Exklusiv für Wii: der neueste Streich aus der Resident-Evil-Serie. In Darkside Chronicles werden Höhepunkte aus der langen Geschichte der Serie neu durchlebt und Lücken in der Handlung geschlossen. Aber wieso erscheint der knallharte und keinesfalls blutarme Shooter ausgerechnet für die Familienkonsole Wii? Weil sie schlicht am besten dafür geeignet ist.

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Aim for the Head

Bei Darkside Chronicles handelt es sich um einen Rail-Shooter. Die immer paarweise agierenden Spielfiguren bewegen sich auf einem komplett vorgeskripteten Weg – inklusive kleiner, eingebetteter Zwischensequenzen – durchs Geschehen und haben bestenfalls hin und wieder mal die Wahl, eine von zwei Weg-Alternativen auszuwählen. Dafür wird geballert, was der Finger hergibt: Der Spieler steuert nicht die Bewegungen, sondern ausschließlich die Waffen. Überall springen Zombies und andere Monstren auf die Charaktere zu und trachten ihnen nach dem Leben – da müssen die Reaktionen flink und die Zeigefinger geübt sein, um all die Bedrohungen schnell aus dem Weg zu räumen, die sich einem in den Weg stellen. Am einfachsten geht dies natürlich per Kopfschuss.

Resident Evil: The Darkside Chronicles - Ziel auf den Kopf! Herrlich klassische Zombiejagd

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Darkside Chronicles greift Handlungsfäden aus früheren Resi-Spielen auf.
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Das klappt auf der Wii erstaunlich gut und spaßig. Die Wiimote steuert direkt das Fadenkreuz auf dem Bildschirm, über B wird der Abzug betätigt. Das Steuerkreuz kann die sammelbaren Extras wie Uzi, Handgranaten oder Schrotflinte anwählen, für die aber nur begrenzt Munition zur Verfügung steht. Klar, die braucht man, um gegen den Endgegner bestehen zu können. Der A-Button wird benötigt, um Gegenstände aufzusammeln, und geschüttelt werden muss die Bedienung, wenn ein Zombie es zu dicht heran geschafft hat – entweder um das Messer zu schwingen oder um im Nahkampf (hier wechselt die Perspektive) einen der Untoten wieder abzuschütteln.

Jederzeit lässt sich das Inventar aufrufen und hier beispielsweise den beiden Spielfiguren heilendes Harb zuteilen. Eine Neuheit sind auch noch wegzuschießende Spielelemente, die Gold hinterlassen. Mit dem Edelmetall lassen sich die Waffen nämlich zwischen den Kapiteln aufmotzen.

Das Spielprinzip des Rail-Shooters ist so alt wie die Eisenbahn und wie geschaffen für eine Lightgun. Oder eben die Wiimote: Das Zeigen und Ballern klappt dadurch sehr intuitiv und macht Spaß. Vor allem dann, wenn man einen zweiten Controller und einen Kumpel zur Hand hat. Im Koop-Modus auf gemeinsamer Zombie-Vernichtungstour kommt richtig Spielhallen-Feeling wie anno dazumal auf.

Packshot zu Resident Evil: The Darkside ChroniclesResident Evil: The Darkside ChroniclesErschienen für Wii kaufen: Jetzt kaufen:

Wackeln und Zucken

Neu ist das ganze natürlich nicht. Schon vor zwei Jahren gab es einen ähnlichen, in Deutschland aber indizierten Titel aus der gleichen Serie. Bei den Regenschirm-Chroniken wurde allerdings noch das Nunchuk benötigt, was nun nicht mehr der Fall ist – die Bedienung wurde dadurch noch einmal verschlankt, ist nun sehr intuitiv und eignet sich zum sofortigen Losballern.

Resident Evil: The Darkside Chronicles - Ziel auf den Kopf! Herrlich klassische Zombiejagd

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Die Grafik ist weiter über Wii-Standard.
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Besonders lecker ist die Präsentation: Die Grafik liegt weit über Wii-Standard. Durch spezielle Kamera-Effekte wird außerdem ein sehr realistischer Eindruck erzeugt, das Havok-Engine-Zucken der Zombies wirkt auf diese Weise so richtig lebensecht! Es ist der gleiche Wackelkamera-Effekt, den viele Filme neuerdings so gerne einsetzen, um den Zuschauer direkt ins Geschehen zu ziehen: schnelle Schwenks, kurzes Nachjustieren der Schärfe, Wackeln bei schnellen Bewegungen oder Aufregung. Im Spiel klappt es perfekt und soll auch nicht die Spielbarkeit beeinflussen – Kopfschüsse werden in Wackelmomenten nicht gefordert.

Veronikas Regenschirm-Chroniken

Thematisch kommen die Fans der Serie voll auf ihre Kosten: Es wird drei (nacheinander freispielbare) Episoden geben, mit Unterkapiteln und einer Gesamtspielzeit von etwa acht bis zehn Stunden. Die Kapitel greifen Themen und Charaktere aus zwei indizierten Teilen der Resident-Evil-Serie auf. Im ersten Kapitel stehen Claire Redfield und Leon S. Kennedy zur Auswahl. Die beiden sind sich gerade begegnet, da müssen sie sich schon ihren Weg durch die zombieverseuchte Raccoon City bahnen.

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Rat mal, wer zum Essen kommt...
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Die zweite Episode greift einen Teil der Handlung des Resi-Teiles mit einem Frauennamen im Titel auf: Claire findet sich mit Steve Burnside in einer militärischen Forschungseinrichtung wieder, in der die Untoten-Exkremente so richtig am dampfen sind. Im dritten Abschnitt schließlich kämpfen Leon und Jack Krauser im südamerikanischen Dschungel Seite an Seite: Die beiden sind auf ihrer ersten gemeinsamen Mission unterwegs, lange, bevor sie zu erbitterten Feinden werden. Sie bekommen es mit allerhand humanoidem Ungeziefer zu tun, Froschmenschen inklusive.