Pünktlich zum Jahresabschluss erinnert uns Resident Evil 7 mit zwei weiteren DLC-Episoden daran, es bei den unvermeidlichen Game-of-the-Year-Listen nicht zu vergessen.

Das dunkle Double Date stellt sich vor - wie gruselig die DLCs werden, seht ihr im Trailer:

Resident Evil 7 - Not A Hero & End of Zoe - Trailer - DCLs26 weitere Videos

Resident Evil 7 läutete im Januar ein dermaßen großartiges Spielejahr ein, dass die Erinnerungen an den tollen Horrortitel bei manchen Spielern schon unter den Eindrücken anderer Hits verschüttet wurden. Zum Jahresende meldet sich das Spiel jetzt aber mit gleich zwei DLC-Episoden zurück: „Not a Hero“ ist eine kostenlose Erweiterung, „End of Zoe“ kostet 14,99 Euro. Alternativ ist es im Season Pass enthalten. Wenn ihr das Hauptspiel bisher noch gar nicht besitzt, gibt es darüber hinaus nun eine Gold-Edition, die für knapp 50 Euro sämtliche Inhalte rund um Resident Evil 7 mitbringt.

Not a Hero

In „Not a Hero“ kehrt mit Chris Redfield ein echter Serienveteran zurück – ein bisschen Fan-Service muss bei allem Willen zur Innovation, der Resident Evil 7 prägt, ja auch sein. Außerdem arbeitet Chris nun für den einstigen Schurkenkonzern Umbrella, was beim ersten Hören mal so gar nicht logisch erscheint, in „Not a Hero“ aber (notdürftig) erläutert wird. Chris‘ gut zweistündiges DLC-Abenteuer ist sehr viel actionreicher als das Hauptspiel, im Grunde habt ihr es hier mit einem Ego-Shooter zu tun.

Ihr spielt "Not A Hero" bereits und kommt nicht weiter? Unser Guide zum Spiel erklärt euch alles, was ihr wissen müsst!

Ihr sucht nach Lucas, dem durchgeknallten Sohn der nicht minder durchgeknallten Barker-Sippe. Dazu kämpft ihr euch durch Minenschächte und findet auf eurem Weg Equipment wie ein Nachtsichtgerät, um ansonsten blockierte Areale durchqueren zu können. Zwischen Lucas und euch stehen allerlei meist aus dem Hauptspiel bekannte Ekelkreaturen, von denen sich einige anfangs auch durch massiven Beschuss nicht töten lassen. Der Schwierigkeitsgrad ist erstaunlich hoch, die freischaltbare Profi-Einstellung ist somit wirklich nur für Könner zu empfehlen.

Durch seinen Action-Fokus entfernt sich „Not a Hero“ von der bedrückenden Atmosphäre, die besonders die frühen Spielstunden von Resident Evil 7 auszeichnen. Es ist eine andere, klassischere Art von Überlebenskampf, die für sich betrachtet aber auch gut funktioniert. Einzig die langsame Spielgeschwindigkeit irritiert ein wenig und zeigt, dass die ursprüngliche Spielmechanik nicht wirklich für einen sehr actionorientierten Ansatz gebaut wurde.

"End of Zoe" ist das kostenpflichtige DLC, das ihr im Shop für 14.99 Euro erhaltet

End of Zoe

Eine Erweiterung der anderen Art ist „End of Zoe“. Hier erfahrt ihr, der Name lässt es vermuten, was mit Zoe nach den Ereignissen des Hauptspiels passiert. Die Hauptrolle spielt sie wider Erwarten aber nicht. Stattdessen steuert ihr ihren Onkel Joe, der sich binnen kürzester Zeit in wilden Kämpfen mit allerlei Menschen und Monstern wiederfindet. Was Chris Redfield in „Not a Hero“ an klassischen Feuerwaffen durch die Gegend schleppt, macht Joe mit reiner Muskelkraft wett: Abgesehen von gelegentlichen Speerwürfen verlässt sich Joe meist auf seine Fäuste, mit denen er die Angreifer vermöbelt.

Während „Not a Hero“ also einen Ego-Shooter aus Resident Evil 7 macht, ist „End of Zoe“ eine Art „Ego-Faustkampf“: Mit den Schultertasten schwingt ihr die Arme und blockt oder kontert Attacken. Wenn es mal nicht so gut läuft, verliert man rasch die Übersicht, im Großen und Ganzen funktionieren die vielen Fights aber überraschend gut. Ähnlich wie „Not a Hero“ ist „End of Zoe“ nicht sonderlich abwechslungsreich, langweilig wird es – schon durch die überschaubare Spielzeit von ebenfalls etwa zwei Stunden – aber nicht.

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VR-Unterstützung bleibt übrigens immer noch dem PlayStation-Lager vorbehalten. Ihr könnt beide Episoden mit dem PSVR-Headset angehen, was erneut ein bemerkenswerter Nervenkitzel ist. Die PSVR-Exklusivität wurde ursprünglich für einen Zeitraum von 12 Monaten angekündigt. Es kann also gut sein, dass im kommenden Jahr auch PC-Spieler mit Oculus Rift oder HTC Vive noch zu ihrem VR-Glück kommen.