„Hey, Joe, du musst uns alle retten.“ ... „Hey, Joe, töte mal den Widowmaker.“ ... „Hey, hey, Joe, keine Sorge, wir gucken nach deiner Familie. Aber vorher fährst du ins vereiste New York, frierst dir den Arsch ab und setzt dein Leben für uns aufs Spiel - danke, Mann.“ ... Wollt ihr mich verarschen? Ich bin nicht Cinderella. Macht euren Mist doch alleine – Bibbidi-Bobbidi-Boo.
Aller guten Dinge sind drei. So hätte Resistance von Anfang an aussehen müssen. Ein richtig guter Shooter, der es versteht, von seinen Ecken und Kanten abzulenken.FazitDer arme Joe hat es schon nicht leicht. Mit der Schuld, einem stinklangweiligen und ziemlich unbeliebten Protagonisten das Leben genommen zu haben, siecht er nun im Dunkeln unter der Erde vor sich hin, irgendwo in den Abwässern Oklahomas. Hier versteckt er sich mit seiner Familie und vielen anderen Überlebenden vor den Aliens und den Hybriden.
In „Resistance 3“ haben die Besucher von einem fernen Stern mittlerweile den gesamten Planeten unter fester Kontrolle. Nur hier und dort setzen sich noch ein paar Aufständische in Bewegung, ein paar Splittergruppen, die sich nicht geschlagen geben wollen, die Waffen entschlossen nach oben recken - und dabei kläglich scheitern. Andere versuchen es erst gar nicht und rotten sich lieber in Räuberbanden zusammen, um den wenigen Überlebenden das ohnehin klägliche Leben noch unangenehmer zu gestalten. Allein Protagonist Joe hat die Kampferfahrung und den Mut, es mit den vieräugigen Monstern aufzunehmen.
Uneingeschränkte Herrscher über die Erde?Nur von Entschlossenheit kann dabei keine Rede sein. Eigentlich macht sich unser Held eher widerwillig auf den Weg und folgt einem mehr als bekannten Professor durch das halbe Land, um letztendlich New York zu erreichen, wo eines der Alien-Gebäude begonnen hat, ein schwarzes Loch in unsere Gefilde zu fressen wie eine Raupe.
So führt ihn seine abenteuerliche Reise durch überflutete Metropolen, in die Tiefen eines Bergwerkes, durch dichte Wälder, in ein Gefängnis und letztendlich in den zur Eiswelt verkommenen Big Apple. Während die meisten Shooter genau auf dieses Finale abzielen und jede Mission, jeder Abschnitt und jede Tat des Helden nur darauf hinausläuft, dass gegen Ende das große Krachbumm das Finale einer Trilogie einläutet, ist in „Resistance 3“ eher der Weg das Ziel.
Dabei ist die Geschichte als großes Ganzes gar nicht mal so aufregend. Eine Tat, die im zweiten Teil noch als Ende der Unterdrückung durch die Aliens angesehen werden konnte, hat nun urplötzlich eine völlig an den Haaren herbeigezogene Kettenreaktion heraufbeschworen. Und die einzige Person, die weiß, wie man das Unheil abwenden kann, kennt selbst leider nur einen anderen Menschen, der sich dieser Bedrohung stellen könnte.
Es gibt hier nur eine Blaupause, nur das Grundgerüst einer Geschichte, und das steht auf unebenem Grund und wackelt bedrohlich im Wind. Will sagen: Keine Tat, keine Aktion und schon gar keiner der Charaktere ist mehr als ein tausendmal gesehenes Abziehbildchen. Und trotzdem stimmt das Gefühl beim Spielen, denn Entwickler Insomniac hat eine Sache richtig gemacht. Zwar ist die Geschichte Käse, doch dieser Käse wird immerhin sorgfältig und mit Gefühl erzählt.
Man leidet ein wenig mit dem Protagonisten auf einer persönlichen Ebene mit, auf seinem Weg von A nach B, und die ganze Reise ist einfach wunderschön inszeniert. Genauso verhält es sich mit der Landschaft: die Schneeebene des einstigen Big Apple, die überflutete Großstadt, in der sich kleine Aasfresser über die Überreste eines gigantischen Alien-Kraken hermachen, oder die düstere Metro, in der hinter jeder Ecke ein fieses Vierauge lauern könnte und oftmals auch tut. Jeder Ort fängt seine ganz spezielle Stimmung ein.
Joe gegen den Rest der Welt.Die gesamte Zeit über fühlt man sich, als befände man sich auf einer Reise. Eine Reise mit höherem Ziel. Nicht für sich selbst kämpft und leidet Joe. Nicht für seine Familie, auch wenn er sie unendlich vermisst und nicht weiß, wie es seiner Frau und seinem kleinen, schwerkranken Sohn geht. Sondern für die Menschheit. Er ist der Einzige, der es tun kann, und das weiß er. Und so quält sich unser Held durch die Abschnitte. Leidet, hofft, kämpft...
Wenn Joe völlig erschöpft und fast zu Tode gefroren in New York ankommt, als erstes ein altes Versteck aufsucht, den Funk aktiviert und seiner Familie ausrichtet, dass es ihm gut geht und er hofft, dass ihnen nichts Schlimmes passiert ist - auch wenn er nicht weiß, ob seine Nachricht jemals ihr Ziel erreicht... Wenn er völlig niedergeschlagen seine Waffe an sich nimmt, noch mal kurz in sich geht und dann den Kampf wieder aufnimmt - in solchen Momenten ist die unsinnige Hintergrundgeschichte egal.
von Sony Computer Entertainment, Insomniac GamesGenre: Action, Ego ShooterPS3: 9.9.2011Offizielle WebseiteFreigegeben ab 18 Jahren
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ich will ja nicht nörgeln aber die Bestien haben sechs augen.^^
Wegen der Geschichte im dritten teil: die finde ich eigentlich nicht völlig an den haaren herbei gezogen. Wer alle teile gespielt und sich ein bissl mit der story befasst hat der weiß das die bestien schon viel früher auf der erde waren und überall die türme gebaut haben die miteinander verbunden sind durch unterirdische Netzwerke. Deswegen find ich das persönlich (muss euch nicht auch so gehen) logisch das die energie der atombombe
durch das Netzwerk zu den Türmen geleitet wurde und damit halt dieses Wurmloch entstanden ist. Also die werden sich schon was dabei gedacht haben die Entwickler.
Danke =)
hab mal ne warscheinlich blöde frage =)
Mein Freund spielt das Spiel auch und bekommt einfach nicht raus wie man die cheats auch im splitscreen aktivieren kann beim einzelspieler funktioniert das wohl....
Wäre nett wenn irgendwer mit weiterhelfen könnte=)
Macht echt Lust, sich das Teil mal näher anzuschauen.
Ein Spiel mit Ecken und Kanten in qualitativer Hinsicht bräuchte ich mal wieder. Hätte etwas Erfrischendes...
Und wenn's sich als so schön herausstellen sollte, wie in diesem Test beschrieben... Man, man, man...
NEEEEED!!! JETZT!!! SOFORT!!!
Dank dir!
Gruß, Moritz.
Aussage 2: "Man leidet ein wenig
Aussage 2: "Man leidet ein wenig mit dem Protagonisten mit, die ganze Reise von A nach B ist einfach wunderschön inszeniert"
Ja was denn nun? Insgesamt wirkt der Text sehr unausgegoren udn wenig überzeugend. vielleicht nächstes mal nicht den Praktikaten für wichtige spieler ansetzen?
Eine unspannende geschichte schließt doch nicht aus, dass sie trotzdem gut erzählt wird.
tja, wenn das spiel widersprüchlich ist muss man sich nicht wundern, wenn der text das widerspiegelt. erstmal richtig lesen, dann motzen...
Geht mir ganz genauso. Wollte schon damals beim 2ten zuschlagen habs aber nicht :/
Aber diesmal, dieses mal werde ich wennigsten das Finale mit erleben :}