Humorvoll, abgedreht und bestens inszeniert: Das sind die Markenzeichen der berühmten Ratchet & Clank-Serie, die schon in vier Spielen für PlayStation 2 sowie zwei Abenteuern für PlayStation Portabe für Furore sorgten. Mit Ratchet & Clank: Tools of Destruction wagen sich die Entwickler von Insomniac nun auf neues Terrain und wollen nach Resistance: Fall of Mann den nächsten Hit für die PlayStation 3 landen.

Doch gelingt es den kalifornischen Entwicklern, auch mit dem jüngsten Teil der Serie die Alienkatze und ihren Roboter-Kumpel zu einem furiosen Einstand auf dem neuen Entertainment-System zu verhelfen? Die folgenden Zeilen verraten es euch.

Ratchet & Clank: Tools of Destruction - Trailer PS3

Das jüngste interstellare Abenteuer der beiden Pixel-Helden startet furios: Während Ratchet friedlich an seinem Gleiter schraubt, bekommt er einen Hilferuf von Captain Qwark. Der „mehrfache Retter der Galaxies“ wird von Roboterschergen attackiert, die dem Möchtegern-Superhelden an die Wäsche wollen. Grund für den Angriff ist diesmal aber kein durchgeknalltes Individuum, das sich die gesamte Galaxie unter den Nagel reißen will.

Ratchet & Clank: Tools of Destruction - Und noch ein Kaufgrund für Sonys PS3: Die erste Zerstörungsorgie mit Schmunzelgarantie.

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An Abwechslung ist der jüngste Ableger kaum zu übertreffen.
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Vielmehr ist unser sympathischer Lombax Ratchet der Grund allen Übels. Der kleine aber umso gemeinere Imperator Percival Tachyon gehört nämlich jener Rasse an, die vor vielen Jahren von den Lombax ausgelöscht wurde, um der Galaxie Ruhe und Frieden zu schenken. Und da Ratchet als letzter Vertreter seiner Spezies gilt, möchte der machthungrige Fiesling nun unserem sympathischen Lombax an den Pelz. Eine rund 15-stündige Odyssee beginnt, an deren Ende wieder einmal die Rettung des Universums steht.

Galaktisch gute Action

Obwohl es sich bei der Ratchet & Clank-Franchise seit Bestehen um eine Serie des Jump ’n’ Run-Genres handelt, spielt das Plattform-Gehopse in Tools of Destruction eine eher untergeordnete Rolle. Das Hauptaugenmerk des jüngsten Ablegers liegt wieder einmal mehr auf imposanter Baller- und Prügel-Action. Klar, Geschick und Köpfchen sind immer noch gefragt. Rätsel, an denen ihr euch die Zähne ausbeißt, dürft ihr aber nicht erwarten.

Packshot zu Ratchet & Clank: Tools of DestructionRatchet & Clank: Tools of DestructionErschienen für PS3 kaufen: Jetzt kaufen:

Im Gegenteil: Sobald ihr einen storyrelevanten Bereich erreicht habt, gibt euch das Spiel einen kurzen Hinweis, wie ihr weiter vorgehen solltet. Natürlich steuert ihr nicht nur Ratchet durch die unendlichen Weiten des Alls, sondern dürft auch in die blecherne Haut seines Roboter-Kumpels Clank schlüpfen. Dann bekommt ihr die kleinen, eigentlich unsichtbaren Zoni zu sehen, die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diese kann Clank anweisen, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, die ihm beim Absolvieren des jeweiligen Spielabschnitts behilflich sind.

Hier gibt es nichts zu reparieren: Ratchet & Clank bestreiten eines ihrer besten Abenteuer.Fazit lesen

Sixaxis - Schöne neue Welt

So können sie die Zeit verlangsamen, damit Clank gefahrlos bewegliche Hindernisse passieren kann. Versperren hingegen Abgründe den Weg, verhelfen sie ihm zu einem kurzen Schwebeflug. Zudem können die Zonis Apparaturen in Gang setzen, reparieren oder abschalten. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Entwickler von Insomniac die Bewegungssensoren des Sixaxis-Pads vorbildlich ins Spielgeschehen implementiert haben.

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Ratchet schraubt an seinem Gleiter, bevor der Hilferuf von Captain Qwark eingeht.
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Die Nutzung bleibt euch hier zwar generell freigestellt, vermittelt aber ein intensiveres Spielerlebnis. Zum Beispiel führt das Dekodieren eines Türschlosses mit Hilfe des Sixaxis-Controllers zu einem viel authentischeren Spielerlebnis. Hier müsst ihr einen Stromkreis überbrücken, indem ihr die leitende Kugel an die richtigen Stellen platziert. Die innovative Steuerung kommt auch beim Lenken von abgefeuerten Mini-Tornados und dem Freisprengen neuer Wege per Laserstrahl zum Zuge.

Eure motorischen Fähigkeiten sollten dabei aber gut geschult sein, da euch zum Beispiel die Steuerung des Lasers einiges abverlangt. Solltet ihr mit der Bedienung hingegen gar nicht zurechtkommen, bietet das Optionsmenü die Möglichkeit, die Sixaxis-Bewegungssensoren zu deaktivieren. Insgesamt wissen die Geschicklichkeitseinlagen und Minispiele doch sehr gut zu gefallen.

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In HD machen Ratchet und Clank einen besonders guten Eindruck – auch wenn die Auflösung auf 720p begrenzt wurde.
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Dabei fasziniert vor allem die atemberaubende Inszenierung: Ihr grindet spektakulär über auseinanderbrechende Stahlrohrkonstruktionen, schwingt euch mit dem Greifhaken durch die Lüfte oder hängt euch an vorbei rauschende Raumgleiter. Der Ablauf funktioniert dabei weitestgehend automatisch. Ihr müsst lediglich dafür sorgen, dass der pelzige Hintern unseres Protagonisten Hindernisse überspringt oder rechtzeitig das Geländer wechselt, bevor er in einen Abgrund stürzt.

Als spielinterne Währung für den Kauf neuer Waffen fungieren die so genannten Bolts, also Schrauben, die alle Gegner nach ihrem Ableben fallen lassen oder in Kisten zu finden sind. Besucht ihr dann einen der örtlichen Händler, könnt ihr den Kriegswerkzeugen zum Beispiel individuelle Boni verpassen. Das ist aber gar nicht zwingend notwendig, da ihr eure Wummen auch im Kampf upgraden könnt, sofern ihr die Waffe oft genug benutzt.

Laserpistole und Co. können aber auch durch Raritanium aufgelevelt werden, das ihr von besonderen Gegnern bekommt oder in speziellen Kisten finden könnt. Insgesamt reicht das Repertoire an Waffen von Laser-Wummen über Elektropeitschen bis hin zu Tornadoschleudern und Magnetnetzen. Darüber hinaus verfügt Ratchet aber auch über andere Kuriositäten: Hinter dem Groovitron verbirgt sich beispielsweise eine Discokugel, die alle Gegner zu fetziger Musik abtanzen lässt.

Fest für die Sinne

Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, den Kontrahenten den Garaus zu machen. Allerdings sind die tanzenden Aliens so ansehnlich gestaltet, dass man sich das Spektakel lieber zu Gemüte führen möchte, anstatt das Gesocks ungespitzt in den Boden zu rammen. Auch wenn Ratchet & Clank: Tools of Destruction nur mit einer HD-Auflösung von 720p daherkommt, entpuppt sich das Action-Adventure bereits nach der ersten Spielminute als Fest der Sinne.

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Solche Effekte lassen die Herzen von Grafik- Fetischisten höher schlagen.
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Das liegt zum einen an der ausgezeichneten Grafik und den hochwertig gerenderten CGI-Filmsequenzen, aber auch an der humorvollen Inszenierung der Charaktere, die euch nicht nur einmal zum Schmunzeln bringen. Für das altbewährte „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl sorgen hingegen abwechslungsreiche Schauplätze, abgefahrene Charaktermodelle, eine beeindruckende Weitsicht und die brachialen Effekte.

Dabei weiß vor allem das Szenario in den Metropolen der Galaxie zu überzeugen: Häuser und Wege brechen zusammen, Hunderte Raumgleiter bahnen sich ihren Weg durch den Großstadtdschungel und nebenher müsst ihr noch zahlreichen Raketen ausweichen. Zum Spielfluss tragen außerdem die geringen Ladezeiten bei, die ganz bequem mit den Zwischensequenzen überbrückt werden.

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Die Bossfights machen einiges her und lassen euch das gesamte Waffenarsenal ausprobieren.
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Auch auf soundtechnischer Ebene weiß Ratchet & Clank: Tools of Destruction voll zu überzeugen. Die Hintergrundmusik fügt sich wunderbar in das Spielsetting ein und wird zum Beispiel bei Boss-Kämpfen durch brachiale Effekte verfeinert. Auch die Abmischung der Waffengeräusche ist nahezu perfekt, genauso wie die deutsche Synchronisation der beiden Pixel-Helden. Als einziger Wehrmutstropfen bleiben nur die Gegnerscharen, die mit sich immer wiederholendem Gegrunze für etwas Monotonie sorgen.