Was macht Jungs noch mehr Spaß, als Burgen und Türme aus Sand oder Legosteinen zu bauen? Genau! Die ganzen mühevoll errichteten Bauten wieder voller Hingabe einzureißen. Plattzumachen! Auszuradieren! Dem Erdboden gleichzumachen! Wenn es dabei auch noch schön rumst, die Gebäude möglichst physikalisch korrekt einstürzen, schöne Rauch- und Staubwolken aufsteigen und außerdem noch schöne Explosionen entstehen, macht das nicht nur Spaß. Man nennt es Red Faction: Guerilla. Aus gegebenem Anlass haben wir uns einen riesigen Vorschlaghammer geschnappt und uns auf eine ziemlich staubige Abrisstour auf dem Mars begeben.
Hier werdet ihr zur Oneman-Abrissbirne: "Red Faction: Guerilla" weckt den kindlichen Spaß am Kaputtmachen.FazitDafür schlüpfen wir in die Rolle eines gewissen Alec Mason, der sich im Jahr 2075 auf unserem Nachbarplaneten ein neues Leben aufbauen will. Erz-Rohstoffe gibt es in rauen Mengen und die will er gemeinsam mit seinem bereits auf dem Roten Planeten lebenden Bruder ausbeuten. Doch er hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Kurz nach seiner Ankunft wird sein Verwandter von der Earth Defense Force getötet, weil er Verbindungen zur Widerstandbewegung Red Faction hat. Dass er sogleich in dessen Fußstapfen tritt, ist vielleicht für Entwickler Volition (Saints Row 2) der nächstlogische Schritt. Er entpuppt sich jedoch im Spielverlauf als eine der Schwächen des Spiels.
Rot und staubig - so muss der Mars aussehen!Genauso emotionslos, wie Alec das Ableben seines Bruders aufnimmt und sich von den Aufständischen rekrutieren lässt, wird die Geschichte um die politische Situation und alle wenig erinnerungswerten Nebenfiguren weitererzählt. Sie verkommt dadurch leider zu kaum mehr, als einer in den Hintergrund gedrängten Rechtfertigung für das marsianische Ambiente und die schicken Actioneinlagen. Mitreißen kann die Story folglich kaum - auch weil unser Protagonist sehr blass bleibt und sich kaum als interessante Identifikationsfigur eignet.
Glücklicherweise macht die Praxis ohnehin meist mehr Spaß als blanke Theorie. So auch im Fall von Red Faction: Guerilla, wo sich Kenner der Serie von Beginn an ein wenig umstellen müssen. Mit dem dritten Teil der Spielereihe hat man nicht nur die Level-Architektur hinter sich gelassen und auf ein Open World-Szenario umgeschwenkt. Ab sofort steuert ihr den Helden zudem aus einer 3rd-Person-Perspektive.
Elekrtisierend: Nicht nur per Hammer lässt sich die Umgebung bearbeiten.Das macht bei dieser Zerstörungsorgie absolut Sinn, kann man in sich zusammenfallende Gebäude auf diese Weise nicht nur besser beobachten, sondern auch einfacher abschätzen, ob man nicht gerade dabei ist, von den Trümmerteilen erschlagen zu werden. Und glaubt mir, wenn ich schreibe: Es regnet Bruchstücke! Ihr hinterlasst bei euren Aktionen nur selten Ruinen, denn die Objekte fallen - sofern ihr gründlich vorgeht - säuberlich in sich zusammen. Wobei wir vielleicht lieber gründlich sagen sollten, denn mit "sauber" hat eure Aufgabe als Oneman-Abrissbirne nun wahrlich nichts zu tun.
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Damals konnte man sich noch eigene Tunnel durch ein berg Ballern.
Aber selbst das würde mir bei diesem Spiel eher sinnlos erscheinen.
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Dann bist du immer informiert. Aber soviel kann ich schonmal verraten. Sie kommen heute :)
Teil drei dürfte ja wohl der Beste der Serie sein - wird sich auf jedenfall angeguckt