Andere Länder, andere Sitten. Während man in den USA alleine schon bei der Zurschaustellung einer weiblichen Brust beinhahe mit dem elektrischen Stuhl rechnen muss (während der Nachbarsjunge fleißig und unbehelligt mit der geladenen Magnum seines Vaters rumspielen darf), hat man in Australien eher ein Problem mit der Gewaltdarstellung (hmmm, wieviele Deutsche Auswanderer gibt es dort eigentlich?).

So hat man sich jetzt in Down Under dazu entschlossen das Spiel Reservoir Dogs, basierend auf Quentin Tarantinos Kultfilm, zu verbieten.

Dafür verantwortlich ist in Australien das Office of Film and Literature Classification (OFLC). Anfang des Jahres machte es schon einmal von sich reden, weil man damals den Sprayer-Titel Marc Ecko's Getting Up: Contents Under Pressure ebenfalls aus dem Verkehr zog, da dieser Titel Jugendliche zu illegalen Graffiti animieren könnte.

Der in Australien verantwortliche Publisher Atari, will gegen das Verbot keine Beschwerde einlegen. Eher sei man von Seiten Ataris dazu bereit, die komplette Produktion einzustampfen.

Am bekanntesten dürfte aber noch immer das Verbot von Grand Theft Auto in Australien sein.

Da soll noch mal einer sagen, in Deutschland wäre der Jugendschutz hart! Aber wer weiß, vielleicht nehmen gewisse Politiker aus Bayern und Niedersachsen jetzt schnellstmöglichst Kontakt mit ihren australischen Kollegen auf um der "Bedrohung" in unserem Lande Herr zu werden...

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