Nach Shower With Your Dad geht es weiter durch die feuchte Welt der Gemeinschaftsduschen. In diesem Spiel habt ihr den Platz in der Dusche bereits gefunden und es geht viel mehr ans Eingemachte: Der Mann eurer Träume braucht Hilfe mit der Seife und es ist an euch, ihm dabei zur Hand zu gehen.

Robert Yang ist inzwischen ein Name, den man kennt und von dem man ganz besondere Spielerlebnisse erwartet. Meistens sind Männer beteiligt, gerne sind sie nackt und die ungefähre Aufgabenstellung bedeutet normalerweise Interaktion mit diesen. So auch in Rinse and Repeat, wo man in einer Gemeinschaftsdusche auf einen Mann trifft, der nicht nur ziemlich gut gebaut ist, sondern auch Hilfe mit dem Einseifen braucht. Und schon startet man in eine Duschsession, die sich gewaschen hat.

Zu Beginn sieht man nur einige andere Männer, die abgewandt zu einem stehen und lieber für sich bleiben. Dann aber kommt ein weiterer Mann in die Dusche. Der mit Abstand hübscheste und offensichtlich der, auf den man gewartet hat. Nach einem kurzen Moment, in dem man den Körper des anderen bewundern kann, bittet er einen um Hilfe mit der Seife, nach und nach an immer mehr Körperstellen. Wenn ihr euch gut anstellt, gewinnt ihr damit die Zuneigung eures Duschkumpels, dargestellt durch farbige Herzen. Nach dem Duschen ist hierbei vor dem Duschen, die nächsten Treffen geben euch die Möglichkeit, eure Beziehung zueinander weiter auszubauen.

Rinse and Repeat - You can leave your... sun glasses on?

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Die Hand würde auch zu Outlast passen...
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Tatsächlich ist das eigentliche Spiel gar nicht so leicht. Wer nicht sanft und vorsichtig ist, wird von dem Sonnenbrillenträger recht schnell abserviert. Wenn man sich hingegen gut anstellt, bekommt man die nächste Körperstelle präsentiert, an der man mit der Seife helfen soll. Ist man hingegen zu hektisch, flüchtet euer Schwarm und ihr müsst auf eine neue Chance warten.

Wann man seine Sache gut macht und wann nicht, ist gar nicht so einfach festzustellen, solange euer Duschpartner es euch nicht sagt. Wenn er es sagt, ist allerdings zu spät, die Wertung ist bereits gemacht. Ich kam beim einen Arm auf 98%, beim nächsten hingegen auf keine 40% Zufriedenheit mehr und könnte nicht genau sagen, weshalb. Vielleicht war ich zu abgelenkt von den Wassertropfen oder dem Bizeps meines Duschkumpels.

Der Traummann lässt euch warten

Rinse and Repeat unterscheidet sich von gängigen Spielen dadurch, dass es gar nicht so einfach ist, überhaupt ins Spiel zu kommen. Einen ersten Duschgang bekommt ihr direkt geliefert, danach allerdings heißt es warten. Das Spiel findet in einem Fitnessclub für Männer statt und die Männer duschen natürlich nicht einfach so, sondern nur, wenn die Kurse des Tages geschafft sind. Diese Kurse werden für jeden Spieler zufällig geplant, die Termine hängen aus. Zwischen den einzelnen Events liegen in der Regel mehr als 24 Stunden und gewartet wird auf niemanden: Kommt ihr zu spät, weist euch ein entsprechendes Event darauf hin, dass ihr eure Chance vertan habt.

Ein Spiel, das sich gewaschen hat. Spaßig, gar nicht mal so leicht und gut in Szene gesetzt.Fazit lesen

Yang selbst erzählt in seinem Blog davon, wie viel Mühe er sich mit der Animation des Wassers gegeben hat, um die Männer ins beste schummrige Licht zu setzen. Tatsächlich fließt das Wasser detailverliebt am Körper des Gegenübers herab. Teils in sehr seltsamer Weise, wann immer die Animationen nicht mehr nachkommen und sich der Mann offenbar beide Arme bricht. Vermutlich vor Freude über die Hilfsbereitschaft des Spielers. Zumindest scheint ihn das nicht davon abzuhalten, das gemeinsame Duschen zu genießen. Trotzdem ist der Moment erst einmal ziemlich unerwartet und erschreckend, wenn man sich gerade auf das Spiel eingelassen hat.

Herausragend ist die Vertonung. Euer Duschkumpel ist nicht nur der einzige Kerl, der mit Sonnenbrille duscht, er ist dazu auch noch sehr, sehr redselig und lässt keinen Moment aus, um euch mitzuteilen, wie gut oder schlecht ihr euch schlagt. Schade dabei ist allerdings die fehlende Möglichkeit, sich zu unterhalten oder in irgendeiner Weise auf das zu reagieren, was man euch so alles mitteilt. Das sture Schweigen des eigenen Charakters wirkt auf Dauer einfach seltsam, wo sich die Stimmung in der Dusche mehr und mehr aufheizt.

Das Spiel hat ein Ende, das erreicht man allerdings erst nach mindestens drei realen Tagen. Bis dahin heißt es vor allem warten und auf die nächste Gelegenheit lauern, zu der man seinen Schwarm wieder sieht und dieses Mal vielleicht auch dieses letzte Herz bekommen kann.

Und zumindest dieses Warten und darauf hoffen, dass man den richtigen Moment abpasst, kennt vermutlich jeder von uns, womit das Spiel der Realität ziemlich nahe kommt. Nur mein Ehrgeiz stand mir dabei doch im Weg, weil ich eigentlich gerne weiter gespielt hätte, um zu sehen, was das Spiel zu bieten hat.