Individualität wird ganz groß geschrieben heutzutage. Jeder möchte einzigartig sein, ob kleine Mini-Gebiete plötzlich eigene Staaten sein möchten oder Egon Müller nun ganz hip, jeder möchte damit etwas ausdrücken. Was das nun mit Rainbow Six: Vegas 2 zu tun hat? Nun, die Ubisoft-Entwickler haben sich den bereits sehr guten ersten Teil zur Brust genommen und die wenigen Schwachstellen genau analysiert.

Als eines der Ergebnisse erstellt ihr zu Spielbeginn einen Charakter nach euren Vorstellungen. Was die Fortsetzung darüber hinaus noch an Neuerungen mitbringt haben wir anhand der Preview-Version für euch herausgefunden.

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Beim Gesichtschirurgen

Zwar habt ihr zu Beginn nicht allzu viele Möglichkeiten das Aussehen der Spielfigur zu manipulieren, so bestimmt ihr etwa die Farbe und Musterung der Tarnfarbe im Gesicht oder einige der Kleidungsstücke, doch im Verlauf des Spiels erhaltet ihr die Gelegenheit weitere Änderungen vorzunehmen. Während diese Anpassungen jedoch rein äußerlicher Natur sind, haben die Entwickler dem Taktik-Shooter unter der Haube weitere Anpassungen spendiert.

Rainbow Six Vegas 2 - Zurück ins Paradies der Spieler: Wir schleichen uns durch die kommende Taktik-Hoffnung.

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Wer Koop zockt, stürmt den Raum im Tandem mit einem Kumpel.
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Die von euch erstellte Spielfigur entwickelt sich also nicht nur äußerlich weiter, auch die inneren Werte sind nun enorm wichtig - und wirken sich auch auf das Gameplay aus. Und das sowohl im Singleplayer- als auch Multiplayer-Modus. In Rainbow Six: Vegas 2 erhaltet ihr nämlich Erfahrungspunkte für viele eurer Aktionen, die sich in unterschiedliche Disziplinen aufteilen. Beispielsweise gibt’s Punkte für Nahkampf-Kills, Headshots, Treffer als Meisterschütze aus der Distanz oder taktisch erfolgreiche Säuberungsaktionen.

Diese Erfahrungspunkte werden eurem Konto gutgeschrieben, womit ihr nach und nach neue Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Klamotten frei schaltet. Auf diese Weise erhaltet ihr nicht nur Zugang zu elf neuen und vielen altbekannten Wummen oder Körperpanzern, ihr spezialisiert euch dabei zusehends. Womit wir wieder beim Stichwort Individualität angelangt wären.

Packshot zu Rainbow Six Vegas 2 Rainbow Six Vegas 2 Erschienen für PC, PS3 und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Oberflächlich: wenig Neuerungen

Doch als Einzelkämpfer hat noch kaum jemand eine ganze Terroristenorganisation ausgeschaltet und daher bietet Rainbow Six: Vegas 2 einen erweiterten Koop-Modus. Dieser erlaubt euch nicht nur die gesamte, auf Teil eins aufbauende, Story mit einem Kumpel durchzuzocken, dieser kann sogar ganz nach Belieben ins laufende Spiel einsteigen oder sich ausklinken - ohne den Spielablauf in irgendeiner Weise negativ zu beeinflussen.

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So dürftig sieht das Spiel glücklichweise nur selten aus.
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Allerdings hat die Sache doch noch einen kleinen Haken: Leider kann der Mitspieler den computergesteuerten Squad-Mitgliedern keine Kommandos geben, sodass dieser Job voll und ganz auf Spieler eins zurückfällt. Schade. Davon abgesehen hat es im Singleplayer-Modus eigentlich recht wenig Neuerungen gegeben. Ubisoft setzt größtenteils auf das vom Vorgänger bewährte Schema - und tut gut daran. Immer noch hetzt ihr von einer Deckung zur nächsten, lugt um die Ecken, feuert blind darüber hinweg oder bereitet schleichend die Erstürmung von mit Fieslingen besetzten Räumen vor.

Neu ist beispielsweise der Thermalscan, der euch ab und zu erlaubt, anhand eines Wärmeradars die Positionen der Bösewichter auszumachen und daraufhin euer taktisches Vorgehen zu planen. Dies gleicht möglicherweise den subjektiv etwas höheren Schwierigkeitsgrad aus, denn die KI-Widersacher scheinen sich im sechsten Teil der Serie noch einen Tick cleverer zu verhalten als beim Vorgänger. Ein wenig im Widerspruch dazu steht jedoch, dass die Terroristen in geschlossenen Räumen meist immer noch nicht mitkriegen, was in den Fluren um sie herum abgeht - wenn ihr z. B. ihre Kameraden mithilfe einer Granate unschädlich macht.

Zusätzlich erhaltet ihr die Fertigkeit Mini-Sprints einzusetzen und damit die rettende Deckung gerade noch rechtzeitig zu erreichen. Ohne schützende Objekte habt ihr in Rainbow Six: Vegas 2 nämlich genau so wenig eine Chance zu überleben, wie zuvor. Allerdings solltet ihr darauf achten, was ihr als Deckung verwendet: Vegas 2 erlaubt den Schützen nun durch weniger solide Objekte hindurch zu ballern. Versteckt sich ein Widersacher hinter einer Holzwand ist er dort aufgrund der neuen Penetrationsmöglichkeiten der Geschosse nicht unbedingt sicher, eine Betonwand macht sich da schon deutlich besser.

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Wer sich so offen aus der Deckung traut ist mutig - oder cheatet...
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Ums Überleben geht es natürlich nach wie vor auch im Multiplayer-Modus, der euch einige neue Modi spendiert und - ganz nebenbei erwähnt - diesmal auch optisch mit der Singleplayer-Kampagne mithält. Abgesehen von den Standard MP-Modi wird euch "Team Leader" geboten: In jedem Team befindet sich ein Anführer, der sicher zum Evakuierungspunkt geleitet werden soll. Wird er abgeschossen, verliert sein Team alle Respawns und kann ausgelöscht werden. Wer jetzt allerdings denkt, er könne sich unentdeckt durch die Maps schleichen, irrt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Fortsetzung den Vorgänger in den Schatten stellen wird.Ausblick lesen

Der jeweilige Team Leader wird nämlich gut sichtbar für alle mit einem Stern auf der Mini-Map angezeigt und damit zum Freiwild. Dieser Modus erinnert ebenso an Counter Strike (VIP) wie "Team Demolition" bei dem ein Team eine Bombe an einer von zwei verschiedenen Positionen legen muss, während das andere dies verhindern will. Als Drittes erwartet euch schließlich "Total Conquest", bei dem es darum geht drei Satelliten-Positionen für 30 Sekunden zu halten, um die Runde siegreich zu gestalten.