Im Vorfeld der E3 wurde das umstrittene Projekt namens Rendition: Guantanamo angekündigt. Der Entwickler T-Enterprises zeigte durchaus Mut, überhaupt solch ein Spiel mit dem fragwürdigen Thema in den jetzigen Zeiten zu entwickeln. Sie bekamen sogar Unterstützung eines Ex-Häftlings, der vor einiger Zeit unschuldig gesprochen wurde. In Rendition: Guantanamo hätten Söldner Guantanamo Bay beherrschen und die Gefangenen für wissenschaftliche Experimente missbrauchen sollen.

Die Proteste und Kritiken gegen das Spiel wurden immer größer und T-Enterprises konnte anscheinend dem Druck nicht mehr widerstehen. Die Entwicklung zu Rendition: Guantanamo wurde komplett eingestellt. Es wurde als politisch unkorrekt empfunden, dass sich ein Häftling den Weg freischießen sollte, um das Spielziel erreichen zu können. Unter anderem hatte Medien wie Fox das Spiel als Propaganda und Rekrutierungswerkzeug für Terroristen kritisiert.

Es ist innerhalb kürzester Zeit das zweite Mal, dass ein Spiel durch die Einwirkung einer Kampagne amerikanischer Vertreter eingestellt wurde. Davor war es Six Days in Fallujah, das Konami ablehnte. T-Enterprises hat mittlerweile ein Statement dazu abgegeben, in denen sie erläutern, dass sie keine Verbindungen mit der Al Kaida pflegen und auch an sonst keinen terroristischen Aktivitäten beteiligt sind.

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