Autor: Andreas Müller

Wieder einmal hat Midway es sich nicht nehmen lassen, einen der hauseigenen Klassiker im neuen Gewand zu präsentieren. Bereits in den 80er Jahren machte »Rampage« die Spielhallen unsicher. Später wurden dann C-64 und Amiga mit Portierungen des Arcade-Titels versorgt. Das Konzept der Wii, das sich zwischen Innovation und einer Affinität für Retrospiele bewegt, schien da wie geschaffen für eine Neuauflage der Mutanten. Wir schlagen uns für euch durch die Metropolen und fühlen den Monstern auf den Zahn!

Kaputte Story
»Rampage: Total Destruction« ist nach »Rampage« und »Rampage World Tour« der dritte Teil der Serie. Wie schon bei den Vorgängern handelt es sich um ein Spiel, das eigentlich auch ohne Story auskommen würde. Dennoch hat man sich die Mühe gemacht, die nachfolgend abstrusen Spielinhalte durch eine kleine Vorgeschichte zu erläutern.

Rampage: Total Destruction - Haut weg die Scheiße! Diese Zerstörungsorgie macht alles platt.

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King Kong? Nein, Rampage: Total Destruction!
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Bei der Produktion einer vermeintlich besonders schmackhaften und belebenden Limonade summieren sich die Zutaten zu einem verheerenden Cocktail, der alle 40 Produkttester zu riesigen Monstern mutieren lässt. Die Situation eskaliert, und schon bedrohen Mutanten die Metropolen der Welt. Von Las Vegas über New York, London bis nach Hong Kong herrscht Ausnahmezustand.

Weltreise
Statt sich dem Treiben der destruktiven Monster entgegen zu setzen, schlüpft ihr in die Rolle eines Ungeheuers eurer Wahl. Wer die Serie kennt, freut sich auf ein Wiedersehen mit Ralph, Geoge und Lizzie. Darüber hinaus wurden eine Menge neuer Mutationen entworfen, die gigantischen Ratten, Haien, Löwen und vielem mehr nachempfunden sind.

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Sollen wir die kreischende Frau nun fressen oder wegschleudern?
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Ist die Wahl getroffen, könnt ihr euch der Kampage stellen, die nichts weiter von euch verlangt, als alle Metropolen der Reihe nach in Schutt und Asche zu zerlegen. Auffällig ist, dass die ursprüngliche Serie seinerzeit ganz offensichtlich vom Finale des grandiosen »King Kong«-Films inspiriert wurde. Hollywoodreif erklimmt ihr Wolkenkratzer und wehrt euch dabei gegen militärisches Fluggerät, das euch unter Beschuss nimmt. Da George, Lizzie und Co. jedoch von Grund auf böse sind und für Menschen im Gegensatz zum Kollegen King Kong wenig übrig haben, dienen Passanten hier nur als Nahrungsmittel.

Wii-Finessen
Per Nunchuk steuert ihr eure Kreatur durch die Straßenzüge. Mit dem A-Taste schlagt ihr um euch, während per B-Knopf gesprungen wird. Doppelsprünge und Spezialmanöver stehen ebenso auf dem Programm. Wer die Wii-Remote schüttelt, ergreift Fußgänger oder Fahrzeuge. Habt ihr einen Menschen in euren Griffeln, könnt ihr ihn entweder zugunsten eurer Gesundheit aufmampfen oder durch ein weiteres Schütteln der Wiimote durch die Gegend schleudern.

Total Destruction
Interessant wird das Schleudern allerdings erst, wenn ihr Fahrzeuge dafür verwendet. Tanklaster, die beispielsweise gegen eine Hausfassade geworfen werden, lassen das Gebäude unmittelbar einstürzen. Greift ihr zu Straßenbahnen oder Bussen, setzt eure Kreatur das Vehikel automatisch an den Hals, um die Insassen zu verinnerlichen, bevor ihr es spektakulär durch die Gegend werfen könnt. Durch eine beherzte Abwärtsbewegung der Wii-Remote schlägt das Monster eurer Wahl mit Wucht auf den Boden. Klammert ihr gerade an einer Häuserwand, bewirkt die gleiche Bewegung einen heftigen Tritt gegen die Fassade.

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Auch auf den Dächern der Häuser lässt sich Schaden anrichten.
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Wem das Gameplay bis hierhin zu brutal und destruktiv ist, der wird bei diesem Spiel nicht auf seine Kosten kommen. Primärziel in jedem Level, das jeweils einem Stadtteil der aktuellen Metropole entspricht, ist die komplette Zerstörung sämtlicher Gebäude. Daneben gibt es pro Level ein Bonusziel, wie etwa den Verzehr von 10 Polizisten oder die Zerstörung bestimmter Objekte. Wer ein solches Ziel erreicht, bekommt Bonuspunkte und meistens eine Spezialfähigkeit. Vom Brüllangriff über verbesserte Sprungtechniken bis hin zu effektiven Attacken wird das Repertoire des aktuellen Monsters so erweitert.

Speiseplan
Damit die Zerstörungsorgie nicht zu einfach wird, setzt euch die Zivilisation Polizisten, S.W.A.T.-Einheiten, Panzer, Kampfhubschrauber und vieles mehr entgegen. Sobald ihr unter Beschuss seid, gilt es, den Störenfried zu beseitigen, damit eure Lebensenergie im grünen Bereich bleibt. Solltet ihr dennoch Federn lassen, greift ihr einfach zum menschlichen Snack oder zerstört die Fenster der Gebäude. Hinter diesen Fenstern sind häufig bestimmte Gegenstände verborgen, die euch regenerieren oder auch schaden können. Drückt ihr die A-Taste ein Mal, schlagt ihr auf das Gebäude ein. Drückt ihr sie noch mal, greift ihr zu einem möglicherweise freigelegten Objekt und verzehrt es.

Rampage: Total Destruction - Haut weg die Scheiße! Diese Zerstörungsorgie macht alles platt.

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Solche Explosionen zählen zu den grafischen Highlights.
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Da ihr für jedes Level ein Zeitlimit habt, kann es im Eifer des Gefechts passieren, dass ihr versehentlich zu Gifttanks oder anderen schwer verdaulichen Objekten greift. In diesem Fall verliert ihr eine beachtliche Portion eurer Lebensenergie. Ihr solltet also, vor Allem wenn sich eure Energie dem Ende zuneigt, genau darauf achten, was ihr verzehrt und was nicht. Habt ihr euch durch alle Stadtteile geschlagen, wartet am Ende jeweils ein Bossgegner. Die Limonadenfabrik selbst schickt dann jeweils ein hartnäckiges Spezialgefährt, das euch ans Leder will.