RimWorld gehört zu jenen Indie-Spielen, die überraschend quasi über Nacht in den Steam-Charts von Null auf Hundert schossen. Kurz nach Release konnte es mit zahlreichen positiven Reviews glänzen und weil diese Konstruktions-und-Management-Simulation ziemlich komplex ist, wollen wir euch mit einigen Tipps und Tricks in diesem Einsteiger-Guide den Spielstart ein wenig erleichtern.

Ein bisschen Sci-Fi, eine Prise Wild Wild West und ein Hauch Aufbauspiel, so in Etwa könnte RimWorld beschrieben werden. Ihr werdet von einer intelligenten Storyteller-KI durch das Spiel begleitet und müsst eure Kolonisten quasi von oben steuern. Dabei wird es nie langweilig und Gefahren lauern an jeder Ecke. Entweder sorgt ein schreckliches Gewitter für Chaos oder die Kolonisten werden von Ureinwohnern angegriffen. Fakt ist, ihr müsst erst einmal ganz unten anfangen, das bedeutet Bäume fällen, Häuser bauen, eine Zivilisation aufbauen. Unsere Tipps und Tricks helfen euch dabei, bei RimWorld einen guten Start hinzulegen.

RimWorld - Tipps und Tricks zum Start in das Sci-Fi-Game

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Bei RimWorld müsst ihr euch um eine Kolonie samt Einwohnern kümmern. Mit unseren Tipps startet ihr gut durch.
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RimWorld Tipps und Tricks - Der große Anfang: Lebensraum, Charaktere und Geschichtenerzähler wählen

Wo wollt ihr zukünftig leben? Ihr habt die Wahl, wo eure Rettungskapsel auf dem fremden Planeten landen soll:

  • Tundra
  • Wüste
  • Laubwald
  • Regenwald

Jeder Lebensraum, jedes Biom, besitzt natürlich Vor- und Nachteile, wenn ihr dort leben möchtet. Da wären Tiere und Pflanzen sowie andere Rohstoffe, die zum Überleben wichtig sind. Am sichersten fahrt ihr, wenn ihr den Laubwald wählt. Hier erwarten euch gemäßigte Temperaturen und ihr findet sehr viel Holz sowie Metalle in den Bergen, die euch beim Bauen sehr nützlich sein werden. Weder große Hitzewellen, noch eisige Kälte samt eingefrorenen Böden lauern hier auf euch. Über den Sommer könnt ihr Lebensmittel anbauen und kommt so zu reichlich Nahrung, um auch den Winter zu überstehen. Zudem besitzt der Laubwald viel flache Fläche, auf der ihr super bauen könnt.

Möchtet ihr aber gleich zu Beginn eine Herausforderung, dann solltet ihr die Tundra wählen, die Eis- und Kältesteppe, in der es kaum Bäume gibt und frostige Böden, auf denen nur Moose, Gräser und Flechten wachsen. Durch die extremen klimatischen Bedingungen herrschen hier beinahe lebensfeindliche Umweltmodalitäten und deshalb auch eine sehr geringe Artenvielfalt.

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Welches Biom wählt ihr bei RimWorld? Unsere Tipps raten euch, den Laubwald zu nehmen.
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Lasst den Zufall entscheiden – Tipps zu Charakteren

Zunächst gibt es nur 3 Kolonisten, die mit euch in der sicheren Kapsel hocken und zufällig ausgesucht wurden. Ihr solltet euch in jedem Fall die Charaktere, Eigenschaften und Fähigkeiten dieser Kolonisten anschauen.

Spielt ihr RimWorld zum ersten Mal? Dann solltet ihr nicht allzu viel Zeit mit den Charakteren verschwenden. Schaut einfach, wie weit ihr kommt. Ihr könnt immer noch einen Neustart machen und dann vielleicht eine bessere Zusammenstellung der Kolonisten erreichen. Neben dem Namen des Kolonisten könnt ihr dann auf „Zufällig“ klicken und ein neuer Mix wird erstellt.

Bei der Charaktererstellung solltet ihr im Allgemeinen darauf achten, besondere Kolonisten mit an Bord zu haben. Ihre Fähigkeiten sollten gut ausgebaut sein und mindestens einer der drei Charaktere sollte für Bereiche wie das Kochen, Konstruktion, Landwirtschaft oder Bergbau eine gewisse Leidenschaft entwickeln. Zudem zählen zu den wichtigen Eigenschaften:

  • Forschung
  • Handwerk
  • Tiere
  • Sozialverhalten

Adlige neigen dazu, sich kaum körperlich zu betätigen. Ideal wäre es auch, wenn alle drei Start-Charaktere Kampf-Erfahrung haben, da ihr sicherlich mit Angriffen etwa von Piraten oder Ureinwohnern rechnen müsst.

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Jeder Charakter bei RimWorld hat verschiedene Eigenschaften. Sie sind wichtig im Kampf ums Überleben.
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Wählt ihr Biss oder Sanftmut? Tipps zu den Geschichtenerzählern bei RimWorld

Ganz zu Beginn müsst ihr euren Geschichtenerzähler, eine künstliche Intelligenz, wählen. Drei stehen euch dafür zur Auswahl:

GeschichtenerzählerEigenschaften
Cassandra KlassikCassandra ist für Einsteiger eine gute Wahl. Von Event zu Event steigert sie in der Regel langsam den Schwierigkeitsgrad. Das ist gut, denn so könnt ihr in Ruhe das Spiel kennenlernen und euch auch auf andere Dinge konzentrieren. Wie alle Geschichtenerzähler lässt sie Atempausen zwischen den Events, bei ihr sind diese unterschiedlich lang.
Phoebe ChilloutDie von der Community gern als „Friendly Phoebe“ bezeichnete Geschichtenerzählerin füllt die Lücken zwischen ihren Events gern mit längeren Atempausen. Auch hier sind die Events vom Schwierigkeitsgrad her ansteigend gelegt und überhaupt sind die Storys zu Beginn eher kurz, also weniger stressig. Trotzdem kann sie eurer Kolonie durchaus Schaden zufügen. Wenn ihr lieber baut, anstatt in den Kampf zu ziehen, dann solltet ihr Phoebe als Storyteller auswählen.
Reiner ZufallWas für ein witziger Name. Reiner Zufall ist der schwerste Geschichtenerzähler, den ihr wählen könnt. So wie sein Name ist, sind auch die Events, die keinen Regeln folgen, sondern rein zufällig ablaufen. Wann auch immer ein Event beginnt, so kann es entweder simpel sein oder sich als ein schwieriges Event entpuppen. Mit Reiner erlebt ihr ein etwas unkonventionelles Gameplay. Ihr liebt die Herausforderung? Dann wählt Reiner Zufall.

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Reiner Zufall ist der schwierigste Geschichtenerzähler bei RimWorld. Ein Tipp: Spielt ihr zum ersten Mal, dann wählt einen der beiden anderen Kandidaten.
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RimWorld – Tipps und Tricks zu ersten Schritten

  • Grundbedürfnis: Am Anfang sind erst einmal nur zwei Punkte wichtig und zwar Nahrung und eine sichere Unterkunft.
  • Bettgeflüster: Baut also möglichst schnell eine sichere Behausung und platziert darin Betten, um euren Kolonisten Zeit zur Rekreation (Erholung) zu bieten. Betten sorgen nämlich dafür, dass sich die Schlafanzeige wesentlich schneller wieder füllt.
  • Eigene Zimmer: Mit der Zeit hegen eure Kolonisten den Wunsch, jeweils ein eigenes Zimmer zu besitzen, darum solltet ihr das bereits bei eurer Raumplanung während des Baus einplanen. Der Raum sollte dann etwa 2x2 groß sein, damit hier ein Bett reinpasst und sie zusätzlich auch noch einer Aktivität nachgehen können.
  • Türen und Wände: Wenn ihr auf „Architekt“ und „Strukturen“ klickt, dann könnt ihr Wände und Türen bauen oder besser gesagt, eure Kolonisten. Das machen sie nämlich, sobald die das richtige Material dazu haben. Dafür solltet ihr in der Umgebung Stahl auftreiben, wenn ihr dies dann freigebt, dann werden die Einwohner es auch verbauen.
  • Berge: Wenn ihr in der Nähe von Bergen baut bzw. an bergen, dann könnt ihr Ressourcen sparen, weil ihr weniger Wände benötigt.
  • Lager: Plant unbedingt auch einen Raum ein, der als Lager dient. Dort könnt ihr dann alle Materialien verwalten und aufbewahren.
  • Unter Dach und Fach: Natürlich sollten eure Gebäude auch immer ein Dach haben. So sind eure Gegenstände vor der Witterung geschützt und auch die Nahrung verdirbt dann nicht so schnell.
  • Küche: Um die Nahrung noch besser verarbeiten und länger aufbewahren zu können, solltet ihr auch eine Küche bauen und einen Kühlschrank dort platzieren. An einem Herd können die Kolonisten dann auch das erlegte Fleisch anbraten.
  • Gefängnis: Sicher ist sicher – ein Gefängnis sollte auch auf eurem Plan stehen, falls ihr mal einen Gefangenen haben solltet. Zudem sollte hier auch ein Bett aufgestellt werden.
  • Essensportionen: Nach etwa 5 Tagen müsst ihr euch vermutlich darum kümmern, Nahrung aufzutreiben, da die ersten Portionen, die ihr so in der näheren Umgebung findet, nicht lange ausreichen.
  • Waffen: Wenn einer eurer Einwohner auf die Jagd gehen soll, dann braucht er natürlich auch eine Waffe. Der Jäger sollte kein Nahkämpfer sein, weil sich Tiere wehren und angreifen, wenn sie verletzt werden.
  • Schlachttisch: Ja, auch diesen braucht ihr, wenn ihr Tiere ausnehmen wollt, um sie als Nahrung zu gebrauchen.
  • Sicherheit for the win: Sicherheit spielt auch eine große Rolle, vor allem, wenn ihr schon einige Tage in eurer Kolonie lebt. Verwendet also Sandsäcke und platziert diese im Idealfall in der Form eines „U“ um eure Behausung herum auf. Sandsäcke schirmen nämlich Kugeln ab.
  • Geschütztürme: Ihr könnt auch Geschütztürme errichten. Diese explodieren aber, wenn sie nur noch wenig Gesundheitspunkte haben. Dabei können Kolonisten verletzt werden oder sogar sterben, wenn sie sich in so einem Moment in der Nähe aufhalten.

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Einer unserer Tipps ist es, die Sandsäcke in U-Form zu platzieren, so bieten sie den besten Schutz.
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Allgemeine Tipps und Tricks zu RimWorld

Hier haben wir noch ein paar ganz allgemeine Tipps zu RimWorld für euch, die euch helfen, eure Kolonie am Leben zu halten:

  • Ihr solltet euch diverse Merkmale eurer Charaktere im Spiel merken und ihnen am besten Namen geben, denn so könnt ihr besser erkennen, welche Kolonisten in welchen Arbeitsbereichen eingeteilt sind.
  • Wichtig beim Verteilen der Aufgaben ist nicht nur das Level der Fähigkeiten, die ein Kolonist besitzt, sondern auch der Grad an Ehrgeiz, den derjenige dafür aufbringt. Bringen Kolonisten nämlich Ehrgeiz für ihre zugewiesene Aufgabe mit und sind daran interessiert, dann lernen sie diese auch wesentlich schneller.
  • Über die Reiter im Bereich Arbeit könnt ihr manuell bestimmen, wer mit welcher Aufgabe betraut werden soll. Nutzt die Reiter also, um effizienter mit eurer Kolonie umzugehen.
  • Ihr könnt die Bedürfnisse eurer Kolonisten kontrollieren. Klickt dafür auf den jeweiligen Charakter. Hier seht ihr, ob der Kolonist glücklich ist oder nicht. Umso glücklicher eure Bewohner sind, umso effektiver können sie arbeiten. Um eure Kolonisten glücklich zu machen, brauchen sie vorerst ein eigenes Zimmer sowie einen Tisch, etwas zu Essen und weitere Vergnügen, wie eine Aktivität.
  • Ihr solltet unbedingt Baumwolle anbauen, nur damit könnt ihr Kleidung herstellen.
  • Außerdem ist Healroot wichtig, da ihr damit Medizin erzeugen könnt.
  • Ihr solltet auf gar keinen Fall vergessen, einen Kühlschrank aufzustellen, selbst wenn er Energie verbraucht. Hier drinnen bleibt eure Nahrung länger haltbar. Dabei solltet im blauen Quadrat des Raums die Nahrung sein und der rote Bereich sollte sich außerhalb befinden.
  • Ihr braucht ein Gefängnis. Craftet dafür einen Raum, der eine Tür besitzt. In diesem Raum sollte es ein Bett geben. Wenn ihr auf das Bett klickt, dann könnt ihr es für Gefangene reservieren. Habt ihr jemanden gefangen genommen, dann können übrigens all eure Kolonisten mit dem Gefangenen sprechen – so besteht die Möglichkeit, dass er sich ändert, gut wird und sich eurer Kolonie anschließt.
  • Findet ihr ein Gebäude, vor dem ein Schild mit der Aufschrift „Ancient Danger“ steht, dann solltet ihr gewarnt sein. Hier könnten nämlich gefährliche Dinge lauern, die euren Kolonisten möglicherweise Schaden zufügen.

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Auch Phoebe gehört zu den Geschichtenerzählern beim RimWorld. Mit ihr bekommt ihr nicht so viele schwierige Events.
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