Es gibt Paare, die passen einfach nicht zusammen. Angelina Jolie und Brad Pitt, Orangensaft und Zahnpasta, die Beatles und Yoko Ono, Fußballspieler und Gesang, BP und Ökoimage. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Bis vor drei Jahren war man auch noch davon überzeugt, dass Puzzlespiele und Rollenspiele einfach nicht zusammen gehören.
Puzzle Quest hat mit diesem Vorurteil jedoch gehörig aufgeräumt, eigenhändig ein neues Genre geschaffen – und sich dann erst einmal schlafen gelegt. Bis auf das eher durchwachse Pedant Puzzle Quest Galactrix wurde es sehr ruhig um die Reihe, die soviel Staub aufgewirbelt hat.
Nun also erscheint endlich der offizielle zweite Teil. Die lange Wartezeit schürt natürlich Erwartungen: Wurde das Spielprinzip erweitert, aufgemöbelt, verbessert? Konnte man den Charme des simplen Ansatzes bewahren und trotzdem ein neues Spielgefühl liefern? Leider ist die Antwort auf beide Fragen ein eher enttäuschtes „Nicht so wirklich“. Es gibt Neuerungen, sicher – aber sie gehen einfach nicht weit genug.
Alles wie gehabt: Puzzle das Monster zu Tode! (Screenshots von der Xbox 360)So wollte man das Rollenspiel-Feeling erhöhen und hat nun die Mechanik verändert, mit der der Spieler von einem Puzzle-Kampf zum nächsten geleitet wird. Klickte man sich im ersten Teil noch auf einer Landkarte durch die Questen, ist man nun als einer von drei wählbaren Charaktere in einer Landschaft unterwegs. Frei bewegen kann man sich allerdings nicht, sondern lediglich die vorhanden Hot-Spots auswählen, um bestimmte Aktionen auszulösen.
Das Prinzip ist dabei recht ernüchternd: Eine Person anklicken, den Auftrag erhalten und dann auf die Location klicken – Puzzle Quest will verschleiern, dass die Verpackung für die spannenden Puzzle-Spiele eben nur eine recht dünne und durchsichtige Konstruktion ist. Was beim ersten Teil jedoch durchaus OK und auch nicht störend war, wird hier mit Charakteren und einer drögen Geschichte ausgewalzt. Das Ganze spielt sich im Endeffekt zäh und anstrengend. Die zahlreichen Bildschirmbotschaften, die man sich nach jedem Klick durchlesen muss, behindern ebenfalls den Spielfluss.
Statt einer Karte gibt es nun Dungeons und Ortschaften. (Screenshots von der Xbox 360)Am eigentlichen Kern des Spiels, den Puzzle-Kämpfen, wurde hingegen recht wenig geändert. Das ist gut, denn so bleibt der Charme des Vorgängers erhalten, und schlecht, denn so unterscheidet sich der zweite Teil kaum davon. Es gilt also, Perlen in waagrechte oder senkrechte Dreier-Ketten zu bringen. Bei Totenschädeln erhält der Gegner Schaden, bei farbigen Perlen erhält man Punkte für das entsprechende Mana.
Hat man genug Mana gesammelt, kann man Zaubersprüche wirken, die entweder Schutz bieten, den Gegner schädigen oder andere Effekte besitzen – die kluge Kombination der Zaubersprüche entscheidet oftmals über Sieg oder Niederlage. So sollte schon vor dem Kampf die Auswahl an Zaubersprüchen festgelegt werden.
von Namco, Infinite InteractiveGenre: Fun & Gesellschaft, RollenspielPC: 2010
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
Ich bin nicht der einzige, der es zu leicht fand. Nur mal als Beispiel: tinyurl.com/2w5rg8x
Was die Innovation angeht: Das Spiel macht Spaß, klar. Aber es weicht auch kaum vom Vorgänger ab, das finde ich Schade. Besonders wenn man schon PQ1 und Galactrix gespielt hat fehlt es einfach an frischen Ideen. Wer more of the same will findet das Spiel sicher super, keine Frage. Kleiner Tipp: Schaut euch mal Might and Magic: Clash of Heroes an.
@k & mitha
Ich hab SC2 nicht besprochen, daher ist es wohl klar dass "mit zweierlei Maß" gemessen wird.
Ich hab keins von beiden gespielt (nur die jeweiligen Vorgänger), aber irgendwie wirkt das wie mit zweierlei Maß gemessen. Kommt man sich da nicht bescheuert vor?
wenig Neuerungen? Das ist PuzzleQuest und das, was neu ist, ist mehr als genug hätte wegen mir auch draußen bleiben können (will puzzlen und nicht ewig warten, bis sich alles aufgebaut hat und die skills vom gegner usw gezeigt werden).
Für Leute die das Prinzip mögen, isses ein Super Spiel und seine 90 Punkte auf jeden Fall wert, aber 70? Nur weil IHR keine Innovation findet, naja.
Wie gehabt, ich geb eh nix drauf, was ein Redakteur findet.
Das Spiel ist super und man kann nicht zum spielen aufhören und es wird richtig deftig im höheren level. Von mir gibts da auf jeden Fall ein "müsst ihr euch holen".....habs aufm DS
"Zu leicht"... einfach mal den Schwierigkeitsgrad hochstellen?? Dann ist PuzzleQuest 2 gerne auch mal unschaffbar. Aber ich frag mich eh, wie weit der Herr Kreischer denn gespielt hat.
An Innovationen fehlt es PQ2 meiner Meinung nach nicht, der Vorgänger hat schon so dermaßen vor Innovationen gestrotzt - das reicht locker für 2 Teile.
Die Jungs von 4Players sind mit ihren 82% weitaus glaubwürdiger als ihr... aber das bei euch leicht random gewertet wird, ist ja nichts neues mehr.