Rise & Fall: Civilizations at War (von Thomas Bayer)

Was war das für ein Chaos Ende letzten Jahres. Die Stainless Steel Studios, zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Jahre mit der Entwicklung von Rise & Fall beschäftigt, mussten aus Geldmangel dicht machen. Erst im Januar konnten wir Entwarnung geben für alle, die dem Titel bereits

entgegen fieberten. Publisher Midway Games nahm sich dem vielversprechenden Spiel an und verkündete, Civilizations at War im hauseigenen Studio fertig zu stellen. Auf eine missglückte Generalprobe folgt ja angeblich stets eine perfekte Premiere - wir haben für euch geklärt, ob die alte Theaterweisheit auch in der Gamesbranche Gültigkeit besitzt.

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Ich bin der Boss!
Irgendwann in der Antike: Römer, Perser, Griechen und Ägypter streiten sich im Mittelmeerraum darum, wer den Längsten hat. Säbel natürlich! Denn dem gebührt die Vormachtstellung, welche wiederum für fette Steuereinnahmen sorgt und außerdem gut fürs Ego der Herrscher ist.

Der Spieler schlüpft in der Einzelspieler-Kampagne in die Haut der Ägypter und Griechen und kann den anderen Kulturen in der Person von Alexander dem Großen (der nach der ersten Mission erstmal "Alexander der Unbarmherzige" heisst) und Kleopatra (ihr wisst schon, die Frau mit der Naaaase) kräftig in den Allerwertesten treten. Zwischen den einzelnen Missionen treiben

Rise & Fall: Civilizations at War - Römer, Perser, Griechen und Ägypter streiten sich, wer den Längsten hat.

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Zwischensequenzen die Handlung voran. Atmosphärisch gut gelungen, machen die Videos optisch nicht die beste Figur.

Altbekannt? Nein!
Wer Echtzeit-Strategicals wie Age of Empires III oder ähnliche Titel gespielt hat, wird auf den ersten Blick Vertrautes erblicken. Basis aufbauen, forschen, Einheiten ausheben und auf in die Schlacht.

Schnell wird aber klar, dass man es bei Rise & Fall nicht mit dem x-ten Age-Klon zu tun hat, sondern mit einem Spiel, das Innovation ins Genre bringt und mir erfrischenden Ideen zu glänzen weiß. Beispiel gefällig? Gerne. In keinem anderen RTS-Titel sind beispeilsweise die Seeschlachten so cool umgesetzt wie in Cizilizations at War.

Rise & Fall: Civilizations at War - Römer, Perser, Griechen und Ägypter streiten sich, wer den Längsten hat.

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Echte Entermanöver, durch die Luft segelnde Besatzungen (die Schiffe können bemannt werden!) und in ihre Einzelteile zersplitternde Schiffe sorgen für Spaß und eine zusätzliche taktische Komponente. Wer beispielweise Bogenschützen auf seine Boote packt, sollte sich tunlichst nicht entern lassen. Denn gegen Schwertkämpfer und andere Nahkampfeinheiten machen die Sehnenzupfer keine gute Figur.

Dieses Schere-Stein-Papier-Prinzip zieht sich durch das gesamte Spiel. Bogenschützen haben leichtes Spiel mit heranstürmender Kavallerie, die ihrerseits jedoch sehr effektiv gegen Fußtruppen eingesetzt werden kann. Pikeniere mit langen Lanzen machen den berittenen Einheiten wiederum das Leben schwer.

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Gegen welchen Gegner ein bestimmter Einheitentyp gut geeignet ist, und wo seine Schwächen liegen, verrät euch übrigens ein Tooltip. Langwieriges Auswendiglernen des Handbuchs entfällt somit.

Money makes the world go 'round
Wer Einheiten aushebt, bekommt nicht nur einen neuen Soldaten, sondern immer sofort eine Gruppe. Wie im Genre üblich, kosten neue Truppen eine bestimmte Menge an Ressourcen (im Falle von R&F sind das Holz und Gold).

Außerdem wollen ihre Untertanen versorgt werden, für die Kontrolle der Armeegröße sorgt das allseits bekannte Truppenlimit, das durch den Bau entsprechender Gebäude angehoben werden kann.

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Neben Holz und Gold existiert noch eine dritte Ressource: Ehre. Ehre verdienen ihr euch durch das Erforschen neuer Gebiete, erfolgreiche Kämpfe und den Bau spezieller Skulpturen. Ist genug davon vorhanden, können die Helden (beispielsweise Alexander) auf aufgelevelt oder Berater berufen werden.

Durch den Einsatz dieser klugen Köpfe bekommen ihr diverse Boni, die vom schnelleren Ressourcensammeln bis hin zu speziellen Boni für einen bestimmten Einheitentyp reichen.

RTS-RPG: Flieht, ihr Narren!
Stichwort Helden: Jedes Volk verfügt über einen - historisch korrekten - ganz besonders außergewöhnlich starken Obermotz, der stärker ist und über mehr Lebenspunkte verfügt als die normalen Einheiten.

Durch einen Level-Up werden neue Fähigkeiten frei geschaltet, nebenbei steigen auch Trefferpunkte und Ausdauer. Wirklich innovativ an den Helden ist der sogenannte Heldenmodus. Genügend Ausdauer vorausgesetzt, kann dieser jederzeit aktiviert werden.

Das Spiel wechselt dann zu einer Rollenspiel-ähnlichen Third-Person-Ansicht, in der ihr den Helden mit WASD direkt steuern könnt. Mittels der Maustaste werden leichte und schwere Angriffe ausgeführt, drei weitere Tasten geben den Truppen Befehle wie Angreifen, Folgen oder Warten. Im Laufe des Spiels sammelt der Held immer wieder neue Waffen ein, die ganz Rollenspiel-like für mehr Schaden und andere Boni sorgen.

Da der Heldenmodus Alexander und Konsorten zu wahren Kampfmaschinen macht, ist der Einsatz zeitlich limitiert. Jede Sekunde, jeder eingesteckter Treffen und jeder ausgeteilter Hieb gehen zu Lasten der Ausdauer. Ist diese erschöpft, ist Schluss mit dem fröhlichen Gegenermetzeln und wieder taktieren angesagt.

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Einige Missionen sind ausschließlich in der Third-Person-Ansicht zu lösen. Echte Strategen werden diese Aufgaben wohl eher als Pflichtübung verbuchen, zudem der Held weitestgehend unverwundbar und die Missionen wenig anspruchsvoll sind.

Baut die Mauer wieder auf!
Einen strategisch wichtigen Teil beim Basenbau stellen Mauern und Türme dar. Beide können mit eigenen Soldaten bemannt werden und anrennende Gegner bereits aus der Ferne beschießen. Da höher postierte Bogenschützen und Speerwerfer Vorteile gegenüber ihren Widersachern auf flachem Terrain haben, lohnt sich die Investition allemal.

Darüber hinaus können Mauern nur von Belagerungswaffen zerstört werden - auch 1000 Schwertkämpfer werden sich also an den steineren Bollwerken die Zähne ausbeißen.

Tolle Optik mit kleinen Macken
Grafisch präsentiert sich Rise & Fall modern und sehr opulent. Die Massenschlachten sind optisch ansprechend in Szene gesetzt, das Wasser beispielsweise ist wohl das schönste, das es je in einem RTS-Titel gab.

Die Kamera lässt sich frei drehen und zoomen, die größte Zoomstufe vermittelt dabei echtes Schlachtfeld-Flair. Hätte Kleopatra Falten, hätten wir sie bestimmt entdeckt. Leider wirken die Einheiten in der Nahansicht etwas klobig, auch die bereits angesprochenen Zwischensequenzen sind optisch kein Leckerbissen. Warum die Entwickler dabei nicht auf Ingame-Grafik zurückgegriffen haben, erscheint angesichts der grafischen Pracht des Spiels unverständlich.

Letzten Endes werdet ihr Rise & Fall allerdings ohnehin die meiste Zeit in der kleinsten Zommstufe spielen. Und in dieser Ansicht sieht das Spiel prima aus.

Fehlen da nicht zwei Völker?
Während in der Einzelspieler-Kampagne "nur" Griechen und Ägypter spielbar sind, gesellen sich bei Multiplayer-Partien auch Perser und Römer hinzu. Ob Online, im lokalen Netzwerk oder gegen den Computer (Skirmish), Rise & Fall macht in allen Modi mächtig Spaß. Spätestens, wenn der eigene Held gerade die halbe Armee des unaufmerksamen Gegner in ihre Einzelteile zerlegt hat, dürfte sich ein hämisches Grinsen auf ihr Gesicht stehlen.

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Einige Missionen sind ausschließlich in der Third-Person-Ansicht zu lösen. Echte Strategen werden diese Aufgaben wohl eher als Pflichtübung verbuchen, zudem der Held weitestgehend unverwundbar und die Missionen wenig anspruchsvoll sind.

Baut die Mauer wieder auf!
Einen strategisch wichtigen Teil beim Basenbau stellen Mauern und Türme dar. Beide können mit eigenen Soldaten bemannt werden und anrennende Gegner bereits aus der Ferne beschießen. Da höher postierte Bogenschützen und Speerwerfer Vorteile gegenüber ihren Widersachern auf flachem Terrain haben, lohnt sich die Investition allemal.

Darüber hinaus können Mauern nur von Belagerungswaffen zerstört werden - auch 1000 Schwertkämpfer werden sich also an den steineren Bollwerken die Zähne ausbeißen.

Tolle Optik mit kleinen Macken
Grafisch präsentiert sich Rise & Fall modern und sehr opulent. Die Massenschlachten sind optisch ansprechend in Szene gesetzt, das Wasser beispielsweise ist wohl das schönste, das es je in einem RTS-Titel gab.

Die Kamera lässt sich frei drehen und zoomen, die größte Zoomstufe vermittelt dabei echtes Schlachtfeld-Flair. Hätte Kleopatra Falten, hätten wir sie bestimmt entdeckt. Leider wirken die Einheiten in der Nahansicht etwas klobig, auch die bereits angesprochenen Zwischensequenzen sind optisch kein Leckerbissen. Warum die Entwickler dabei nicht auf Ingame-Grafik zurückgegriffen haben, erscheint angesichts der grafischen Pracht des Spiels unverständlich.

Letzten Endes werdet ihr Rise & Fall allerdings ohnehin die meiste Zeit in der kleinsten Zommstufe spielen. Und in dieser Ansicht sieht das Spiel prima aus.

Fehlen da nicht zwei Völker?
Während in der Einzelspieler-Kampagne "nur" Griechen und Ägypter spielbar sind, gesellen sich bei Multiplayer-Partien auch Perser und Römer hinzu. Ob Online, im lokalen Netzwerk oder gegen den Computer (Skirmish), Rise & Fall macht in allen Modi mächtig Spaß. Spätestens, wenn der eigene Held gerade die halbe Armee des unaufmerksamen Gegner in ihre Einzelteile zerlegt hat, dürfte sich ein hämisches Grinsen auf ihr Gesicht stehlen.