden "Might&Magic"-Folgen 6-8 behaupten. Eine glatte Enttäuschung dagegen - darin sind sich inzwischen wohl alle einig - war das von vielen Printmagazinen voreilig hochgejubelte "Ultima 9: Ascension", der bislang letzte Teil der hochdekorierten Serie. Eine Heerschar von Bugs in Tateinheit mit einer dünnen Geschichte und gerade mal einem einsamen Helden führen zu einem Satz mit X: Das war nix - Herr Garriott!

Die letzten Jahre: Wie Phoenix aus der Asche
Vor allem in den letzten paar Jahren bewies das Genre, welche Entwicklungsmöglichkeiten in ihm steckt. "Elder Scrolls 3 Morrowind" überzeugte zwar nur halbwegs, aber der kürzlich erschienene Nachfolger "Elder Scrolls 4: Oblivion" von Take 2 hatte aus alten Fehlern gelernt: Neben der exquisiten 3D-Präsentation verdienten das physikalisch korrekte Verhalten beweglicher Gegenstände und eine hohe Gegnerintelligenz ein strammes Schulterklopfen, zudem war die Spielewelt offener gestaltet.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Am Erstaunlichsten war aber, dass sich sogar deutsche Entwickler der RPG-Thematik annahmen: Der aus dem Ruhrgebiet stammenden Entwicklerwerkstatt Piranha Bytes gelang mit "Gothic" ein echter Überraschungserfolg.

Das erstaunlich ausgereifte 3D-RPG befand sich mit einer adäquaten Optik, einem superben Charaktersteigerungssystem und einer spannenden Story auf der Höhe der Zeit. Dies galt auch und gerade für den 2002 erschienenen Nachfolger "Gothic 2". Ebenfalls aus Germania, nämlich von Studio 2/Ascaron stammte das 2004 erschienene "Sacred", welches sich eher an die "Diablo"-Jünger richtete.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Ähnlich wie beim Teufelchen ging es hier vornehmlich darum, Monster einzusargen, Gegenstände aufzufinden und den Charakter zu steigern. Zwar spielte sich "Sacred" nicht ganz so flüssig wie "Diablo", krankte Anfangs an einer Unzahl von Bugs und der Wiederspielwert war auch nicht ganz so hoch, aber die süchtige "Diablo"-Gemeinde dachte sich wohl "Besser als Nichts", so dass "Sacred" zum erfolgreichsten deutschen Spiel 2004 avancierte. Kein Wunder, dass ein Jahr später mit "Sacred Underworld" noch ein Addon nachgeschoben wurde.

Bioware - Die RPG-Fleißbolde
Ein reizvolles Kabinettstückchen gelang Bioware mit "Neverwinter Nights", das sowohl online als auch offline Spaß bereitet.

Hierbei handelt es sich nämlich um das allererste Dungeons & Dragons-Spiel, das vollständig in zoombaren 3D gehalten war. Neben mehreren Addons sorgte zudem ein beiliegender Editor dafür, dass der Spielspaß bei "Neverwinter" nicht so schnell erlosch. Unglaublich, wie fleißig Bioware in den letzten Jahren war, und dennoch hätten wir fast noch einen Erfolgstitel der Kanadier vergessen: "Star Wars: Knights of the Old Republic" aus dem Jahre 2004 musste sich in punkto Spannung (man spielt wahlweise guter Jedi oder böser Jedi) gegenüber den Krieg der Sterne-Filmen nicht verstecken, aber auch Grafik und Kampfsystem sind echte Zungenschnalzer.

Übrigens kam hier eine etwas verbesserte Version der "Neverwinter Nights"- Entwicklungsengine zum Einsatz. Bei dem Nachfolger "Knights 2: The Sith Lords" war dann die Macht leider nicht mehr mit an Bord. Ob´s daran lag, dass Lucas Arts mit Obsidian einen neuen Entwickler engagiert hatte?

Vorschau: Was steht zu erwarten?
In den kommenden Monaten werden etliche hochambitionierte RPGs um die Spielergunst rangeln, aus der Vielzahl der Ankündigungen folgen nun die vielversprechendsten Neulinge: Im September 2006 erscheint "Neverwinter Nights 2" das wiederum über einen Moduleditor verfügen wird. Erst für Ende 2007 wird dagegen mit "Drakensang" endlich mal wieder ein neues Abenteuer aus der Welt "Das schwarze Auge" erwartet. Zuvor sind aber alle gespannt auf "Gothic 3", das im Herbst 2006 die Arena betreten will. Die Entwickler versprechen hier eine Reduzierung der Pflichtdialoge, zudem darf man den Charakter aus den Vorgängern importieren und sogar auf Seiten der Orks kämpfen.

Besonders reich bestückt ist das Vorfeld in Sachen Action-RPGs: Von ehemaligen "Diablo"-Entwicklern stammt das demnächst erscheinende postnukleare Trauma "Hellgate: London", das mit seinen zufallsgenerierten Welten sicherlich mehr als nur einen kurzen Blick wert sein dürfte. "Sacred 2" soll nicht vor Ende 2006 erscheinen - dann aber mit einer brandneuen 3D-Engine.

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der X-Box vorbehalten bleibt das für Jahresende angekündigte "Mass Effect" von Bioware, das sich als Spielwiese gleich die ganze Galaxis auserkoren hat. "Jade Empire", bislang nur auf der X-Box zu bekommen, wird noch in diesem Jahr in erweiterter Form für den PC umgesetzt, hier wird den Schurken mit asiatischen Kampftechniken zu Leibe gerückt. Das im antiken Griechenland angesiedelte Action-Rollenspiel "Titan Quest" erscheint ebenfalls interessant, will es doch im Sommer getreulich auf Diablos Spuren lustwandeln. Apropos "Diablo": Bliebe noch die Frage zu klären, die wohl sämtlichen Diabolikern auf der Seele brennt: Wird es jemals ein "Diablo 3" geben?Angekündigt wurde bislang nichts, aber der "Diablo"-Entwickler Blizzard North bastelt seit Jahr und Tag an einem noch unbekannten Spiel und stellt derzeit massig Programmierer ein, die Erfahrung mit Rollenspielen oder 3D-Charakteren aufweisen. Die Gerüchteküche brodelt also gewaltig, aber nichts Genaues weiß man (noch) nicht.

Test the Best
Nachfolgend eine exemplarische Zusammenstellung sehr empfehlenswerter Rollenspiele

1. Might & Magic 7 (New World Computing) Der beste Teil der klassischen Serie

2. Wizardry 8 (Sir Tech): Klassisches RPG mit spannender Story

3. Ultima 7 (Origin): Für Abenteurer mit viel Zeit und einem DOS-Emulator

4 . Baldur´s Gate 2 (Bioware): Eines der besten und umfangreichsten RPGs überhaupt

5. Diablo 2 (Blizzard): Actionreich, einsteigerfreundlich und mit hohem Wiederspielwert

6. Star Wars - Knights of the Old Republic (Bioware): Sci-Fi-RPG mit toller Story und Optik

7. Gothic 2 (Piranha Bytes): zeitgemässes 3D-RPG mit klassischem Spielverlauf

Rollenspiel - Von Dungeon & Dragons und Ultima bis zu Diablo, Gothic & Co: Ein historischer Blick auf die Rollenspiele

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/19Bild 67/851/85
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

8. Elder Scrolls 4: Oblivion (Bethesda): Optisch brillant, actionreich, mit riesiger Spielewelt

9. Sacred (Studio 2/Ascaron): Für Diablo-Süchtlinge mit Enzugserscheinungen

10. Fallout (Interplay): Postnukleares Szenario für alle Ork- und Elfen-Verächter