Wenn es um möglichst realistische Rennsimulationen geht, dann ist - zumindest auf dem PC - der schwedische Entwickler SimBin die erste Wahl. Mit seinen gefeierten GTR-Rennspielen hat die Spieleschmiede viele Fans in ihr Lager ziehen können. Nun ist ein Addon des Ablegers RACE - The Official WTCC Game herausgekommen, das die Fahrzeuge des britischen Herstellers Caterham Cars Ltd. in den Mittelpunkt stellt. Zusätzlich winken noch zwei neue Traditionsstrecken und einige andere Verbesserungen, die wir uns ganz genau angesehen haben.

Zum 50. Jubiläum
Als Hintergrund dieser Erweiterung dient den Entwicklern das 50. Jubiläum des Rennwagenbauers Caterham Cars Ltd, das in diesem Jahr begangen wird. Dafür hat man sich drei Modelle (CSR 200, CSR 260 und CSR 320 Concept) herausgepickt, die in gleich sechzig verschiedenen Designs vorhanden sind. Allerdings fallen diese Unterschiede auf den ersten Blick nicht wirklich auf, denn die Fahrzeuge sehen sich alle sehr ähnlich. Erst wenn man sich an das virtuelle Steuer dieser Klassiker setzt, spürt man das Adrenalin in sich aufsteigen - und den Unterschied zu dem bisherigen Fuhrpark des Spiels.

Race: Caterham - Knarzende Motoren, brennende Reifen: Auch die Erweiterung hat ordentlich was unter der Haube

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Eine der neuen Pisten: Estoril
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Die Caterhams bringen ein ganz anderes Fahrgefühl auf die Asphaltpisten und reagieren viel direkter auf die Impulse des Fahrers. Sie liegen sehr dicht über dem Straßenbelag und bringen aufgrund ihrer Kompaktheit eine sehr direkte Verbindung zustande - etwas, das man durchaus mit dem Kartfahren vergleichen kann. Oft steuert man die Kurven daher ein wenig anders an, als man das mit den "normalen" Vehikeln tun würde, ohne dass jedoch die realistischen Ansprüche des Spiels flöten gehen würden. Im Gegenteil - wer sich überschätzt oder die Regeln der Fahrphysik überlisten will, landet schneller in der Leitplanke oder im Kies, als ihm das lieb sein könnte. Ausritte dieser Art kosten nicht nur jede Menge Zeit, sie können auch die Chance auf den Sieg im Handumdrehen zunichte machen.

Verbesserungen im Detail
Neben diesen neuen Klassik-Flitzern werden euch noch einige verbesserte Interface- und Grafikoptionen geboten. Zum einen könnt ihr nun eine ganze Reihe weiterer Peripheriegeräte verwenden, für die sogar Voreinstellungen mitgeliefert werden. Besitzt ihr etwa ein Xbox 360-Pad, das ihr an euren PC angeschlossen habt, könnt ihr jetzt damit sofort loslegen. Neben der Möglichkeit eine ganze Palette solcher Steuergeräte zu nutzen, wurde darüber hinaus nun auch die Unterstützung von Maus- und Tastatur deutlich erweitert.

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Caterhams liegen besonders in Kurven sehr gut auf der Strecke.
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Eine weitere Neuerung, der Performance-Monitor, hilft euch dabei, die ideale Grafik-Einstellung für euren Rechner zu finden. Je nachdem, welche Optionen ihr gewählt habt, schlägt euch das Spiel nun nach der Absolvierung eines Rennens neue Einstellungen vor, die - abhängig von der gewählten Framerate - die Grafik optimiert. Diese Skalierung funktioniert ziemlich gut und erlaubt so auch auf älteren Rechnern eine durchaus hübsche Szenerie.

Auf diese Weise könnt ihr vielleicht auch den beiden neuen Strecken das ein oder andere Detail mehr entlocken. Spendiert werden euch die frühere Formel 1-Traditionspiste im portugiesischen Estoril sowie die italienische Legende Imola, die beide ihre Tücken, aber auch ihre Vorzüge haben und das Streckenportfolio von RACE - The Official WTCC Game nochmals deutlich aufwerten.

Sinnvolle Änderung für flinke Flitzer
Nützlich ist zudem eine kleine Änderung in den Wettbewerbs-Einstellungen. Ab sofort ist es möglich, die Events auch mit nur einem Rennen zu gewinnen bzw. zu fahren. Bisher hielt man sich an das Fia-Reglement für die WTCC-Events, wonach immer zwei Rennen auf einer Strecke ausgetragen werden, um anschließend den Gesamtgewinner auszumachen. Auf diese Weise ist es nun möglich, auch in relativ kurzer Zeit nicht nur einzelne Rennen, sondern ganze Meisterschaften zu absolvieren.

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Wer alle Fahrhilfen zuschaltet, wird das Feld schnell aufrollen
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Optisch und soundtechnisch gibt es im Vergleich zum Hauptspiel übrigens keinerlei Veränderungen. Während die Fahrzeuge und die Strecken (sehr schön: die Spiegelungen im Asphalt und die schicke Cockpitansicht) detailliert und realitätsnah daherkommen, macht die Umgebung einen weniger guten Eindruck - wenn man mal von den recht plastischen Bäumen absieht. Vor allem Zuschauer und Streckenposten lassen dabei arg zu wünschen übrig. Akustisch werdet ihr jedoch mit authentischen Sounds verwöhnt; vom satten Motorenbrummen, über quietschende oder rasselnde Reifen bis hin zu den Schaltgeräuschen des Getriebes gibt es keinerlei Schwachpunkte zu vermelden.