Ratchet & Clank: A Crack in Time – Test

PS3

Laut, bunt, verrückt, schnell, toll, crank, clank...

von Sebastian Thor, 27. Oktober 2009 11:00 Uhr

Och, guckt doch mal, wie kraftlos er da nach unten hängt, das Leuchten in seinen Augen erloschen, von der Lebensfreude nichts mehr zu spüren. Wenn man Clank so sieht, getrennt von Ratchet und gefangen hinter einer dicken Scheibe, hat man richtig Mitleid mit dem kleinen Roboterkerlchen. Auch mit Ratchet: Was macht der pfiffige Lombax ohne seinen Begleiter? Und wie konnte es nur dazu kommen?

Auch im siebten Anlauf eine echte Granate!FazitGanz einfach: Wer das Ende von Tools of Destruction erlebt hat, dem rauscht eine Szene auf jeden Fall ins Gedächtnis. Die, in der Clank von den mysteriösen Zoni verschleppt wird. An einen Ort, den außer ihnen eigentlich keiner kennen sollte. Der durchtriebene Dr. Nefarious spürt ihn trotzdem auf, trachtet unserem mechanischen Winzling nach den Schaltkreisen und tritt schon in den ersten Minuten als Bösewicht mit Charakter auf: fies, markant, bis ins letzte Polygon eine echte Type eben. Man kann im Handlungsrückblick während der Installation kaum zehn Sekunden lang um Imperator Tachyon trauern, da wird man gleich von einem altbekannten, urigen Feindbild überrollt, das die nächsten zehn bis zwölf Stunden ein wahres Slapstick-Feuerwerk zündet.

Screenshot zu: Laut, bunt, verrückt, schnell, toll, crank, clank...Neben Captain Qwark steht euch auch Lombax-Kollege Alister eine Zeit lang zur Seite.

Aber nicht nur er: Während Clank durch eine Art Uhrwerk-Level aus der Gefangenschaft flüchtet, machen sich Ratchet und Captain Qwark auf die Socken und die Suche nach ihrem Freund. Wie das in der Praxis aussieht? Natürlich katastrophal! Nicht in Bezug auf die Spielqualität, sondern auf bedachtes Vorgehen: „Leise rein und schnell wieder raus“, nicht wahr, Qwark? Genau jener Qwark, Superheldendepp und Zotenreißer vom Dienst, zusammen mit Ratchet in einem Team? Das kann doch nur eins werden: ein Ameisenhaufen aus Plattitüden, Mätzchen und Faxen. Verdammt richtig! Zum Glück solche, die richtig gut unterhalten.

Wenn bereits die ersten Abschnitte ein dickes Grinsen erzeugen, dann ist das ein sehr gutes Zeichen. Und wenn sich der Strahlemann bis zum Ende hin nicht verflüchtigt, dann kann sich Insomniac auf die Schulter klopfen. Es sind nicht nur die begleitenden Sidekicks wie Roboter Siegmund oder Captain Qwark, die die Stimmung während des Spiels mit markigen Sprüchen anheizen. Immer dann, wenn sich die ersten Längen einschleichen wollen, und sei es nur auf Katzenpfoten, beweisen die Entwickler ihr Geschick auf der cineastischen Ebene mit exzellenten Zwischensequenzen - erstklassig geschnitten, noch besser vertont und bis zur letzten Sekunde sehenswert.

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