Rettung für Xbox-Zocker: Der Wired Legacy Adapter

Auf der Xbox One mag es keine Probleme mit Downloads und Exporten geben, dafür aber mit der Peripherie. Verkabelte Instrumente aus Xbox 360-Zeiten funktionierten bislang nicht im Verbund mit der Xbox One. Ausnahme waren Mikrofone. Für Gitarristen und Bassisten kein Beinbruch. Einerseits bot Mad Catz im vergangenen Jahr einen Adapter für kabellose Instrumente an (den sogenannten Legacy-Adapter). Andererseits wurden genügend neue Gitarren auf Amazon und bei GameStop angeboten.
Knackpunkt war bislang das Schlagzeug, denn sowohl die neue Variante von MadCatz, als auch die nochmals aufgebesserte Version von PDP fiel bei so manchen Hard-Core-Spielern unten durch, weil schnelle Abfolgen selbst nach einem obligatorischen Firmware Update nicht korrekt erkannt wurden. Profis der Sony-Fraktion lachten nur und klemmten schlicht ihr sündhaft teures Luxus-Schlagzeug an die Konsole – den „Ion Drum Rocker“ aus der Rock band 2-Ära. Oder sogar ein echtes, professionelles E-Drumset, das über den MadCatz Midi-Adapter angeschlossen wird.

Seit neuestem steht auch Xbox One-Rockern diese Option offen, Sie benötigen dazu allerdings einen Adapter, den es nur im US-amerikanischen Angebot von Amazon.com gibt. Den „Wired Legacy Adapter“ von PDP. Er wird weltweit verschickt, wobei der Versand einige Wochen verschlingt. Das ist der Hauptgrund für die Verspätung dieses Tests, denn auch wir haben einen Wired Legacy Adapter bestellt.

Kurz und knapp: Der Adapter ist günstig, anständig verbaut und funktioniert hervorragend. Verzögerungen oder Probleme bei der Registrierung? Fehlanzeige! Der einzige Störfaktor ist das ständige Blinken des Xbox-360-Rings an der Steuereinheit des Schlagzeugs, denn es wartet permanent auf eine Zuteilung der Konsole – die nie erfolgt. Ein kleines Manko, das man vernachlässigen kann, wenn man dafür ein Ion-Schlagzeug oder sogar E-Drums per Midi-Adapter anschließen kann.

Online-Modus im Januar

Eines der versprochenen Features konnten wir zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht testen. Es geht um den für Dezember versprochenen, aber auf Januar verschobenen simultanen Online-Modus. Er wird allem Anschein nach dem aus Rock Band 3 gleichen. Drei Instrumente plus Sänger dürfen dann ihre Songs gemeinsam über das Internet schrubben.

Allerdings wird dieser Modus nur Käufern des Rivals-Add-Ons zugesprochen. Ob und in welcher Form Verbesserungen zu früheren Iterationen anstehen, ist zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Nötig wäre vr allem ein System das Spieler mit einem ähnlichen DLC-Repertoire zusammenbringt. Andernfalls müssen Core-Fans beim Zusammenspiel mit Casuals auf einen Großteil ihrer DLC-Bibliothek verzichten. Wir sind gespannt, ob Harmonix dafür eine Lösung findet.

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