




Ihr glaubt ja nicht, wie unheimlich befriedigend es ist, einem Mutant die Kugeln in die Rübe zu flatschen. Bevor er nach Minuten strammen Beschusses endlich zur Seite wegknickt, ruft man zehnmal „Stirb doch, du Sau!“ und sich selbst all die markanten Momente ins Gedächtnis, die damals den Adrenalinspiegel foppten. Heute erlebt man sie noch mal, nur nicht so intensiv, so beklemmend oder ihm Rahmen dessen, was Resident Evil mal war. Aber immerhin gut genug, um sich diesen Rail-Shooter für sieben, acht Stunden zu schnappen und Arm in Arm mit dem Déjà-vu-Zombie zu tanzen. In einer Kür, die Spaß macht und trotz – oder gerade wegen - einfach gehaltener Schrittfolge bis in die späteren Stunden motiviert.
Irgendwann ist sie allerdings so manieriert, dass man Momente des Schrecks schulterzuckend wegsteckt und nicht beschwingt, sondern unter ersten Ermüdungserscheinungen in den Credits-Bildschirm taumelt. EA hatte mit Dead Space Extraction ein besseres Rhythmusgefühl, die besseren Darsteller, mehr Drama im Rampenlicht und sichtbare Stimmungsschwankungen. Die Bühne im Weltall war feiner ausstaffiert, hatte atmosphärisches Licht-Schatten-Spiel und stimmiger auf den Punkt gebrachte Kameraführung.
Die gamona-Jury ist am Ende trotzdem nicht enttäuscht von Darkside Chronicles, sondern zufrieden, wie konsequent und bodenständig diese leichtfüßige und kaum aus dem Rahmen fallende Kür durchgezogen wurde, dreht die Karten um und hält eine gute 8 hoch.
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Stimmungsvolle Gestaltung nach typischer Resident-Evil-Art. Besonders das Design der Bossgegner und die Animationen der Untoten und sind nach wie vor klasse, nur einige Texturen stechen unscharf ins Auge.
Gute englische Sprachausgabe, hungrig knurrende Zombies und brüllende Bossgegner – es gibt ordentlich was auf die Ohren.
Ballern wie auf Schienen eben – nicht mehr, nicht weniger. Besonders die wackelige Kamera ist intensiv, hin und wieder aber auch eine Spur zu aufdringlich. Dafür sitzt die Steuerung per Wiimote und erzeugt selbst dann keine Orientierungslosigkeit, wenn sich zwei Fadenkreuze auf dem Bildschirm drängeln.
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