Rising Kingdoms (PC-Test)
von Thomas Bayer

Schon mal Warcraft 3 und Konsorten gezockt? Ja? Dann kommt ihr in »Rising Kingdoms« problemlos zurecht. RTS, drei Rassen, Veteranen (wer denkt jetzt sofort an "Helden"?), eine Fabelwelt, ein Krieg, mächtig Ärger. Klingt nach 08/15 Spiel? Nicht ganz falsch!

Götter? Fehlanzeige!
In »Rising Kingdoms« verschlägt es euch in die Fabelwelt Equiada. Dort wäre eigentlich alles in Butter, hätten sich nicht die Götter auf einen Schlag alle abgesetzt. Von einem Tag auf den anderen sind die Jungs und Mädels nämlich verschwunden.

Rising Kingdoms - Warcaft 3 1/2?

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Warum? Vielleicht hatten sie keinen Bock mehr auf die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt von Equiada, vielleicht ist einfach nur die letzte Party etwas ausgeartet. Fakt ist jedenfalls, dass die Bewohner des schönen Equiadas überhaupt nicht gut mit der Abwesenheit ihrer spirituellen Idolen klarkommen. Überall macht sich Neid und Missgunst breit, und so dauert es nicht lange, bis die Bevölkerung sich nach allen Regeln der Kunst die Köpfe einschlägt.

Mit Klauen und Zähnen
Irgendwann sind nur noch drei Fraktionen übrig: Menschen, Waldwesen und Sinistri. Die drei Völer unterscheiden sich maßgeblich voneinander. Dickes Plus: Die

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Unterschiede beschränken sich nicht, wie so oft, auf die Namen der Einheiten. Die Menschen sind technisch am Besten ausgerüstet und verfügen über die stärksten Heiler und Bogenschützen.

Den Waldwesen kommt ihre Verbundenheit zur Natur zu Gute. Sie erschaffen ihre Gebäude aus Pflanzen, die sich danach auf Grund ihrer organischen Natur selbst regenieren können.

Die dritte Fraktion, die Sinistri, sind vor allem eines: Alt und Böse. Sie beherrschen den Stein und das Feuer und können daraus nicht nur Gebäude, sondern auch Waffen formen.

Mein Held!
Wie in Warcraft 3 gibt es auch in Rising Kingdoms besonders starke Einheiten, die sich mit Fähigkeiten und Ausrüstung verbessern lassen. Einziger Unterschied: Die Typen heissen nicht Helden, sondern Veteranen. Durch Kämpfe und das Erobern von unabhängigen Kolonien sammelt der Spieler Ruhmpunkte, die entweder zum Anwerben neuer Veteranen, für das Erlernen neuer Veteranen-Fähigkeiten oder zum Bau von Versorgungsgebäuden genutzt werden können.

Die Versorgungsbauwerke heben die Bevölkerungsgrenzen an und ermöglichen damit größere Armeen. Einheiten dürfen nämlich nicht nach

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Lust und Laune gebaut werden. Wie in einem namentlich nicht näher genannten Konkurrenztitel wollen Truppen auch unterhalten werden. Menschen bauen Häuser (nein, nicht Farmen!), Sinistri brauchen "Seelenwächter" und Waldwesen magische Häuser (nein, die heissen tatsächlich NICHT Mondbrunnen!). Grundsätzlich gilt: je stärker die Einheit, je mehr Unterhalt "kostet" sie. Ruhmpunkte wollen also überlegt verteilt werden.

Gold und Geschmeide!
Alle Völker bauen - trotz ihrer Unterschiede - allesamt die gleiche Ressourcen ab: Gold und Edelsteine. Nur die Methoden unterscheiden sich. Um stärkere Einheiten ausheben zukönnen, muss erstmal getecht werden. Das Haupthaus kann in drei Stufen upgegradet werden (Wo haben wir das nur schonmal gesehen?), ausserdem können bestehende Einheiten durch Upgrades verbessert werden.

Brot und Spiele
Im Singleplayer-Modus bietet »Rising Kingdoms« zu jeder der drei Rassen eine Kampagne an, die allerdings nur nacheinander gespielt werden können. Auf Cutscenes wurde leider komplett verzichtet, die Vorbereitung auf die einzelnen Missionen besteht in einem Standbild mit Sprachausgabe. Genretypisch sind die erste Missionen hauptsächlich dazu da, mit der Steuerung warm zu werden und ins Spiel zu finden.

Ersteres gelingt schnell und unkompliziert, da sich die Steuerung am Standard orientiert. Leider leidet die Atmosphäre unter den fehlenden Zwischensequenzen, hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Ausserdem sind die Missionen wenig abwechslungsreich und laufen alle nach dem gleichen Muster ab.Eine Innovation findet sich aber unter all den bekannten Features: Auf der Karte sind unabhängige Kolonien verteilt, die der Spieler erobern kann. Gelingt dies, können ab sofort Einheiten der entsprechenden Kolonie produziert werden. Darüber hinaus darf der Spieler bei jeder Eroberung zwischen zwei Boni wählen und sich über zusätzliche Ruhmpunkte freuen.

Online? Nein danke!
Der Test des Online-Parts war leider ein Totalausfall. Nicht nur, dass sich durchschnittlich nur eine zweistelige Anzahl anderer Spieler finden ließen - wir konnten nicht eine Onlinepartie starten. Nach dem Ladebildschirm gings jedes Mal zurück zum Desktop, nach mehreren erfolglosen Versuchen gaben wir entnervt auf. Nachforschungen ergaben, dass auch einige andere Spieler Opfer dieses Problems sind. Anfragen beim Publisher brachten bislang leider kein zählbares Ergebnis. Zumindest im Skirmish (Multiplayer gegen den Computer) lief das Spiel stabil, die CPU erwies sich dabei als ernstzunehmender Gegner.

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Selbst auf "normal" liefert sie erhebliche Gegenwehr und ist nur mit einiger Übung zu schlagen.

Pro&Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ guter Preis + Ehrenpunkte

Contra:
- sehr wenig Neues - unspektakuläre Grafik - Warcraft 3-Klon - Multiplayer-TotalversagenEine Innovation findet sich aber unter all den bekannten Features: Auf der Karte sind unabhängige Kolonien verteilt, die der Spieler erobern kann. Gelingt dies, können ab sofort Einheiten der entsprechenden Kolonie produziert werden. Darüber hinaus darf der Spieler bei jeder Eroberung zwischen zwei Boni wählen und sich über zusätzliche Ruhmpunkte freuen.

Online? Nein danke!
Der Test des Online-Parts war leider ein Totalausfall. Nicht nur, dass sich durchschnittlich nur eine zweistelige Anzahl anderer Spieler finden ließen - wir konnten nicht eine Onlinepartie starten. Nach dem Ladebildschirm gings jedes Mal zurück zum Desktop, nach mehreren erfolglosen Versuchen gaben wir entnervt auf. Nachforschungen ergaben, dass auch einige andere Spieler Opfer dieses Problems sind. Anfragen beim Publisher brachten bislang leider kein zählbares Ergebnis. Zumindest im Skirmish (Multiplayer gegen den Computer) lief das Spiel stabil, die CPU erwies sich dabei als ernstzunehmender Gegner.

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Selbst auf "normal" liefert sie erhebliche Gegenwehr und ist nur mit einiger Übung zu schlagen.

Pro&Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ guter Preis + Ehrenpunkte

Contra:
- sehr wenig Neues - unspektakuläre Grafik - Warcraft 3-Klon - Multiplayer-Totalversagen