Im Grunde war es schon abzusehen. Der Verkaufsstart des Xbox-zeitexklusiven Rise of the Tomb Raider verlief holprig. Sonys Senior Product Manager Chris Brown verspricht Besserung auf der PS4.

Rise of the Tomb Raider - Schwacher Start in UK, Sony-Manager glaubt an Erfolg auf PS4

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Es hat wohl keiner mehr Geld über für Rise of the Tomb Raider
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Optimismus ist immer gut, selbst angesichts eines unüberwindbaren Hindernisses. Das zeigte sich erst vor kurzem bei Microsofts Marketing Director Aaron Greenberg, der die gewagte Aussage tätigte, dass es Entwickler Crystal Dynamics' Rise of the Tomb Raider mit Bethesda Softworks' Fallout 4 aufnehmen könne. So wirklich wollte er es wahrscheinlich selbst nicht glauben, aber das darf man ja nicht offen aussprechen. Stattdessen teilte Greenberg mit, dass man das bestmögliche Zeitfenster ausgesucht habe.

"Der Knackpunkt bei Rise of the Tomb Raider lag darin, dass, wenn man um eine Woche verschiebt, duelliert man sich mit Star Wars: Battlefront. Wenn man um eine Woche vorverlegt, duelliert man sich mit Call of Duty: Black Ops 3 und wenn man um zwei Wochen vorverlegt, dann muss man gegen Halo 5: Guardians antreten [was bei Microsoft quasi einem Kannibalismus gleichkäme]. Und wenn man nach hinten verlegt, dann... na ja, dann haben die Konsumenten kein Geld mehr übrig, um das Spiel zu kaufen. Von daher gab es für uns einfach kein besseres Zeitfenster, als jenes, in dem es nicht gegen Star Wars: Battlefront oder Call of Duty: Black Ops 3 in den Ring geht," so Greenberg.

Fallout glänzt, Rise of the Tomb Raider enttäuscht

Die Realität sieht etwas anders aus. Fallout 4 kann sich nach der Startwoche über 750 Millionen Dollar Umsatz und über 12 Millionen verkaufter Exemplare freuen. Zudem gab es über 1,87 Millionen digitale Verkäufe mit einem Gesamtumsatz in Höhe von mehr als 100 Millionen Dollar - ein Wahnsinnserfolg. "Größere Läden haben uns informiert, dass ein unglaubliches Interesse an Fallout 4 herrscht und es zu den meist vorbestellten Spielen in diesem Jahr zählt", so Bethesda.

Bei Rise of the Tomb Raider waren die Verkaufszahlen dagegen geradezu enttäuschend: gerade mal knapp 63.000 Exemplare konnten im Vereinigten Königreich vom Xbox-zeitexklusiven Titel verkauft werden. Der Vorgänger konnte im selben Zeitfenster noch über 183.000 Exemplare absetzen, war aber auch nicht Plattform-gebunden.

Selbst Sonys Senior Product Manager Chris Brown fühlte sich dazu hingerissen, das traurige Ergebnis über Twitter zu kommentieren:

"Armes Tomb Raider, Die UK-Verkaufszahlen bei Rise of the Tomb Raider sind niedriger als 63.000. Und Fallout 4 hat sich auf der PS4 besser verkauft, trotz Unterstützung der Xbox One von Micrsoft."

Doch auch Brown wisse, dass weder Microsoft, noch Entwickler Crystal Dynamics etwas für die enttäuschenden Zahlen können. Das Spiel sei schlicht und ergreifend "im falschen Zeitfenster erschienen." Viel zu viele AAA-Titel würden um die Gunst der Spieler buhlen.

Wie auch schon Greenberg befürchtet hatte, sei es nun mal schwer, gegen Titel wie Fallout 4, Call of Duty: Black Ops 3 und Halo 5: Guardians anzutreten.

Hoffnung gebe es aber für Rise of the Tomb Raider - die PS4:

"Keine Sorge, Tomb Raider wird nächstes Jahr keine Probleme haben, wenn es auf der PS4 veröffentlicht wird."

Rise of the Tomb Raider ist seit letzter Woche für die Xbox One und die Xbox 360 erhältlich. Anfang 2016 erscheint es auch für den PC und Ende 2016 dann auch für PS4.

Lest auch unseren "Rise of the Tomb Raider"-Test.

Rise of the Tomb Raider ist für Xbox 360, Xbox One, seit dem 01. April 2016 für PC und seit dem 11. Oktober 2016 für PS4 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.