Es gab Zeiten, da genügten vier Reifen und eine Straße, um Rennspielfreunde glücklich zu machen. Das waren die gleichen Zeiten, in denen Shooterspieler mit einer Knarre und ein paar anstürmenden Aliens zufrieden waren.

Heute stürmen die Aliens nach wie vor und die Reifen quietschen auf dem Asphalt, doch außenrum muss es krachen, explodieren, hageln… Die Ridge-Racer-Serie fährt mit dem neuesten Teil von der Autobahn ab und nimmt den direkten Weg auf die Achterbahn.

Ridge Racer Unbounded - Erste EinblickeEin weiteres Video

Ritschratsch Ridge Racer - der Mief ist ab

Wo zwischen all dem Lärm eigentlich das gute, alte Ridge Racer versteckt sei, fragte sich jeder unwillkürlich, als Publisher Namco Bandai eine sehr frühe Version des Spiels auf der eigenen Hausmesse Level-up in Dubai vorstellte. Illegale Straßenrennen, Zerstörung am laufenden Kilometer, einstürzende Neubauten, das klingt mehr nach Split/Second: Velocity und Need for Speed: Underground als nach japanischem Arcade-Klassiker.

Ridge Racer Unbounded - Das ist neu, das ist neu, Hurra, hurra, die Straße brennt

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Illegale Straßenrennen durch Shatter Bay: Das ist das neue Ridge Racer.
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Kein Wunder, zeichnen doch für die neueste Inkarnation die finnischen Entwickler von Bugbear verantwortlich, die es bereits mit der Flatout-Serie spektakulär krachen ließen. Beschwichtigend winken sie in Richtung zerknautschter Fans umgehend ein: Unbounded solle kein Nachfolger im eigentlichen Sinne werden, sondern ein Ableger, der sich mit dem Traditionsnamen lediglich die Lackierung verleiht – die Karosserie darunter ist komplett neu gestanzt.

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Unbounded orientiert sich an irrwitzigen Racern wie Split/Second und Blur.
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Als Passform hierfür diente offensichtlich das tiefer gelegte Fahrgestell eines Blur oder Split/Second. Heißt: Durch Drifts, Sprünge und Kollateralschäden tanken wir einen Energiebalken auf, um ihn dann in spektakulären Aktionen zu entladen. Im Gegensatz zu Split/Second geschieht dies nicht per Knopfdruck, sondern ergibt sich aus der Spielsituation heraus.

Wer sich an die irrwitzige Szene aus „Lethal Weapon 4“ erinnert, in der Mel Gibson und Danny Glover während einer Verfolgungsjagd mal eben die Abkürzung vom Highway in ein Bürogebäude nehmen, hat eine gute Vorstellung von dem überdrehten Unbounded-Spaß. Runter von der Straße, rein in ein Einkaufszentrum, die Rolltreppe hoch, Sprung durch Fenster und zurück auf den Asphalt. Yeeha!

Bis zum Brückenpfeiler und noch viel weiter

Brückenpfeiler stehen ebenfalls nicht als sinnbildliche Spaßbremse im Weg, sondern bersten beim Zusammenstoß und können dabei schon mal die komplette Brücke zum Einsturz bringen. Zerstörbare Welt – solche Schlagwörter wurden bislang nur in Shootern gehandelt. Auch das Schadensmodell der Fahrzeuge wird im Übrigen komplett physikalisch berechnet – vorgefertigte Dellen und Blechschäden wird es nicht geben.

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Größte Gemeinsamkeit mit den Vorgängern: Es geht auch um Autos.
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Die Hintergrundgeschichte des neuen Ridge Racer dreht sich um die titelgebende Straßengang Unbounded, die illegale Rennen in der fiktiven Metropole Shatter Bay abhält – viel mehr ist bislang nicht bekannt, und ehrlich gesagt: viel mehr erwarten wir auch nicht.

Interessant ist eher, wie sich Bugbear der Thematik HUD annimmt: Statt den Bildschirm mit hässlichen Anzeigefenstern zuzukleistern, erscheinen wichtige Informationen wie die Rundenzahl oder der Punktestand als eine Art Leuchtreklame mitten in der Spielwelt: Wer die Anfangssequenz des Kinofilms „Panic Room“ im Kopf oder „Splinter Cell: Conviction“ gespielt hat, weiß, was gemeint ist.

Lass krachen! Mit Unbounded nimmt die Ridge-Racer-Serie die Abkürzung von der Autobahn direkt auf die Achterbahn.Ausblick lesen

Schicke Idee, allerdings fragen wir uns, ob Anzeigeinfos dergestalt nicht zu viel Aufmerksamkeit vom Renngeschehen abziehen oder Hardcore-Spielern, die jederzeit über den aktuellen Stand informiert sein wollen, nicht zu dürftig sein könnten. Auch darüber grüble man nach, teilen die Entwickler unsere Bedenken. Optional werde man daher vermutlich auch die klassische Variante wählen können, „direkt am Heck des Fahrzeugs eingeblendet“, oder so.