Rifts: Promise of Power (N-Gage Review)
von Anja Rudlaff

Das P&P-Rollenspiel Rifts aus den 90gern des letzten Jahrhunderts hält Einzug auf das Multitalent N-Gage. Hier werden uns ca. 40 Stunden Flucht aus dem grauen Alltag der Zivilisation in die Tiefen der Fantasy-Welten versprochen.

Das Werkzeug der Vergeltung
Das Rollenplayer-Game Rifts - Promise of Power ist in einer Welt jenseits der menschlichen Zivilisation angesiedelt. Durch Zeit- bzw. Dimensionstore sind Alienvölker auf die Erde gekommen und haben in zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen fast die gesamte Menschheit ausgerottet. Nur ein kleines Dorf in Gallien - oder so ähnlich - hält sich wacker. Spaß beiseite. Regierungen und alle uns vertrauten Zivilisationsformen sind dem absoluten Chaos gewichen. Natürlich muss zu Guter Letzt doch noch ein Held oder eine Heldin her, um dem namenlosen Grauen Einhalt zu gebieten. Da treten unsere munteren Recken auf den Plan!

We walk the line
Bevor Ihr Euch ins Getümmel stürzen dürft, habt Ihr erstmal die Möglichkeit, Euren ultimativen Weltenretter zu erschaffen. Da sind schwerwiegende Entscheidungen zu treffen, z.B. welche Art Begabung Euren Charakter die Lösung der kommenden Prüfungen erleichtern soll.

Da wären z.B. die bewährten Söldner, die mental begabten Psychics oder Magier, die mit den passenden Zaubersprüchen zur Stelle sind. Für jeden der aufgeführten Typen stehen wiederum mehrere Persönlichkeiten zur Auswahl: Battle Magus, der sich sowohl zum Söldner als auch zum Magier eignet, oder Glitter Boy.

Für psychische Fähigkeiten stehen Mind Melter, Mystic oder auch Burster zur Auswahl. Dann stehen da noch Super Trooper - nein nicht aus Schweden -, Cyborg, Headhunter, Linewalker, Juicer und andere zur Disposition. Natürlich müsst Ihr Eurem Helden noch physische und mentale Talente zuordnen. Dazu werden Punkte verteilt; Ihr könnt das aber auch der KI überlassen. Noch ein paar knackige Zaubersprüche ausgewählt und einen wohlklingenden Namen, und schon könnt Ihr Euch ins Abenteuerland stürzen.
Natürlich beginnt die Story im Land der Tellerwäscher und Millionäre - keiner weiß, ob es die noch gibt. Zuerst hat man es sowieso erstmal mit einem ehemaligen Häftling zu tun, der schon bald das Zeitliche segnet. Spätestens dann sollte man sein Kommunikationstalent entdeckt haben und alles und jeden anquatschen, um Dinge zu erfahren oder kleine Nebenaufgaben zu bekommen.

So viel Interesse an seinen Mitmenschen wird belohnt; eine Hand wäscht die andere, und ein nicht ganz uneigennütziger Mensch Euer Gesicht. So arbeitet man sich erst einmal durch Lazlo und Chi-Town, Tolkeen und Free Quebec. Da es viele Städte ja nicht mehr gibt, werdet Ihr hier am schnellsten auf andere Lebewesen und Aufgaben stoßen. Außerdem solltet Ihr öfters mal bei hochgeistigen Gesprächen in Gasthöfen Lebensenergie auftanken und in Läden vorbeischauen.

Rifts: Promise of Power - Weltenretter aufgepasst! Das Rollenspiel Highlight für den Nokia N-Gage ist da!

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Dort gibt es auch immer interessante Dinge zu kaufen, die einem nützlich sein können, wie z.B. Medi-Kits, Waffen und Rüstungen. Durch einen simplen Druck der Taste 5 könnt Ihr Euch ausrüsten. Bestimmte Dinge können nur repariert werden. Wer Auto fährt weiß, dass dies nicht immer billig ist. So muss man eventuell erstmal anteilig reparieren lassen. Zurechtfinden könnt Ihr Euch auf Stadt-, Sektoren- und Weltkarten. Denn nach Nordamerika werden Euch Eure Wege auch in die "alte Welt" führen: die Neue Deutsche Republik ist relativ verschont geblieben und hat kaum Außerirdische zu Gesicht bekommen. In Schottland wimmelt es natürlich von magischen Wesen aus uralter Zeit, wie sollte es auch anders sein.In China tobt das absolute Chaos: außer im technisch hochentwickelten Geofront City ist der Rest der Region fest in der Hand von Dämonen, Drachen, den allseits anwesenden Aliens und den Yama Kings, die hier gottgleich die Macht an sich gerissen haben. Es gibt also jede Menge aufzuräumen. Gekämpft wird rundenbasiert, ähnlich wie bei Pathway to Glory, d.h. ranschleichen, draufhauen und sich schnell wieder zurückziehen. Also müsst Ihr nicht zu übermütig mit Euren Bewegungspunkten umgehen.

Der Rückzug sollte gesichert sein. Sonst gibt´s was auf den Helm! Zum digitalen Durchbeuteln könnt Ihr sowohl Zaubersprüche, mentale Tricks, oder ganz klassisch Nah- oder Weitkampfwaffen einsetzen. Granaten stehen auch im Angebot, vorausgesetzt Ihr schleppt sie mit Euch herum. Euer virtueller Rucksack ist natürlich räumlich begrenzt, und einen runden Buckel wollt Ihr Euch ja auch nicht schleppen. Also sammelt die Beute mit Bedacht. Wenn Ihr Schläge einstecken musstet, schlägt sich das auf Körper und Gemüt nieder, wie im richtigen Leben, gell!Hauptsache Ihr mutiert nicht zum Berserker. Das ist noch keinem gut bekommen. Ach, so, Fliehen ist natürlich nur was für Weicheier und hat auch Konsequenzen; also bitte nur, wenn es gar nicht anders geht. Damit Ihr bei all den guten Taten nicht durcheinander kommt, gibt es praktischerweise ein Tagebuch, in dem alles akribisch notiert wird.

Packshot zu Rifts: Promise of PowerRifts: Promise of PowerErschienen für N-Gage kaufen: Jetzt kaufen:

Natürlich wird auch ein Multiplayer-Modus angeboten. Bis zu vier Humanoide können jeweils vier digitale Draufgänger agieren lassen. Ihr habt die Wahl: Im Battle Royal spielt Eure Horde gegen alle anderen. Jeder-gegen-Jeden oder Team-Kämpfe bieten viel Ruhm und Ehr. Es gibt Überlebenskämpfe, Standort verteidigen oder Flaggenklau, und alles über Bluetooth. Mit ein bisschen Geduld werdet Ihr über den gegnerischen Zug informiert und könnt die nächste Runde starten.Das Rundherum-Glücklich-Paket
Mit einer gelungenen Mischung aus liebevoll gestalteten 2D-Figuren mit Cel-Shading in einer dreidimensionalen detaillierten Landschaft macht die grafische Seite von Rifts einen hervorragenden Eindruck. Um sich einen eindrucksvollen Blick in eben diese zu gönnen, kann man zwischen vier Kameraperspektiven wählen; es entstehen also keine nicht einsehbaren Ecken wie in PtG.

Diese dichte Atmosphäre wird durch eine abwechslungsreiche themenbezogene musikalische Untermalung unaufdringlich gestützt. An den Geräuschen lässt sich auch nichts aussetzen. Die Unterhaltungen werden leider nur vom Screen abgelesen. Die Menüführung ist sehr umfangreich, aber nicht unlogisch. Nach ein bisschen Eingewöhnungszeit kommt man auch hier ohne größere Probleme zurecht. Die zahlreichen Tasten des N-Gage ermöglichen eine sinnvolle Aufteilung der vielen Spieloptionen, die ein RPG-Spiel erfordert.

Gelaufen wird mit dem Steuerkreuz, Aktionstaste ist die 5, Charakter wechseln mit 8, Kamera/Blickrichtung drehen mit 2 und 3, Übersichtskarte 9, Informationstaste 0 und Pausenaktivierung. Über die Taste 7 kann man zur vorigen Aktion zurückkehren.Das Rundherum-Glücklich-Paket
Mit einer gelungenen Mischung aus liebevoll gestalteten 2D-Figuren mit Cel-Shading in einer dreidimensionalen detaillierten Landschaft macht die grafische Seite von Rifts einen hervorragenden Eindruck. Um sich einen eindrucksvollen Blick in eben diese zu gönnen, kann man zwischen vier Kameraperspektiven wählen; es entstehen also keine nicht einsehbaren Ecken wie in PtG.

Diese dichte Atmosphäre wird durch eine abwechslungsreiche themenbezogene musikalische Untermalung unaufdringlich gestützt. An den Geräuschen lässt sich auch nichts aussetzen. Die Unterhaltungen werden leider nur vom Screen abgelesen. Die Menüführung ist sehr umfangreich, aber nicht unlogisch. Nach ein bisschen Eingewöhnungszeit kommt man auch hier ohne größere Probleme zurecht. Die zahlreichen Tasten des N-Gage ermöglichen eine sinnvolle Aufteilung der vielen Spieloptionen, die ein RPG-Spiel erfordert.

Gelaufen wird mit dem Steuerkreuz, Aktionstaste ist die 5, Charakter wechseln mit 8, Kamera/Blickrichtung drehen mit 2 und 3, Übersichtskarte 9, Informationstaste 0 und Pausenaktivierung. Über die Taste 7 kann man zur vorigen Aktion zurückkehren.