Gescheitert und abgestürzt. Diesmal allerdings kein Schiff, sondern der Held selber. „Risen 2“ beginnt, wo andere Spiele aufhören: in einem tiefen Jammertal aus Selbstmitleid und Kummer, in dem der namenlose Held festhängt. Ein unzufriedener Alkoholiker, sich tagein tagaus in der Hängematte wälzend und nach Stoff geifernd. Alles andere ist unwichtig.
Handgemacht, mit viel Liebe und Hingabe – dürfte ein typisches Piranha-Bytes-Spiel werden. AusblickNeun piratenstarke Screenshots von der E3



Galerie starten: Klicke auf ein Bild (9 Bilder)Was will man auch feiern, wenn die Götter die Welt ver- und einen von Chaos zerfressenen Haufen zurücklassen? Obendrein erheben sich die Titanen, um mal so richtig Tabula rasa zu machen in der ach-so-beschaulichen Risen-Welt. Der letzte, der das versucht hatte, wurde am Ende des Vorgängers an seinen eigenen Innereien aufgeknüpft. Aber nicht, ohne mit dem Sterbensgebrüll seine urtümlichen Buddys auf den Plan zu rufen, stinksauer und gestraft mit Schuhgröße 90 – genug, um alle paar Meter himmelhohe Krater zu hinterlassen. Ach, herrje, das Ende der Welt.
Liebevoll, handgemacht und mit vielen Kleinigkeiten - die Welt von Risen 2.Nun hat es sich die Inquisition zur Aufgabe gemacht, jene Kolosse zu bekämpfen und das zu erhalten, was auf den ersten Blick aussieht wie Karibik meets Piranha Bytes. Die Rede ist von der Hafenstadt Caldera, in der unser namenloser Träumer vor sich hinvegetiert und den lieben langen Tag als saufendes Wrack verplempert. Ende der Welt und so. Kann man nichts dran ändern. Und literweise Sprit hilft beim Vergessen.
Wobei er sich verdammt gut an das erinnert, was letztlich zu den Geschehnissen von „Risen 2“ geführt hat. Auch daran, dass er am Ende des Vorgängers sein rechtes Auge von den Auswirkungen des Okulars verloren hat und sich zermürbt in die aufregende Welt des Alkoholismus stürzt. Zum ersten Mal in der Geschichte von Piranha Bytes hat der Heile-Welt-Held keine kratergroßen Löcher im Hirn. „Er ist greifbarer als Person, und wir haben ihn auch ein wenig mehr auf den Spieler zugemünzt“, erzählt Projektleiter Björn Pankratz, „das heißt, er zeigt mehr Emotionen, mehr Reaktionen dahingehend, wie der Spieler ihn gerne haben möchte“.
Eine tolle Idee, denkt man zurück an den Vorgänger, wo er selbst schwere Erschütterungen der wie Pilze aus dem Boden schießenden Tempel nicht mal mit einem Schulterzucken quittierte. Ein gefallener Inquisitionssoldat, der es irgendwann bei den Piraten viel schnuckeliger findet, aber keinerlei Selbstreflexion zulässt, das wäre schon etwas merkwürdig. Ich denke da spontan an einen Rückfall, Entzugserscheinungen, irgendwelche Auswirkungen, die ihn dazu zwingen, aus sich herauszugehen. Immerhin sieht er auf den ersten Blick uriger und markanter aus als seine Vorgänger.
Der neue, alte Held - ein ganzes Stück markanter als vorher.Mit Augenklappe, struppigen Haaren, Dreitagebart und verwegenem Blick steht er da, der Inquisitionssoldat, zu Spielbeginn losgeschickt, um in der Hafenstadt Caldera nach dem Rechten zu sehen. Seeungeheuer schneiden die Versorgungslinien in Richtung des Hafens ab, und überhaupt ist es eine Frechheit, dass dieser Kerl namens Carlos unseren Faulenzer mit einem deftigen Arschtritt aus seiner Lethargie befreit.
Carlos ist wohl der Fels in der Brandung oder so ähnlich, jemand, an den man sich hoffnungsvoll zu Spielbeginn klammern kann, ein Mentor, wie es damals der alte Haudegen Diego war. „Bei Risen bekamen wir von vielen Seiten die Kritik: Man kommt an einem Strand an, das Spiel startet, kurz danach hab ich irgendwie den Faden verloren und renne nur in der Gegend herum“, reflektiert Pankratz.
von Deep Silver, Piranha Bytes
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Diablo 3
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Warum denn dampfend? Rum ist rum und hat Umgebungstemperatur, der Autor meint mit dampfend wohl einen heißen Grog. Hier wird der Rum mit heißem Wasser gemischt.
Naja für mich ist das sogut wie ne glatze den haare kann man es nicht nennen ^^
Hast du Teil 1 gespielt? Der Held hatte keine Glatze. Du hast ihn wahrscheinlich mit dem Inquisitor verwechselt ;)
Und gerade das find ich sehr gut. Mir gehen diese interaktiven Filme mittlerweile so auf die Nerven. Da find ich es sogar sehr erfrischen und gut, wenn das hier nicht so ist.
Da müssten doch ein paar Jahrzente vergangen sein, um sich soweit zu verändern. Ist dann der Held auch soviel gealtert?