Obwohl die digitiale Distribution nach den Angriffen auf das PSN nicht mehr ganz unumstritten ist, gibt es durchaus noch Stimmen, die sie verteidigen. Remedys Geschäftsführer Matias Myllyrinne sieht sie sogar als einzige Vertriebsart an, die die Spieleindustrie in Zukunft voranbringen wird.

Remedy Entertainment - Digitale Distribution muss schneller vorangetrieben werden

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Das Alan-Wake-Entwicklerstudio Remedy setzt auf digitale Vertriebswege. Auch wenn diese in letzter Zeit recht umstritten sind.
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„Je schneller wir als Industrie digital werden, desto besser ist das für alle. Besser für die Konsumenten, besser für die Entwickler und Publisher. Möglicherweise ist das nicht gut für die verpackten Verkäufe, aber auch dann: Wenn man versucht unsere Spiele als gebrauchte Kopien zu verkaufen und den Leuten einen Anreiz verschafft, das zu machen, dann bin ich überhaupt nicht traurig darüber.“

Es scheint also wieder ein Beitrag zum alten Streit um den Weiterverkauf von gebrauchten Spielen zu sein. Spiele großteils digital auszuliefern hat natürlich den Vorteil, dass sie schnell und unproblematisch an die Kunden ausgeliefert werden können. Und, das darf man nicht außer Acht lassen: Einen Download kann man nicht weiterverkaufen, wenn er einem nicht mehr gefällt oder man ihn durchgespielt hat.

Remedy will aber auch nicht auf den physischen Verkauf verzichten. Myllyrinne sagte, dass er die Zukunft des Entwicklerstudios definitiv in der digitalen Distribution sieht, aber den „harten“ Verkauf auch nicht ausschließen will. Man möchte sich jedoch mehr auf den digitalen Vertriebsweg über das PSN, Xbox-Live oder auch Steam verlegen, weil man die Zielgruppe darüber deutlich direkter erreichen könnte.