Im Gegensatz zu anderen First-Person-Shootern soll es im Multiplayer-Modus von Rainbow Six: Siege kein Respawn geben. So will Ubisoft einen stärkeren Fokus auf taktisches Gameplay legen.

Tom Clancy’s Rainbow Six Siege - Warum es im Multiplayer keinen Respawn geben wird

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Rambos sind bei Rainbow Six: Siege fehl am Platz
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Die Rainbow Six Spielereihe hatte mal den Ruf, äußerst realistisch zu sein, und großen Wert auf taktisches Gameplay zu legen. Das war bis Rainbow Six: Lockdown der Fall. Ab da wurde das Gameplay immer actionorientierter, vielleicht, um mit den damals wie heute populären First-Person-Shootern der Marke Call of Duty mithalten zu können. Das ging soweit, dass sogar ein Deathmatch-Modus integriert wurde.

Mit Rainbow Six: Siege will man allerdings zu alten Tugenden zurückkehren, und sich auf die drei Schlagworte Teamarbeit, Taktik und Spannung besinnen. Wie, das erklären die beiden Game Designer Chris Lee und Andrew Witts auf der hauseigenen Homepage.

Ganz wichtig sei dabei der fehlende Respawn beim Ableben. Etwas, was es heute bei sich selbst regenerierenden Gesundheitsbalken in Multiplayer-Shootern kaum noch gibt. Lediglich wenige Spiele wie Counter-Strike: Global Offensive machen noch davon Gebrauch.

Doch gerade das Ausscheiden und Warten auf die nächste Runde mache das eine Leben, das jeder Spieler zu Beginn einer Runde habe, umso wichtiger und bedeutender.

"Wenn es einem nicht erlaubt wird, während einer Runde erneut aufzutauchen, sind schnelle Reflexe nicht das einzige, das einen am Leben hält. Teamarbeit, Kenntnisse über die Map, Planung, Anpassungsfähigkeit, Kommunikation, und Führungsgabe sind dann genauso wichtig, um zu gewinnen", so Chris Lee.

Das habe das Spiel um einiges verschärft, und könnte wiederum auch einigen Trolls Einhalt gebieten. Denn nun sei man nicht mehr in der Lage, sich gemütlich zurückzulehnen, um andere zu beleidigen, stattdessen sei man geradezu in den Sessel gepresst und voller Anspannung dabei, die Taktik einzuhalten.

Interessanterweise sei das neue, alte Konzept aufgegangen. Man habe zunächst befürchtet, dass diese Spielweise nur die härtesten Fans ansprechen würde, doch stattdessen habe es das Spiel für viele zugänglich gemacht, die ihre unterschiedlichen Spielweisen anwenden konnten. Auch beendete die Einführung dieses Konzepts die Debatte um die Kill / Death Ratio. Es war nun nicht mehr wichtig, möglichst viele Kills zu landen, sondern tatsächlich zu kommunizieren und taktisch vorzugehen, um eine Runde zu überleben, und zu gewinnen.

Ein übliches Problem bei diesem Spielprinzip ist allerdings das passive Teilhaben. Gerade Anfänger verlieren allzu schnell ihr virtuelles Leben und sind dann in solchen Spielen dazu verdammt, bis zum Rundenende zu warten. Dem tritt man bei Rainbow Six: Siege insofern entgegen, dass die ausgeschiedenen Spieler noch immer aktiv teilhaben können - im sogenannten Support Mode. Hier erhalten sie die Gelegenheit, Dronen und Sicherheitskameras zu steuern, um Teammitglieder auch weiterhin taktisch zur Seite zu stehen.

Allerdings versprechen die Entwickler, dass eine Runde keine langwierige Angelegenheit sein wird. Statt auf ewig lange Matches zu setzen, soll ein Match in Rainbow Six: Siege eine präzise Operation sein - maximal drei Minuten schätzt der Entwickler, wird eine Runde bei den Spielern dauern.

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