Der Job des Spieleentwicklers ist nicht einfach. Man sitzt oftmals unmenschlich lange über Jahre hinweg an seinen Aufgaben, hat nur noch wenig Freizeit zur Verfügung und der immense Druck breitet sich auf die Psyche und den Körper aus. Und das kann sich nicht nur negativ auf die Spiele auswirken, sondern auch auf das Privatleben der Mitarbeiter.

Die Ehefrauen von Mitarbeitern des Studios Rockstar San Diego (Red Dead-Franchise) gingen jetzt an die Öffentlichkeit und werfen dem Unternehmen unmenschliche Arbeitsbedingungen vor. In einem Dokument, das auf Gamastutra zu lesen ist, ist unter anderem die Rede davon, dass der Leistungsdruck in den Büros immer höher wird und dadurch auch gleichzeitig der Stress der Mitarbeiter wächst. Auch der gesundheitliche Zustand der Mitarbeiter sei vom Stress stark beeinflusst.

Die Ehefrauen gehen außerdem auf die Sozialleistungen ein, die Rockstar zum Teil nicht mehr übernimmt bzw. gekürzt hat, obwohl die Anforderungen an die Mitarbeiter immer weiter steigen.

Einmal, nachdem die Mitarbeiter lange an einem nicht näher bekannten Projekt arbeiteten, wurden ihnen mehrere Wochen Auszeit als Belohnung versprochen. Und das soll mittlerweile weit davon entfernt sein, was ihnen jetzt nach einer permanenten Anstrengung von einem Jahr zusteht.

Im Kommentarbereich auf Gamasutra schrieben sogar ein paar ehemalige Mitarbeiter anonym ihre Erfahrungen mit Rockstar San Diego nieder. Meistens werden mindestens 12 Stunden, oftmals aber auch 14 bis 16 Stunden am Tag gerabeitet. Freitags zufrieden in den Feierabend gehen gibt es nicht. Gearbeitet wird Samstag, manchmal aber auch Sonntags.

Während Mitarbeiter von Rockstar San Diego an der unteren Grenze leben müssen, werden die Mitarbeiter der anderen Rockstar-Studios (Vancouver, Leeds, Toronto, etc.) eingeflogen und dürfen in einem luxuriös eingerichteten Miethaus wohnen, erhalten tägliches Taschengeld und können sich ein Auto mieten. So berichten es zumindest die ehemaligen Angestellten.