Restricted Area (PC-Test)
(von Andreas Spies)

Schreckliche Monster, sagenumwobene Mythen und großartige Helden: Das ist der Stoff, aus dem die meisten Rollenspiele unserer Zeit bestehen. Die Hamburger Spieleschmiede Master Creating geht allerdings einen ganz

anderen Weg: Mit »Restricted Area« haben die norddeutschen Entwickler ein Rollenspiel veröffentlicht, das ganz anders als Genrevertreter wie »Sacred« oder »Diablo 2« in einem apokalyptischen Endzeitszenario spielt. Ob sich das Spielprinzip bewährt und was der Titel sonst noch alles zu bieten hat, erfahrt ihr in unserem Test!

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»Rextricted Area« ist in nicht allzuferner Zukunft im Jahr 2083 angesiedelt. Durch Umweltverschmutzung und Klimakatastrophen hat sich die uns bekannte Erde in eine hoffnungslose Einöde verwandelt: Wastelands zieren das Bild auf dem einst blauen Planeten, in denen schreckliche Mutanten und andere Monster ihr Unwesen treiben.

Die Menscheit hat sich in Folge dessen in sogenannte Megacities zurückgezogen, die von einer Weltregierung regiert werden. Die wahre politische Führung untersteht allerdings sieben Megakonzernen, die mit allen Mitteln die Weltherrschaft an sich reissen wollen - Korruption steht hier an erster Stelle.

Aus dem Rinnsaal der Gesellschaft rekrutieren sie deshalb Freelancer, die für sie die Drecksarbeit erledigen sollen um mit ein paar Credits mehr ein vielleicht besseres Leben führen zu können. Genau zu einem solchen Freelancer werdet ihr, der inmitten dieses Hightech-Guerilla-Kriegs hineingerissen wird.

Vier Charaktere, vier Spezialgebiete
Zu Beginn eures Abenteuers müsst ihr euch erst einmal für einen von vier Protagonisten entscheiden. Eure Wahl sollte dabei aber wohlüberlegt sein, da jeder Einzelne mit anderen Mitteln in den Kampf zieht.

Johnson ist in der Riege der vier Zukunfts-Kämpfer mit einem Killer ohne Scharm und Reue zu vergleichen. Als Ex-Soldat kämpft er vozugsweise mit Schrottflinten, Plasmakanonen sowie Maschinenpistolen und schreckt auch nicht davor zurück, Gegnern mit seinem Flammenwerfer gehörig einzuheizen.

Victoria Williams geht da schon mit etwas mehr Köpfchen ans Werk: Sie ist der erste Mensch, der über psionische Fähigkeiten verfügt. Dank dieser Mentalfähigkeiten benötigt sie keine todbringenden Waffen, um ihre Kontrahenten in die Knie zu zwingen. Kenji Takahasi ist der dritte im Bunde und setzt vor allem auf Nahkämpfe. Der traditionell aufgewachsene Japaner ist ein Meister des Schwertkampfs und versucht seinen Widersachern mit dieser Kampfkunst

Restricted Area - Diablo-Clon im Endzeit-Szenario: Wie gut ist das RPG wirklich?

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den Garaus zumachen. Als letztes ist noch Jessica Parker zu nennen, die sich das Cyberspace zu Nutze macht um es mit den Mutaten aufzunehmen. Dabei wird sie von einer bewaffneten Kampfdrohne begleitet, die bei ihrem Einsatz eine gewisse Menge an Energie verbraucht. Habt ihr euch für einen Charakter entschieden, geht es auch schon los. Nach einer einleitenden Zwischensequenz in der euch die Geschichte des ausgewählten Charakters erzählt wird, findet ihr euch in einer der Megacities wieder. Schlagartig breitet sich eine bedrückende Atmosphäre in euren heimischen vier Wänden aus: Dichter Nebel zieht über die dunklen, heruntergekommenen Gassen, Müll liegt überall verstreut und geheimnisvolle Gestalten zieren die Gehsteige. »Diablo 2«-Veteranen könnte dies bekannt vorkommen, denn ähnlich wie in Blizzards Action-Rollenspiel könnt ihr hier die neuesten Waffen und Ausrüstungen erwerben.

Packshot zu Restricted AreaRestricted AreaErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Als Verteidigungsgegenstände gibt es aber keine Stahlrüstungen, Kettenhemden und Schilder, sondern - wie sollte es in einem Cyperpunk-Rollenspiel anders sein - bionische Arme und Beine, künstliche Herzen, Gehirnverstärker und andere Finessen. Allerdings kostet jedes Cyberimplantat auch einen bestimmten Wert, der als Cyber-Toleranz bezeichnet wird. Ist die Toleranzgrenze erreicht, können zunächst keine weiteren Implantate eingebaut werden. Dieser Toleranzwert kann jedoch durch das Erlernen und Ausbauen bestimmter Skills erhöht werden. Habt ihr euch in der Stadt erst einmal umgesehen, könnt ihr euch bei Mr. Jones die erste storyrelevante Quest abholen. Seit ihr mit den gegebenen Konditionen einverstanden, müsst ihr euch mit dem Piloten Jason in Verbindung setzen, der euch gegen ein wenig Endgeld in das gewünschte Zielgebiet fliegt. Dank dieses Transportsystems bleiben euch lange Wanderwege ähnlich wie in »Sacred« erspart. Hab ihr einmal keine Lust eine Hauptquest zu lösen, könnt ihr auch auf zufallsgenerierte Missionen zurückgreifen, die Mr. Jones unter den Freelancern verteilt. Auch hierfür werden einige Credits auf euer Konto gutgeschrieben.

Rollenspielsystem àla »Diablo 2«
Eines der zentralen Spielelemente in einem Action-Rollenspiel ist das Rollenspielsystem. So verzichtet auch Master Creatings jüngster Spross nicht auf dieses Feature und bietet euch die Möglichkeit, euren Protagonisten individuelle Stärken zu verleihen. Ausgangspunkt hierfür sind wieder einmal Erfahrungspunkte, die für jeden bezwungenen Gegner sowie für den erfolgreichen Abschluss einer

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Mission vergeben werden. Hat euer Charakter eine bestimmte Anzahl an Punkten erhalten, so könnt ihr Attribute wie Stärke, Geschick, Konstitution, Intelligenz, Reaktion oder Willenskraft erhöhen. Aus diesen Werten, den Fähigkeiten und der verwendeten Ausrüstung errechnen sich dann die Sekundärwerte eures Charakters: Ausweichen, Toleranz, Leben und Energie. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, euren Hauptdarsteller verschiedene Fähigkeiten erlernen zu lassen. Hierfür stehen über 15 allgemeine und 15 spezielle Fertigkeiten pro Charakter zur Verfügung, die jeweils in bis zu zehn Stufen ausgebaut werden können. Möglich wird dies durch Level Ups, die jeweils zehn Punkte zum Ausbau der Skills mit sich bringen. Solltet ihr im Laufe des Spiels feststellen, dass ihr eine Fertigkeit falsch ausgebaut habt, so könnt ihr diese wieder "zurücksteigern". Hierfür ist aber eine beträchtliche Summe an Credits nötig, die der "Doc" in der Stadt für seine Arbeit in Rechnung stellt.

Altbekannte 2D Iso-Perspektive
Großartige Grafikwunder darf man in »Restricted Area« nicht erwarten: Die Schauplätze im inneren von Gebäuden sind meist sehr steril gehalten und bieten nur wenig Abwechslung. Was soll man auch anderes erwarten wenn sich diese

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nur auf Laboreinrichtungen, Fabriken, Gefängnisse und Bunker beschränkt. Manche Szenerien sind dabei auch viel zu dunkel gehalten, so dass man schon fast eine Taschenlampe benötigt, um so manchen Innenlevel zu erforschen.

Schön wurde hingegen die Stadt in Szene gesetzt, in der ihr eure Einkäufe tätigt. Auch die Außenlevel können überzeugen. Nichts desto trotz: Genre Fans sollten und werden auch über das hinwegsehen.

Die Stärken von »Restricted Area« liegen eben an anderer Stelle und trösten auch über die pixeligen Animationen der Gegner hinweg.Sound: Ein Hauch von Hollywood
Ganz anders sieht es da schon bei der Soundkulisse aus. Hier ließen die Entwickler Liebe zum Detail walten. Vor allem die Synchronsprecher tragen einen erheblichen Teil zur Atmosphäre bei. So leiht Arnold Schwarzenegger seine Stimme dem Ex-Soldaten Johnson, während ihr die von Angelina Jolie bei Victoria Williams wiedererkennt. Jennifer Love Hewitt spricht hingegen Jessica Parker und bei Kenji Takahasi kam die Stimme von Action-Icone Jet Li zum Einsatz. Untermalt wird das ganze Spielgeschehen schließlich von sanften und harten Gitarrenklängen.

Multiplayer mit Tücken
Wer sich jetzt bei »Restricted Area« auf einen ausgereiften Multiplayer-Part wie in »Diablo 2« freut, der wird wohl bitter enttäuscht. Die Entwickler von Master Creating haben Freunden gepflegter Mehrspieleraction lediglich die Möglichkeit eröffnet, das Spiel mit Gleichgesinnten im Kooperations-Modus zu bewältigen.

Da in diesem Spielmodus noch viele Bugs ihr Unwesen treiben, das Spielsystem noch nicht ausgereift ist und einfach zu wenig Motivation besteht, dürfte diese Option bei vielen »Restricted Area«-Käufern wohl etwas Staub ansetzen.

Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ düstere Atmosphäre + keine langen Wanderwege + interessante Items

Cons:
- sterile Innenlevels - zu wenig Items - ungenügender Multiplayer-Modus - optische Tristesse - wenig AbwechslungSound: Ein Hauch von Hollywood
Ganz anders sieht es da schon bei der Soundkulisse aus. Hier ließen die Entwickler Liebe zum Detail walten. Vor allem die Synchronsprecher tragen einen erheblichen Teil zur Atmosphäre bei. So leiht Arnold Schwarzenegger seine Stimme dem Ex-Soldaten Johnson, während ihr die von Angelina Jolie bei Victoria Williams wiedererkennt. Jennifer Love Hewitt spricht hingegen Jessica Parker und bei Kenji Takahasi kam die Stimme von Action-Icone Jet Li zum Einsatz. Untermalt wird das ganze Spielgeschehen schließlich von sanften und harten Gitarrenklängen.

Multiplayer mit Tücken
Wer sich jetzt bei »Restricted Area« auf einen ausgereiften Multiplayer-Part wie in »Diablo 2« freut, der wird wohl bitter enttäuscht. Die Entwickler von Master Creating haben Freunden gepflegter Mehrspieleraction lediglich die Möglichkeit eröffnet, das Spiel mit Gleichgesinnten im Kooperations-Modus zu bewältigen.

Da in diesem Spielmodus noch viele Bugs ihr Unwesen treiben, das Spielsystem noch nicht ausgereift ist und einfach zu wenig Motivation besteht, dürfte diese Option bei vielen »Restricted Area«-Käufern wohl etwas Staub ansetzen.

Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ düstere Atmosphäre + keine langen Wanderwege + interessante Items

Cons:
- sterile Innenlevels - zu wenig Items - ungenügender Multiplayer-Modus - optische Tristesse - wenig Abwechslung