Wir befinden uns in der Zeit um 1450. In Italien, von Florenz ausgehend, breitete sich eine neue kulturelle Bewegung aus: die Renaissance. Es war die Zeit der großen Denker und Künstler. Diese Zeit brachte große Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Christoph Kolumbus, Galileo Galilei oder Kopernikus hervor, die durch ihr Wirken einen sehr großen Anteil an der Welt haben, wie wir sie heute kennen.

Rise of Venice - "Beyond the Sea" DLC TrailerEin weiteres Video

„Rise of Venice“ ist das neue Spiel der Patrizier-4- und Port-Royale-3-Macher und entführt euch in genau diese Epoche, sodass auch ihr Anteil an der Zeit des Umbruchs im östlichen Mittelmeerraum teilhaben könnt. Wie man es von den Gaming-Minds-Studios nicht anders erwarten würde, ist auch „Rise of Venice“ eine historische Handelssimulation, die auf dem schon fast perfektionierten Wirtschaftskreislauf der Entwickler beruht. Der Spielplatz erstreckt sich auf 25 Städte und eigentliches Ziel ist die Eroberung Konstantinopels, heute als Istanbul bekannt.

Wie schon in „Port Royale 3“ ist es das Ziel des Spielers, durch geschickten Handeln unter den Städten seinen Geldspeicher zu füllen. Im Gegensatz zum vorherigen Projekt der Entwickler wird hier viel Wert auf politisches Feingefühl gelegt. Ihr beginnt eure Handelskarriere als einfacher Krämer und arbeitet euch sukzessive nach oben.

Um die Ränge nach oben zu klettern, ist hier das Wohlwollen vom „Rat der 10“ erforderlich. Dieser Rat besteht aus den zehn einflussreichsten Personen des Landes und hat seine jeweiligen Anforderungen, stellt euch Aufgaben. Um euch die Mitgliederstimmen bei einem Rangaufstieg zu sichern, müsst ihr mindestens 50 Prozent Ansehen bei jedem Ratsmitglied erreicht haben.

Rise of Venice - Wieder Schiffe, wieder Handel, wieder Piraten. Aber diesmal besser.

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Ah, Venedig. Die Aussichten können sich sehen lassen.
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Dafür gibt es verschiedene Wege. Erfüllt Aufträge für sie, indem ihr beispielsweise Schulen errichtet, wenn das Ratsmitglied die Bildung des Landes vorantreiben will. Natürlich funktioniert auch das gute alte Geld als Überzeugungsmittel oder ihr nutzt das praktische „Vitamin B“, indem ihr euch in eine Familie einheiratet.

Auch euer Stammbaum kann euch nützlich sein, denn Verwandte mit entsprechenden Berufen, wie der Onkel, der zum Beispiel Kapitän ist, können mit entsprechenden Fähigkeitenboni von euch angeheuert werden. Trotz des nicht unerheblichen diplomatischen und politischen Anteils liegt das Hauptaugenmerk natürlich wieder auf dem Handel.

Packshot zu Rise of VeniceRise of VeniceErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Das kleine Handels-Einmaleins

Jede Stadt hat insgesamt 22 Bedürfnisse und unterschiedliche Waren, die sie aber nicht komplett selbst produzieren kann. Folglich müssen diese Städte die fehlenden Waren importieren. Eure Aufgabe: durch den Handel zwischen den Städten alle Bedürfnisse abzudecken. Natürlich macht ihr das nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil ihr beim Handel den größtmöglichen Profit herausschlagen wollt.

Das Wirtschaftssystem funktioniert wie bei „Port Royale 3“ nach dem Angebot-und-Nachfrage-Prinzip: je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Eure Aufgabe besteht also darin, die Bedürfnisse der Städte abzudecken, überschüssige Produktionserträge möglichst teuer zu verkaufen und euren Profit zu maximieren. Die Marktpreise für die jeweiligen Waren werden hier in Echtzeit berechnet, sodass sich bei den Mengen, die ihr kauft oder verkauft, der Preis nach der eingekauften Menge richtet.

Rise of Venice - Wieder Schiffe, wieder Handel, wieder Piraten. Aber diesmal besser.

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Wenn es hart auf hart kommt, müsst ihr euch auf hoher See verteidigen.
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Ihr ladet mit euren Handelskonvois also produzierte Waren von Stadt A und beliefert damit Stadt B, die wiederum Waren hat, die Stadt A brauchen könnte. Natürlich könnt ihr in den ersten Stunden des Spiels jedes Schiff einzeln beladen, zur nächsten Stadt schicken und dort wieder ausladen. Komfortabler ist es aber, wenn ihr für eure Schiffe einzelne Handelsrouten anlegt, die diese dann selbstständig abfahren und auf denen sie von euch zuvor festgelegte Waren kaufen oder verkaufen.

Die konsequente Verbesserung eines „Port Royale 3“, das durch leichteren Zugang auch Neulinge für sich gewinnen will.Ausblick lesen

Die jeweiligen Handelskonvois bestehen aus mehreren Schiffen. Hier habt ihr die Wahl zwischen zwölf unterschiedlichen – mal von der Fregatte abgesehen - historisch korrekten Schiffstypen. Je höher euer Rang, desto größere Schiffstypen stehen euch zur Verfügung. Die Konvois stellt ihr selbst zusammen und rüstet diese natürlich auch militärisch auf.

Nützlich und notwendig, um euch Angriffen von Piraten zu erwehren oder selbst Handelskonvois zu plündern. Für beide Szenarien wechselt das Spielgeschehen dann, wie schon aus Port Royale bekannt, in die Seeschlacht. Diese könnt ihr entweder selbst spielen oder berechnen lassen.

Zwischen Seegemetzel und dem Markusplatz

Neben den klassischen Bordkanonen stehen euch hier auch Sprengfässer oder brennende Ölspuren zur Verfügung. Cleverer ist es aber, die feindlichen Schiffe zu entern und Schiff sowie Besatzung zu übernehmen. Auch Matrosen sind zu mehr zu gebrauchen als an Bord eurer Konvois.

Sollte es zu Umweltkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Dürren oder auch Seuchen kommen und sich folglich die Einwohnerzahl eurer Städte frappierend reduzieren, können diese in den entsprechenden Städten als Arbeitskräfte für den Wiederaufbau herangezogen werden.

Optisch sieht das nautische Schlachtgemetzel in der uns gezeigten Pre-Alpha-Version ansprechend aus. Hübsche Reflexionen, authentische Strömungen, Schaumbildung an den Ufern, dichte Wälder, idyllische Städtchen mit historisch nachempfundenen Wahrzeichen wie dem Markusplatz in Venedig, all das gibt dem Spiel einen ganz eigenen, verspielten Charme, ohne anspruchs- oder gar lieblos zu wirken.

Rise of Venice - Wieder Schiffe, wieder Handel, wieder Piraten. Aber diesmal besser.

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Das liegt auch daran, dass die Städte detaillierter gestaltet wurden, da ihr jetzt von der Seekarte aus direkt erkennen „müsst“, welche Stadt was produziert und welche Gebäude besitzt. Es ist immer noch eine Wirtschaftssimulation, kein historisches Sims-3-Add-on, und für diesen Anspruch wirkt das Ergebnis schon jetzt rund.

Rund wirkt auch der Einstieg in das Spiel. Diesen haben die Entwickler deutlich erleichtert. So findet ihr nicht nur zu jedem Menüfenster im Spiel einen Info-Button, der euch alle relevanten Infos zum betreffenden Menü liefert - das Spiel erkennt auch, wenn ihr etwas Essenzielles im Spiel überseht, und macht euch dann darauf aufmerksam, sodass ungeübten Spielern vor allem zu Beginn mehr unter die Arme gegriffen wird.