Was ist groß, bis an die Zähne bewaffnet, rostfrei und voller Orkblut? Genau, die spielbaren Ritterhelden im neusten Streich von Black Forest, die zuletzt das großartige Giana Sisters vom Stapel ließen. Nun treten sie mit ihrem neuen Spiel „Dieselstörmers“ erneut im Kampf um das Spielerherz an und bewerben nun ihr Spiel als eine Mischung aus Diablo und Metal Slug – die allerdings erst zu 10% fertig ist. Moment, was?

Rogue Stormers (ehem. Dieselstörmers) - Reingespielt: Dieselstörmers

Nach einer wechselhaften Vorgeschichte rund um eine vergeigte Kickstarterkampagne, Wechsel des Markennamen und einem fast vollständigen Einstampfen der Grundidee hat es Dieselstörmers nun doch auf den Markt geschafft – oder zumindest 10% des geplanten Spiels. Wann und wie die restlichen 90% kommen sollen, klären wir am Ende des Textes auf, denn eine andere Frage steht noch deutlich aufdringlicher im Raum herum: Was ist Dieselstörmers eigentlich?

Rogue Stormers (ehem. Dieselstörmers) - Spielspaß-Baustelle: Ein Sidescroller in Kinderschuhen

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Der Grafikstil ist Geschmacksache - uns gefällt er.
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Mit dem Untertitel „Knights of Run'n'Gun“ treffen die Entwickler den rostigen Nagel auf den Kopf: Das Spielgefühl bewegt sich irgendwo zwischen Metal Slug und Diablo, wenn wir uns durch Fantasystädte von links nach rechts bewegen und unser Überleben mit neuen Waffenbausätzen belohnt werden, die unsere vernichtende Patronenmühle modifiziert: Von Schrotflinten über Maschinengewehren bis hin zu Scharfschützengewehren mit explosiver Schrapnellmunition ist alles möglich – und wird bis zur Fertigstellung des Spiels den Designern noch viel Balancingschweiß abverlangen.

Rogue Stormers (ehem. Dieselstörmers) - Spielspaß-Baustelle: Ein Sidescroller in Kinderschuhen

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Klassische Endgegner konnten wir bisher noch nicht ausmachen, dennoch ist der Schwierigkeitsgrad immer wieder fordernd.
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Denn Balancing ist wichtig, so zieht ihr nur im Ausnahmefall (siehe unser Video am Ende dieser Vorschau) alleine los. Deutlich häufiger werdet ihr nämlich im Coop mit Mitspielern auf Orkjagd gehen und auf Kosten der Übersichtlichkeit ein spaßiges Geschossgewitter entfesseln. Wieso aber laufen die hochgerüsteten Ritter überhaupt dermaßen gründlich Amok? Das erklärt die Story...

… mehr oder weniger. Denn die Geschichte geht – zumindest im aktuellen Zustand des Spiels – noch ein wenig unter. So viel können wir aus der Erinnerung heraus rekonstruieren:

In einer mittelalterlich anmutenden Stadt entdecken die Einwohner plötzlich Öl – statt den goldenen Aufschwung zu feiern, versinkt die Bevölkerung allerdings in einer aussichtlos tristen Steampunk-Metropolkulisse. Doch damit nicht genug: Der Treibstoff verwandelt einen Großteil der Bewohner nach und nach in Orks, Goblins und allerhand anderes Gewürm, woraufhin die verbliebenen Bürger sich zusammenschließen, um mit Hilfe der Ritter wieder ihre Stadt zurückzugewinnen. Klingt simpel, ist simpel.

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Immer wieder taucht das bunte Effektgewitter den Bildschirm in ein buntes Chaos.
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Doch Dieselstörmers sind ohnehin keine Geschichtenerzähler und so steht der Multiplayerspaß mit Freunden im Vordergrund. Das Gewusel macht auch ordentlich Spaß und in dem Shooter steckt in Bezug auf den Coop noch sehr viel Potential – vor allem, da aktuell nur 10% im Spiel tatsächlich sicht- und spielbar sind.

Die Missionen variieren bisher zwar kaum innerhalb des "Töte X Orks und Goblins"-Schemas, allerdings wird hier wohl mit Sicherheit in naher Zukunft mehr Inhalt nachkommen - nichts anderes sollten wir von den Machern von Giana Sisters erwarten dürfen.

Obwohl bisher nur rund 10% des Spiels verfügbar sind, blitzt Potential an allen Ecken und Enden auf.Ausblick lesen

In den kommenden zehn Monaten, so die Entwickler, sollen immer mehr Features und Inhalte ihren Weg in die digitale Spielepackung von Dieselstörmers finden und so nach und nach die Ritter in immer ausgefallenere Gegenden schicken und sie mit zunehmend exotischeren und abgedrehten Waffenbausätzen zu belohnen. Vor allem die Ortswechsel hat das Spiel sehr nötig, da aktuell nur ein Kartenzufallsgenerator für Abwechslung sorgt – und so ausversehen manchmal auch den Schwierigkeitsgrad torpedoartig in die Höhe schraubt oder unterirdisch weit tief sinken lässt.