Autor: Matthias Grimm
Gestern Abend war ich eine Pizza essen. Da war Schinken drauf, Salami, Artischocken. Und als i-Tüpfelchen noch ein paar Oliven-Sprenkel. Danach bin ich nach Hause, habe meine Socken auf die Wäscheleine gehängt, die Zähne geputzt und in der Nase gebohrt.
Warum ich mir die Frechheit herausnehme, euch mit dieser Ansammlung an Banalitäten zu langweilen? Weil selbst die noch aufregender sind als eine Partie "Rocket Racer".
Die gute Nachricht zuerst…
Es gibt Spiele, auf die freut man sich monate-, manchmal gar jahrelang. Da wird man schon beim ersten Preview ganz wuschig und kann es kaum abwarten, bis der Postbote mit der fertigen Spielepackung ins Haus trudelt oder man sich beim Elektrohändler seines Vertrauens palettenweise bedienen kann. Ist es endlich soweit, hält man einen Moment lang inne, betrachtet die liebevoll gestaltete Packung und denkt zurück an die Zeit des Wartens, der Entbehrung, und beginnt für den Bruchteil einer Sekunde zu zweifeln, ob sie es jetzt wirklich ist - die Erfüllung.
Heisenberg hätte seine Freude: So viel Unschärfe für's Geld! Aber dann hält man es nicht mehr aus, startet die Installationsroutine, und während der Balken von links nach rechts wandert und immer breiter wird, spürt man, wie der Herzschlag sich verschnellert. Endlich geht es los: ein Intro, das einen sofort in eine andere Welt eintunkt, eine Atmosphäre, die einen aufsaugt, eine Story, die einen fesselt. Und man ist sich ganz sicher: Die nächsten Wochen sind geprägt vom Spielspaß. Ja, in der Tat! Solche Spiele gibt es… Und es gibt "Rocket Racer".
"Rocket Racer" ist wie der Marshmallow Man: Schwupps, einfach da. Keiner hat danach gefragt, keiner hat darum gebeten, aber niemand kann sich seiner erwehren. Na gut, nicht wirklich "niemand" - nur derjenige, dem der dumme Zufall widerfährt, ausgerechnet in dem Moment eine Spielepackung in Händen zu halten, während ihm ein Zehn-Euro-Schein aus dem Geldbeutel flattert, den langen Weg von der Software-Abteilung hinab bis zur Kasse direkt in des Ausschnitt der Kassiererin, wo der Versuch, ihn wieder zu ergattern so dermaßen fehl schlägt, dass ob der peinlichen Situation nur noch die gestammelten Worte "Von mir aus… gekauft" über die Lippen wandern.
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Aber wir waren ja wo ganz anders...Wo waren wir nochmal? Ah ja Nase bohren...hm wie kommt man da zu X-Wing? *gruebel*
Etwas Gutes hat doch das Spiel: ein klasse Review! :D *thumbsup*