Eine der erfolgreichsten Horroradventure-Serien kehrt zurück. Resident Evil 5 findet weder in der Umgebung von Raccoon City noch wie Teil 4 in Europa statt. Die Entwickler haben sich für den fünften Teil der Reihe eine Umgebung ausgesucht, die auch schon die Entwickler von Far Cry 2 reizte. Auf der Spielemesse E3 in Los Angeles wurden neue Informationen bekannt gegeben.

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Afrika: Wiege der Menschheit. In einem abgelegenen Wüstendorf macht sich Ex-S.T.A.R.S. Chris Redfield (Fans kennen den Veteranen aus den Vorgängerspielen) daran, einer neuen Zombieplage Einhalt zu gebieten. Diesmal hört die Bedrohung auf den Namen Progenitorvirus, welches die Einwohner des Landes zu reißenden Bestien werden lässt.

Resident Evil 5 - Jenseits von Afrika: Im fünften Teil der Serie fallen die Zombie-Horden auf dem schwarzen Kontintent ein.

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Nirgendwo in Afrika: Resident Evil 5 spielt in einem ähnlichen Szenario wie Far Cry 2.
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Chris Redfield, Spielcharakter seit dem legendären ersten Resident Evil, findet sich in einem von den Entwicklern noch nicht näher benannten afrikanischen Staat wieder. Er ist auf der Suche nach Hinweisen, wer hinter der erneuten Freisetzung eines mutagenen Virus steckt, der Menschen in blutrünstige Monster verwandelt.

Mit dabei ist eine Begleiterin namens Sheva. In einem Interview bestätigten die Entwickler bereits, dass die Steuerung dieses Charakters im Splitscreenmodus und auch online von einem zweiten Spieler übernommen werden kann.

Zombies, Mörder, Diktatoren

Natürlich erstrecken sich die primären Neuerungen wieder auf die Gegnerschar. In einigen der veröffentlichten Videos durften wir Zeuge werden, wie Chris und Sheva sich in einer Wellblechhütte gegen die heranstürmenden Gegner verschanzen. Urplötzlich ist ein Stampfen zu, und dann bricht auch schon ein riesiger Hammer durch die Wand. Ein muskelbepackter Koloss macht schwerfällig, aber fast unaufhaltsam Jagd auf die Protagonisten und reißt einen ganzen Teil des umliegenden Slumviertels dabei nieder.

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Starkes Team: Die attraktive Sheva steht dem Helden Chris schlagkräftig zur Seite.
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Rücksicht auf andere Zombies nimmt er dabei ebenso wenig wie auf die Umgebung. Hierbei fällt auf, wie viel offener die Spielwelt im Gegensatz zu den engen Gängen der Vorläufer wirkt. Zwar wird es wohl kein völlig frei begehbares Afrika wie in Far Cry 2 geben, aber immerhin bieten sich nun mehr taktische Möglichkeiten in den packenden Kämpfen.

Auf zur Zombie-Safari: Das neue Szenario und viele frische Ideen sorgen für eine endzeitliche Atmosphäre zwischen Grusel und Action.Ausblick lesen

Erwähnenswert, da immer für einen Schockeffekt gut, sind auch die Sequenzen, in denen ein Infizierter eurem Held zu nahe kommt. Dann klappen die Kiefer des Gegners auseinander und eklige Tentakeln versuchen ihm das Gesicht zu zerfetzen. Beherztes Wackeln mit dem Analogstick des Gamepads befreit Chris aus der misslichen Lage. Das gleiche Prinzip gilt, wenn er von einem der seltsamen Flugviecher angegriffen wird, die an manchen Stellen wie Geier nur auf eine Unachtsamkeit von euch warten.

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In den Außenleveln geht es kompromisslos actionreich zur Sache.
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Als wäre der erneute Ansturm von mutierten Menschen und Tieren nicht schon genug, führen auch noch andere Fraktionen etwas im Schilde, bei denen Chris nur als Störfaktor angesehen wird. Da wäre zunächst einmal eine Art Diktator oder Partisanenführer, der die Zombies per Megafon zum Mord an uns aufruft. Auf der anderen Seite stellen sich Chris einige mysteriöse Gestalten mit vermummten Gesichtern in den Weg, welche andere Ziele als die Eindämmung der Seuche zu haben scheinen.

Eine dunkle Bedrohung

Grafisch weiß das Spiel bereits jetzt zu gefallen. Gerade die Explosionen sind äußerst bombastisch und haben ein gewisses „schmutzig-öliges“ Aussehen, was die staubige Atmosphäre zusätzlich unterstreicht. Ein großer Teil des Spiels wird im Gegensatz zu den düsteren Lokalitäten der bisherigen Spiele wohl unter der glühenden afrikanischen Sonne stattfinden, was sich auch auf das Gameplay auswirkt.

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In den Innenleveln wird es düster und unheimlich.
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Betritt eure Spielfigur einen Unterschlupf, nachdem sie lange in der gleißenden Außenwelt gekämpft hat, müssen sich ihre Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen. Das heißt im Klartext: Jede Menge Material für Schockeffekte, wenn Gegner aus der Dunkelheit hervorbrechen, die man wegen der geblendeten Augen nicht ausmachen konnte.

Der Plan der Entwickler ist es, das Spiel thematisch zu unterteilen: Unter freiem Himmel finden actionreiche Massenschlachten mit Unmengen wütender Infizierter statt, während der Spieler in dunklen Gängen das Fürchten gelehrt wird. Die Mischung aus kompromissloser Action und Momenten, in denen ihr kaum etwas seht und nur euer klopfendes Herz die Stille durchdringt, verspricht einige weiße Haare mehr, mit denen sich Genrefans demnächst schmücken dürfen.

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RE5 besitzt zwar keine Open World, wird aber dennoch sehr viel freier als die Vorgänger.
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Wenn die infizierten Afrikaner mit roten Augen und wutverzerrten Gesichtern auf euch zuschlurfen, zurennen oder sich schwerfällig zu euch hochziehen, wenn ihr euch auf eine erhöhte Plattform begebt, kommt echtes Horrorfeeling auf. Sie sind in der Überzahl und egal was ihr tut, es gibt immer noch weitere Gegner…

Urvater der Serie nicht mehr dabei

Angenehm fällt hierbei auf, dass geübte Schützen Munition sparen können, indem sie den Gegnern Kopfschüsse verpassen, auf nahe stehende Benzinfässer schießen oder, eine neue Angriffsart, geschwächten Gegnern mit den Fäusten den Garaus machen. Überdies ist zu hoffen, dass die in den Trailern gesehene Zerstörung der Umgebung eine größere Rolle in den Kämpfen spielen wird und nicht nur den gegnerischen Obermotzen zur Verfügung steht.

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Kopfschüsse und Faustschläge sparen Munition.
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Bei so vielen interessanten Neuerungen gibt es aber natürlich auch einen Wermutstropfen zu verschmerzen. Shinji Mikami, Urvater und Designer der vorherigen Spiele, wird bei der Entwicklung von Resident Evil 5 nicht mehr beteiligt sein. Er widmet sich nun der Arbeit an einem noch unbekannten Spiel für das neue Entwicklerstudio Platinum Games.

Seinen Posten übernahm Jun Takeuchi, der bereits die ersten beiden „Resident Evil“-Teile produzierte. Aber auch sonst ist er kein unbeschriebenes Blatt und zeichnete ebenso für die Produktion von Spielen wie Street Fighter 2, Lost Planet und Onimusha 3 verantwortlich.