Resident Evil 4 (PS2-Test)
(von Andreas Schnäpp)

Neun Jahre ist es her, seit die Resident-Evil-Reihe das Licht der Welt erblickte und Spielern auf der ganzen Welt das Blut in den Adern gefrieren ließ. Resident Evil setzte neue Maßstäbe und war der Vorreiter eines Genres, das im Laufe der letzten

Jahre mehr und mehr Spieler für sich begeistern konnte: Der Survival-Horror blüht! Wieso der neueste Teil aus dem Hause Capcom ein Must-Have ist, erfahrt ihr in unserer Review!

Resident Evil 4 - Teil 4, 5 und 6 für PS4 und Xbox One5 weitere Videos

Ab ins Grüne!
Raus aus Racoon City, ab nach Europa! Mit Resident Evil 4 wagen die Macher der erfolgreichen Survival-Horror Reihe einen kompletten Szenerie-Wechsel. In den Vorgängern haben wir uns durch Racoon City gekämpft und sind den widerlichen Mutationen, die durch das T- und G-Virus verursacht wurden, auf den Grund gegangen.

Wir haben Racoon City überlebt, besser gesagt: Leon S. Kennedy, unser Protagonist aus dem inzwischen indizierten Resident Evil 2 ist einer der wenigen Überlebenden dieses grausamen Vorfalls. Nach der Dekontamination von Racoon City gelang dieses brisante Thema allmählich an die Öffentlichkeit. Die für die Viren verantwortliche Umbrella Corporation wurde von der US Regierung geschlossen und die Aktien der Firma fielen in den Keller. Seit dem tragischen Vorfall in Racoon City sind sechs Jahre vergangen.

Inzwischen arbeitet Leon für die Regierung der Vereinigten Staaten

und wurde damit beauftragt, Ashley Graham zu finden. Sie ist die Tochter des Präsidenten und wurde auf der Heimreise von ihrem College in Massachussetts von einer mysteriösen Gruppe entführt. Angeblich wurde sie in einem Dorf in Europa gesichtet, doch seither fehlt jede Spur von ihr. Hier kommen wir ins Spiel: Nach einer gemütlichen Autofahrt durch die europäische Provinz erreichen wir letztendlich ein abgelegenes spanisches Dorf, in dem Ashley vermutlich gefangen gehalten wird.

Wir beginnen unsere Recherchen in einer kleinen Hütte ein paar hundert Meter vor dem Dorfzentrum. In dem Wohnzimmer befindet sich ein Mann, doch irgendwas stimmt nicht: Er steht ohne jegliche Reaktion vor seinem Kamin und reagiert auf keine Fragen unsererseits. Als wir ihm Ashley's Foto zeigen, greift er plötzlich zur Axt und greift uns in Rage an. Was ist los mit ihm?! "Stop! Ich sagte Stop! Keinen Schritt weiter oder ich schieße!" Doch er reagiert nicht auf unsere Warnungen!

Resident Evil 4 - Schockierend, düster und einfach gruselig-gut!

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Wir müssen ihn töten und haben immer noch keine Informationen erhalten... Nachdem wir das Haus durchsucht haben, wollen wir uns nach draußen begeben. Plötzlich hört man einen gewaltigen Knall und die Motoren zweier Fahrzeuge auf Hochtouren: Sie schieben das Auto unserer beiden Begleiter in Richtung der Schlucht! Es ist zu spät. Mit ohrenbetäubendem Lärm rollt der Wagen mit beiden Insassen über die Klippe und stürzt in die Tiefe. Was geht hier vor? ...

Packshot zu Resident Evil 4Resident Evil 4Erschienen für GameCube, PS2, Wii, PS4 und Xbox One kaufen: Jetzt kaufen:

Kein Zurück mehr
Das wars, ab jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück. Unsere beiden Kollegen sind mit Sicherheit tot und die einzige

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Tipp: Leicht oder Normal?
Ihr wisst nicht für welchen Schwierigkeitsgrad ihr euch entscheiden sollt? Der einzige Unterschied zwischen beiden Modi besteht darin, dass ihr zu Beginn des Spiels entweder nur mit einer Pistole ausgerüstet seid oder im leichten Schwierigkeitsmodus zusätzlich die Schrotflinte erhaltet.

Für das ultimative Grusel-Erlebnis empfehlen wir den normalen Modus. Nichts ist so bedrückend wie einer Schar Dorfeinwohner gegenüber zu stehen und nur leicht bewaffnet zu sein!

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Chance, eine Antwort auf unsere Fragen zu bekommen, ist weiter nachzuforschen. So machen wir uns auf den Weg zum Dorf und werden bei Betreten auch schon herzlichst empfangen. Da werden Heugabeln, Äxte und riesige Küchenmesser benutzt um die Freude über den neuen Besuch auszudrücken.Wieso muss denn gleich das ganze Dorf kommen?
Jetzt heißt es ruhig bleiben. Die Dorfbewohner sind nicht nur in der Überzahl, nein, die Munition reicht auch nicht für alle von ihnen aus. Um unsere Verzweiflung noch etwas zu fördern, verhalten sich die Dorfbewohner auch klug und

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versuchen uns langsam von allen Seiten anzugreifen. Sobald wir den unheimlichen Gesellen die Möglichkeit bieten und sie nahe an uns herankommen lassen, ist Nahkampf mit allen Mitteln angesagt. Ein paar gezielte Schüsse auf die Beine und je nach Trefferzone sacken die Gegner kurzzeitig zusammen.

Dank des neuen Bewegungssystem reicht ein rechtzeitiger Druck auf die A-Taste aus und der Gegner wird etliche Meter zurückgeschleudert. Hat er schon vorher erheblich Schaden genommen, kann dies das Aus für ihn sein und eine ansehnliche Pixelblut-Fontäne ergießt sich über den Bildschirm. Wenn plötzlich ein Kopfloser Dorfbewohner vor dem Spieler zusammensackt dürfte auch dem letzten Betrachter vor dem Bildschirm klar sein: Das Spiel ist nichts für Leute mit einem schwachen Magen.

Die Mannen von Capcom haben es geschafft, den Spieler noch näher ans Spielgeschehen zu bringen und die Steuerung trotzdem intuitiver zu gestalten. Wie das funktioniert? Während des ganzen Spiels schaut man Leon mittels einer Mischung aus 1 und 3 Person Perspektive über die Schulter. Ein leichter Zug der R-Taste und Leon zückt seine Waffe, die er per A-Taste abfeuern kann. Die restliche Steuerung der Aktionen funktioniert ebenfalls über die A-Taste. Je nachdem wo Leon gerade steht, kann er mit Gegenständen agieren, Gegner von sich treten oder Hindernisse überspringen. Klettert beispielsweise ein Gegner gerade eine Leiter hinauf, kann man diesen samt Leiter treten und sich ihn somit vom Hals halten.

Wenn wir schon beim Thema Steuerung sind: Resident Evil 4 gibt dem Spieler keine freie Minute zum Weglegen des Pads. Ist man es eigentlich gewohnt, sich während Zwischensequenzen zurückzulehnen und von den Impressionen berieseln zu lassen, darf man in Resident Evil 4 schneller die Radieschen von unten zählen als man sich versieht. Die Zwischensequenzen werden nicht nur vollständig in Echtzeit gerendert, sondern sind auch interaktiv und verlangen schnelle Reaktionen vom Spieler. Um Beispielsweise nicht von einem übermächtigen Gegner erschlagen zu werden, muss man im richtigen Zeitpunkt eine auf dem Bildschirm angezeigte Tastenkombination drücken. Verschläft man den Zeitpunkt, prägen die drei schönen Worte "Du bist tot" den Bildschirm und man muss es noch einmal versuchen.

Zur Routine wird es jedoch nie, da die Tastenkombination zufällig festgelegt wird und von Versuch zu Versuch variiert. Das führt nicht nurdazu, dass die Spieler sich noch tiefer ins Spiel einbezogen fühlen, sondern auch von einem Schreck zum nächsten huschen. Das steigert das Survival-Feeling natürlich ungemein und motiviert weiterzuspielen.

Sie können nachts nicht mehr schlafen? Das könnte unter anderem an ihrem Umfeld liegen: Entweder spielen die Nachbarn immer noch Resident Evil 4 und schreien sich gegenseitig mit Sätzen wie "Schieß auf die Beine!! Die kommen zu nahe, nun mach schon!!" oder Sie sitzen nachts um drei immer noch selbst vor der Konsole. In den Vorgängern war man darauf konzentriert, mit der etwas zu sensitiven Steuerung nicht daneben zu feuern, wenn hirnlose Zombies auf den Spieler zustürmten. Wie wir nun wissen, haben wir es in Resident Evil 4 nicht mit Zombies zu tun, sondern echten Menschen, die sich viel klüger verhalten als jeder untote Widersacher. Was wurde an der Steuerung sonst noch verbessert? Das Zielen und Feuern! Was daran so besonders sein soll? Wir sagen es euch!Öfters werden Spiele des Survival-Horror Genres von Unwissenden als äußerst blutige Baller-Orgien abgestempelt. Gerade Resident Evil 4 ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auf mehr ankommt als einfach nur "draufzuhalten" und seine ganzen Kugeln in die Gegnermassen zu setzen. Fans der Spielreihe werden es wissen:

Auch in Resident Evil 4 wächst die Munition nicht auf Bäumen und muss bedacht eingesetzt werden, wenn man nicht vollkommen wehrlos dastehen will. Die Situation: Euch steht ein Dorfbewohner gegenüber, der seine Heugabel am liebsten zwischen euren Rippen sehen würde.

Was macht ihr? Dank der neuen Kamperaperspektive ist das Zielen nicht nur einfacher geworden, sondern zudem auch viel genauer. So können wir unseren Widersacher zuerst entwaffnen, indem wir ihm auf die Hand feuern. Ein darauf folgender Schuss auf die Knie zwingt selbst die scheinbar willenlosen Dorfbewohner zu Boden. In Sachen Munition sollte man dem Leitspruch "Geiz ist geil!" durchaus folgen, sonst sind bald Messerstechereien an der Tagesordnung, in denen der Spieler größtenteils den Kürzeren zieht.

Doch was macht man, wenn ein Dorfbewohner es geschafft hat in unsere Nähe zu kommen und uns versucht zu beißen? Sofort erscheint während dem Kampf auf dem Bildschirm ein Symbol des Control Sticks, den ihr möglichst schnell in alle denkbaren Richtungen drücken müsst, um den offensichtlich kontaktfreudigen Gegner loszuwerden.Einen Minuspunkt gibt es für das Design der Dorfbewohner. Die ersten Stunden des Spiels hat man hauptsächlich immer gegen die gleichen Gesichter zu kämpfen und zu unserem Bedauern gibt es eindeutig zu wenig verschiedene Models der KI-Gegner. So gleichen sich diese wie eineiige Zwillinge.

Hier hätte man durchaus ein klein wenig mehr visuelle Abwechslung einbringen können. Doch wer jetzt glaubt, dass man es über das ganze Spiel nur mit den gleichen Gegnern zu tun hätte, irrt. Besonders die furchteinflößenden, mit einer Kettensäge bewaffneten Kollegen machen dem Spieler das Leben schwer.

Die mit einem Kartoffelsack auf dem Kopf eindeutig etwas komischen Gegner halten zudem noch unmenschlich viel aus und sobald man sie erst mal zu nahe an sich gelassen hat, ist es meistens schon zu spät: In einer blutigen Szene wird Leon geköpft und darf von neuem beginnen.Auch die restlichen Gegnertypen können sich sehen lassen. So dürfen wir gegen einen 10 Meter großen Koloss kämpfen, der von den Dorfeinwohnern passend "El Gigante" getauft wurde oder ein paar Spielstunden später die nächste äußerst unheimliche Begegnung erleben.

Während die Kinnlade bei "El Gigante" gen Boden klappte und pures Staunen angesagt war, zittert man in der Kanalisation. Unsichtbare Insektengestalten machen Leon nicht nur dank ihrer blitzschnellen Bewegungen zu schaffen, sondern sorgen für so manche Überraschung von oben. Sie stürzen sich auf Leon und übergießen ihn mit ihrer Säure - Gruseln garantiert!

Trotz der sich wiederholenden Gesichter der Gegner kann man Capcom wieder in den höchsten Tönen loben. Nicht nur, dass die KI zu beeindrucken weiß, nein, die Animationen unserer Widersacher sind schlichtweg grandios. Keine abgehakten Bewegungen oder unglaubwürdige Verhaltensmuster lassen sich erkennen. Man denkt, dass man es mit wirklichen Menschen zu tun hat, so realistisch und detailliert werden die Bewegungen und Emotionen dargestellt. Sie weichen unserem an der Pistole montierten Laserpointer aus, sobald sie es bemerken und versuchen den Spieler zu überrumpeln. Sie zucken zusammen sobald man sie trifft, halten sich zum Schutz die Hände vor den Körper und laufen bedrohlich weiter auf uns zu. Genial!

Mit Geschick und Verstand zum Ziel
Ein gutes Reaktionsvermögen macht sich in Bosskämpfen erst richtig bezahlt: Die Entwickler setzen nicht

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auf stures Ballern, sondern fordern viel Geschick von dem Spieler: Um gefährlichen Attacken auszuweichen muss man eine eingeblendete Tastenkombination drücken und während des Kampfes die Schwachstelle des Gegners ausfindig machen. Probieren geht über Studieren ist die Devise.

Es muss sich wohl niemand wundern, dass man das ein oder andere mal ins Gras beißen darf bis man endlich weiß, wie man einen Gegner effektiv bekämpft. Zur Freude der Spieler geht die Suche auch bei jedem neuen Boss oder auch normalen Gegnern aufs neue los. Eine derartige Vielfalt und Abwechslung bekommt der Spieler selten geboten. Man kann also ruhigen Herzens behaupten, dass die Bossgegner in Resident Evil 4 nicht nur eine lästige Hürde zum Vorrücken im Spiel darstellen, sondern ein wirkliches Grafik- als auch Spielspaß-Spektakel darstellen.

Spieler kann man bekanntlich mit stumpfer Ballerei nicht ans Gamepad fesseln. Während wir unseren Auftrag ausführen, kommen wir in den Genuß von Rätseln und Mini-Aufträgen. Angefangen bei dem simplen Sammeln von 10 (15 maximal) blauen Splittern, um an eine spezielle Waffe heranzukommen bis zu Puzzles, Denkaufgaben und Kombinations-Rätseln. Um beispielsweise eine Tür zu öffnen, muss man mit der Hilfe von einem Licht-Mischpult ein bestimmtes Symbol nachstellen. Das macht nicht nur richtig Spaß, sondern lockert die sonst so dichte Atmosphäre etwas auf und macht Lust auf den nächsten Levelabschnitt. Wenn auch ein paar weitere Rätsel nicht geschadet hätten, dennoch klasse!

*Psst* Hey du! Ja, genau du!
Während seines Überlebenskampfs empfiehlt es sich durchaus, neugierig zu sein: Neben normalen Edelsteinen findet man des öfteren auch kostbare Schmuckstücke, die Kerben aufweisen. Findet man auch den passenden, einst eingefassten Edelstein oder ähnliches, winken dem Spieler viele Pesetas. Natürlich kann man den Schmuck auch einzeln

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verkaufen, doch hier ist der Gewinn nicht so hoch wie eine Kombination aus verschiedenen, zusammenpassenden Schmuckstücken. Weiterhin bekommt man nach dem Töten eines Gegners auch ab und zu Munition oder Geld, von dem wir beim Händler unseres Vertrauens shoppen gehen können. Hier reicht das Angebot von neuen Waffen über Schatzkarten der Umgebung hin zu größeren Aktenkoffern, die uns zusätzlichen Stauraum für Waffen und Heilmittel bieten.

Weiterhin kann man seine Waffen auch tunen, um mehr Schaden zu verursachen oder die Magazinkapazität sowie Schussfrequenz zu erhöhen. Wem die Nachladezeit seines tragbaren Meinungsverstärkers zu lange dauert, kann auch hier feilen: Je nach Waffenart kann man die Nachladezeit verkürzen und ist somit bestens für längere Kämpfe ausgerüstet. Eine durchaus gelungene und ausbalancierte Neuerung im Genre!

Schaudrig, mulmig - Gefühlsachterbahn pur
Wenn man die Gemütslage des Resident Evil 4 Spielers beschreiben sollte, fallen einem eigentlich nur wenige Worte ein: Eine Gefühlsachterbahn der Spitzenklasse. Kaum ein Spiel schafft es, die Gefühlspalette so in Anspruch zu nehmen wie Resident Evil 4.

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Herzklopfen total, wenn man sich durch die Kanalisation schleicht und keine Ahnung hat, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet. Die situationsbedingte Musikuntermalung verstärkt die Gefühle des Spielers und sorgt für einen ordentlichen Schrecken, wenn plötzlich und vollkommen unerwartet ein furchterregender Gegner hervorspringt und den Spieler attackiert. Das mulmige Gefühl in der Magengegend lässt sich einfach nicht ab: Man fühlt sich immer und überall bedroht und befürchtet das Schlimmste. Wo die Story über Funkkontakt mit Ingrid Hunnigan aufhört, fängt die Recherche auf eigene Faust an. In den Levels verteilt lassen sich Zettel finden, die den Stein erst ins Rollen bringen und über die mysteriöse Sekte, Neuigkeiten und Pläne aufklären. Mit der Zeit wächst auch Ashley dem Spieler immer mehr ans Herz und wird von dem "Missionsziel" zur schutzbedürftigen Persönlichkeit und Helferin.

Bestimmte Levelabschnitte kann man nur mit Ashley schaffen und muss sich dabei nicht nur auf die eigene Lebensanzeige konzentrieren, sondern auch noch acht geben, dass Ashley nicht getötet oder verschleppt wird.

So schwingt die Gemütslage des Spielers von Angst in Wut um und dem Willen, Ashley um jeden Preis zu retten. Zwar kommt die Umsetzung der Story nicht an die Intensität von Vorzeigetiteln wie Metal Gear Solid 3: Snake Eater heran, doch kann Resident Evil 4 mit einer ausgezeichneten Spielatmosphäre glänzen, die uns bis zur letzten Minute in ihren Bann zieht.Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ atemberaubende Grusel-Atmosphäre + wunderschöne Grafikpracht + äußerst realistische Animationen + intuitive, neue Steuerung

Contra:
- zu wenige Rätsel - zu wenige Gesichter - keine deutsche Synchronisation (nur deutsche Untertitel)Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ atemberaubende Grusel-Atmosphäre + wunderschöne Grafikpracht + äußerst realistische Animationen + intuitive, neue Steuerung

Contra:
- zu wenige Rätsel - zu wenige Gesichter - keine deutsche Synchronisation (nur deutsche Untertitel)