Mit Rise of the Tomb Raider ist Entwickler Crystal Dynamics nach dem ziemlich actionreichen Tomb Raider-Reboot von 2013 etwas zurück zu den Wurzeln der Abenteuerreihe gekehrt. Laut Creative Director Noah Hughes war dies auch bitter nötig, denn Action auf Action sei einfach nur überflüssig.

Rise of the Tomb Raider - Crystal Dynamics: Action auf Action wird schnell alt und überflüssig

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In Rise of the Tomb Raider wird wieder mehr erforscht als geballert
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Rund einen Monat nach der Veröffentlichung konnte sich Rise of the Tomb Raider weltweit rund eine halbe Million Mal verkaufen - nicht schlecht für einen Xbox-exklusiven Titel. Erst recht bei der Konkurrenz, die das Spiel hatte (Fallout 4, Halo 5: Guardians, Call of Duty: Black Ops 3). Viele wussten nicht einmal, dass es auch eine Xbox 360-Version gibt. Dennoch waren die Zahlen angesichts der starken Marke eine leichte Enttäuschung für Square Enix.

Ein vielfältiges Gameplay ist reiner Action vorzuziehen

In den letzten Jahren ist das Spielerlebnis insgesamt cinematischer geworden. Umso mehr stören nun gameplay-technische Eigenarten von Spielen, die aufgrund ihrer Natur in den meisten Fällen unvermeidbar wirken. Da wäre die Frage, wieso Jason Brody aus Far Cry 3 erst geschockt von all der Gewalt ist, nur um dann alles wie ein astreiner Schütze und ohne mit der Wimper zu zucken mit einer AK-47 alles niederzumähen.

Dasselbe konnte man auch vom Tomb Raider-Reboot von 2013 sagen. Diese teilweise eher befremdlichen Actionmomente hat Crystal Dynamics in Rise of the Tomb Raider etwas zurückgenommen, um wieder mehr von dem zu zeigen, was die Reihe einst so erfolgreich machte. Und um zu zeigen, wie Lara Croft zu der Grabräuberin wurde, die sie später sein wird.

Und was die Action betrifft: "Wenn wir euch Action auf Action böten, würde es schnell alt und überflüssig", so Creative Director Noah Hughes. "Ein Teil dessen, was wir mit unserem Design zelebrieren ist das Pacing und die Variation von Pacing. Daher fühle ich mich mit einem Charakter wie Lara und einer Reihe wie Tomb Raider gesegnet, da wir all diese unterschiedlichen Facetten von Wanderschaften, Platforming,Kampf, Rätseln und Einfallsreichtum besitzen, so dass wir euch immer etwas Neues bieten können, bevor ihr gelangweilt seid von dem, was ihr gerade macht."

Keine Uncharted-Kopie mehr

Auch wenn sich das Spiel derzeit nicht so gut verkauft wie erwartet, kann man Entwickler Crystal Dynamics zugute heißen, dass sie sich mit Rise of the Tomb Raider wieder mehr dem ursprünglichen Spielprinzip des Erforschens angenähert haben, statt wie im 2013er Tomb Raider eine reine Uncharted-Kopie zu liefern. Vielleicht war der obige Kommentar auch ein Seitenhieb auf Naughty Dogs Erfolgsreihe?

Gerüchten zufolge soll das Spiel bereits im Januar für den PC erscheinen. Bisher kommunizierter Veröffentlichungstermin war Frühjahr 2016. Die Version für die PS4 erscheint dann gegen Ende 2016. Spätestens dann dürften die Verkaufszahlen steigen.

Rise of the Tomb Raider - Mehr als Brüste – die Geschichte der Tomb-Raider-Serie

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