Im Bereich Medizin ist es nichts Neues, dass Videospiele zur Therapie eingesetzt werden. Ein prominentes Beispiel ist die Wii-Konsole, die unter anderem mittlerweile in viele Altersheimen vertreten ist - und auch Parkinson-Patienten werden damit therapiert. In den USA gibt es Kliniken, die Patienten nach einem Schlaganfall, Knochenbruch oder einer chirurgischen Operation an den bewegungssensitiven Controller der Konsole lassen.

Re-Mission - Shooter therapiert krebskranke Kinder

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Re-Mission ist kostenlos und klärt Kinder über Krebs auf.
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Neu hingegen ist eine Methode für Krebspatienten, die von der US-Non-Profit-Organisation HopeLab entwickelt wurde. Dahinter steckt ein Action-Shooter namens Re-Mission, der krebskranken Kindern neuen Mut und Aufklärung in Bezug auf die eigene Krankheit geben soll.

HopeLab-CEO Pat Christen erklärte in einem Interview mit dem Wall Street Journal: "Re-Mission ist ein Shooter-Spiel, bei dem die Kinder einen Nano-Roboter namens Roxxi durch fiktive Körper junger Krebspatienten navigieren können." Auf seiner Reise muss Roxxi schädliche Krebszellen identifizieren und zu bekämpfen. "Für diese Zwecke steht dem Spieler dasselbe Waffenarsenal zur Verfügung, das auch im echten Leben zur Krebsbekämpfung eingesetzt wird wie etwa Strahlung, Chemotherapie oder Antibiotika", so Christen.

Der Sinn dahinter ist, den krebskranken Kindern durch eine Form eines interaktiven Spieles die eigene Krankheit besser zu erklären. Auch soll das Spiel die Kinder von der eigenen Situation ablenken. Laut HopeLabs sind aktuell 145.000 Kopien von Re-Mission in 81 Ländern der Welt im Einsatz. Wer sich selbst eine Meinung über das Spiel machen möchte, kann es sich unter re-mission.net kostenlos herunterladen. Die Größe beträgt fast 2 GB.

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