Sobald eine neue Sony-Konsole das Licht der Welt erblickt, darf das passende Ridge Racer natürlich nicht fehlen. Doch auch Microsofts Xbox 360 bekam mit Ridge Racer 6 ein arcadelastiges Driftrennspiel spendiert. Welche Vorzüge Teil 7 aufzuweisen hat und was euch der umfangreiche Onlinemodus bietet, erfahrt ihr im Test…

Die Ridge Racer-Serie steht seit Jahren für unkomplizierten Arcade-Rennspaß auf technisch höchstem Niveau. Nahezu jede Plattform wird durch den jeweiligen Ridge Racer-Teil technisch an ihre Grenzen gebracht. Ridge Racer 6 für Xbox 360 und der für die PSP erschienene Teil stellten dies erneut eindrucksvoll unter Beweis.

Strecken-Recycling
Umso gespannter war die Community auf das angekündigte Rennspiel für die brandneue und technisch so potente Playstation 3. Statt dem Titel durch aufwendige Strecken richtig Feuer unter der Haube zu machen, wurden jedoch leider die meisten aller Strecken von Ridge Racer 6 recycelt. Lediglich sechs Kurse wurden neu gestaltet und zeigen ansatzweise, zu welcher Grafikpracht die PS3 in der Lage ist.

Ridge Racer 7 - Noch ein Rennspiel für die PS3: Fährt Ridge Racer allen anderen davon?

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Die Dschungellandschaften der neuen Strecken sind sehr imposant.
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Während die schicken Fahrzeuge, die allesamt der Fantasie der Entwickler entspringen, sehr detailliert sind und spektakuläre Reflexionen aufweisen, hätte man sich am Streckenrand hier und da mehr Details gewünscht. Bei voller HD-Auflösung werden zudem einige grobe Texturen und Oberflächen enttarnt, die nicht so ganz in das Gesamtbild passen. So fallen beispielsweise Wasseroberflächen auf, deren Struktur ein wenig lieblos erscheint.

Positiv fallen dagegen die meisten der sechs neuen Strecken auf, bei denen ihr dichte Dschungelgebiete durchquert oder geheimnisvolle Höhlen bestaunt. Trotz der genannten Mängel sind auch die bekannten Strecken, die sich vor Allem durch viel Abwechslung auszeichnen, keinesfalls schlecht. Von Gebirgsketten und anderen Landschaftsgebieten über Großstädte bis hin zu Flughäfen hinterlasst ihr überall eure Spuren, wo Kurven darauf warten per Drift bewältigt zu werden.

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Driften was das Zeug hält
Beim Gameplay hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nämlich recht wenig getan. Die typische Besonderheit liegt nach wie vor darin, nahezu jeder Kurve mit einem spektakulären Drift zu trotzen. Sobald ihr eine Kurve anfahrt, könnt ihr kurz vom Gas gehen und schon liegt euer Gefährt nahezu quer im Rund. Mit ein wenig Übung könnt ihr nun kontrolliert gegenlenken und den Boliden absolut exakt durch die Kurve zirkeln. Erst wenn ihr so weit gegenlenkt, dass euer Fahrzeug wieder gerade auf der Strecke steht, ist der spektakuläre Drift beendet. Solche Manöver lassen sich sogar bei spitzen Haarnadelkurven und hohen Geschwindigkeiten ausführen

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In den Kurven stehen die Boliden quer und das Gummi bleibt auf der Straße!
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Damit das Driften noch mehr Spaß macht, wird es mit dem ultimativen Geschwindigkeitsschub belohnt. Je enger die Kurve und je höher das Tempo bei einem Drift ist, desto schneller füllt sich eure Nitroleiste. Diese Leiste ist in drei Bereiche unterteilt. Per rechter Schultertaste löst ihr einen normalen Nitroschub aus, die linke Schulteraste pumpt die doppelte Ladung in die Verbrennungskammern, während ihr mit beiden Tasten gleichzeitig und drei zuvor gefüllten Nitrofeldern den ultimativen Vorwärtsschub erlebt.

Ebenfalls interessant ist das Windschattenfeature. Je näher ihr einem Kontrahenten auf den Blechpelz rückt, desto mehr profitiert ihr von seinem Windschatten, der euch weniger Luftwiderstand beschert. Dies äußert sich durch höhere Geschwindigkeiten, mit denen ihr euch geradezu an die vorausfahrenden Fahrzeuge ansaugen könnt. Neben dem niedrigen Luftwiderstand kommt euch auch die Gummiband-KI entgegen, die das Fahrerfeld eng zusammen hält. Schade ist, dass die KI-Fahrer nahezu übernatürlich souverän agieren und fast nie von der Ideallinie abweichen.

Around the world
Einzelspieler freuen sich über einen interessanten Spielmodus, bei dem man die ganze Welt zwecks Einzelwettbewerben, Sponsorenrennen und Meisterschaften bereist. Auf diese Weise qualifiziert ihr euch nach und nach für schnellere Rennklassen und neue Streckenvarianten. Zudem könnt ihr neue Fahrzeuge kaufen oder gewinnen. Interessant ist auch die Möglichkeit, die futuristisch anmutenden Sportboliden mit Anbauteilen und Performancetuning zu optimieren. Neben gewöhnlichen Rennen müsst ihr auch an Aufholjagden teilnehmen oder ein Rennen innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters absolvieren.

Das Herzstück von Ridge Racer 7 ist diesmal allerdings der exzellent integrierte Onlinemodus. So könnt ihr auf allen Strecken die Rekordzeiten von Spielern auf der ganzen Welt einsehen. Doch damit nicht genug - wer mag lädt sich die gewünschte Zeit in Form eines Ghost Cars vom Server herunter und tritt im direkten Duell gegen die als transparenter Gegner repräsentierte Vorgabe an. Dies ist zum einen extrem motivierend und gibt zum anderen Hinweise darauf, an welchen Passagen ihr wertvolle Sekunden einbüßt.

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Sämtliche Fahrzeuge entspringen der Fantasie der Entwickler.
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Damit ihr nicht die Übersicht verliert, lässt sich die Darstellung der Rennzeiten beispielsweise auch auf die Mitglieder eurer Freundesliste begrenzen. Wer also über viele Freunde samt PS3 und Ridge Racer 7 verfügt, der behält auf diese Weise stets den Überblick darüber, wer die schnellsten Zeiten auf den Asphalt legt. Ergänzend dazu sind natürlich auch konventionelle Rennen gegen Onlinekontrahenten möglich, bei denen ihr unmittelbar auf der Strecke um jeden Meter kämpft.