PSP-Special: Vorhang auf für das kleine Schwarze
von Jörg Pitschmann und Thomas Bayer

Tusch und Vorhang auf - endlich ist es soweit: Sonys neues schwarzglänzendes Baby ist endlich auch in Europa in den Läden. Die PSP ist erschienen und soll das neue Flaggschiff unter den

Handhelds werden. Sony hat sich Großes vorgenommen, um die kleine Schönheit mit Macht am Markt einzuführen. Denn zeitgleich mit dem Launch der Konsole sind nicht nur eine Reihe von hochkarätigen Spielen erschienen, sondern auch jede Menge Gadgets und Zubehör. Außerdem sind ab sofort diverse Spielfilme für das kleine Schwarze erhältlich, denn

Sony hat seinen Liebling bekanntermaßen nicht nur als Spiel- sondern vielmehr als Spaßkonsole konzipiert. Und das bedeutet neben dem reinen Zockervergnügen auch Filme gucken, Musik hören oder Fotos glotzen. Je nachdem, wonach einem gerade ist.

Regelmäßige gamona-Leser kennen bereits unsere beiden letzten PSP-Artikel. Bereits im März diesen Jahres haben wir die Konsole vorgestellt

» Artikel 03 2005

um zwei Monate später im Mai einen weiteren Ausblick zu geben

» Artikel 05 2005

Besonders Neulingen in Sachen PSP sei die Lektüre dieser beiden Artikel empfohlen. Dort findet ihr alle wichtigen Informationen rund um die Konsole an sich - denn heute möchten wir uns auf die Spiele konzentrieren. Was sich sonst noch so rund um das Thema PSP tut, werden wir Euch ab sofort in regelmäßigen Abständen berichten.

Inhaltsübersicht

» Tony Hawk's Underground 2 Remix » Virtua Tennis World Tour » Ridge Racer » Lumines » Untold Legends: Brotherhood of the Blade » Spiderman 2 » Everybody's Golf » World Tour Soccer
» Überblick PSP-Releases 2005
Für den Anfang haben wir uns einige der Titel näher angeschaut, die Ihr zeitgleich mit dem Erscheinen der Glanzbox in den Läden erwerben könnt. Natürlich könnt ihr ab heute aber noch einige Spiele mehr käuflich erwerben - dabei hilft euch unser Überblick ("Überblick PSP-Releases 2005") am Ende dieses Artikels. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen der Gemeinschaftsproduktion der Kollegen Pitschmann und Bayer.

NEXT: Tony Hawk's Underground 2 Remix >>>

Bretter, die die Welt bedeuten
Beim Europastart der PSP durfte einer nicht fehlen, der bereits seit Jahren erfolgreich auf allen erdenklichen Konsolen sein Unwesen treibt: Tony Hawk. Der Altmeister des bewegten Rollbretts feiert in » Tony Hawk's Underground 2 Remix« seine Premiere auf Sonys Edelschlitten.

In gewohnt guter Aufmachung präsentiert sich das Skatergenie dabei mit bewährter Spielmechanik. Wie von der Version für den großen Bruder bekannt, dürft Ihr entweder mit einem vorgegebenen oder selbst zusammengestellten Fahrer die Halfpipes und diverse Umgebungen unsicher machen. Dabei gilt es,

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Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen und erfolgreiche Stunts zu absolvieren, um fette Punkte zu kassieren und auf diese Weise weitere Levels und Gadgets für die Fahrer freizuspielen.

Soweit, so bekannt. Viel interessanter als die hinlänglich vertrauten Features der erfolgreichen Serie war für uns aber die Frage, wie Activision die Portierung der erfolgreichen Reihe auf den PSP gemeistert hat. Um die Antwort vorwegzunehmen: sehr gut. Aber - und bei diesem Wort heben wir unseren belehrenden Zeigefinger - wer den guten Tony normalerweise auf der PS2 oder einer anderen »erwachsenen« Konsole über den Asphalt jagt, wird mit der Steuerung zumindest am Anfang erhebliche Schwierigkeiten haben. Der Grund: viele der allseits beliebten Kombos verlangen nicht nur schnelle Fingerchen, sondern auch ein präzises Greifen des Controllers. Genau hier ist die PSP aufgrund ihrer kompakten Bauweise im Nachteil.

Denn die Buttons sind zwar auf dem Gerät optimal angeordnet, doch für Spiele vom Schlage eines Skaterspektakels wie der Tony-Hawk-Reihe wäre ein ergonomischeres Handling notwendig. Das ergab zumindest ein direkter Vergleich der aktuellen PS2-Version mit dem PSP-Bretterspiel. Allerdings konnten wir nach einer gewissen Eingewöhnungszeit auch mit dem Klavierlack-Brikett zufriedenstellende Resultate erzielen. Hinzu kommt der Umstand, daß infolge der brillanten Grafik und des coolen Sounds das Spielgefühl mit dem kleinen Tony seinem großen Bruder praktisch in nichts nachsteht. Von daher kann unsere Empfehlung nur lauten: wer Tony liebt und auch unterwegs auf den Brettern rollen will, die die Welt bedeuten, der kommt um einen Kauf des Spiels nicht herum.

Zielgruppeneignung: geeignet für alle Tony-Jünger und Freaks, die keine Probleme damit haben, kein Brett vor dem Kopf, wohl aber unter den Füßen zu haben. Freigegeben ab 12 Jahren.

NEXT: Virtua Tennis >>>

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Die Rückkehr der Filzballschläger
Dreamcast-Besitzer waren schon immer die besseren Menschen und außerdem echte Glückspilze. Denn mit » Virtua Tennis« war seinerzeit die bis heute fraglos beste Tennis-Simulation erschienen.

Doch der Dreamcast ging den Weg alles Irdischen, und auch Sega fristete lange Zeit ein Nischendasein in den Untiefen des Software-Universums. Jetzt sind die Japaner wieder zurück am Start und trumpfen auf. Denn mit »Virtua Tennis World Tour« erscheint pünktlich zum Release des kleinen Schwarzen auch die gelungene Umsetzung des Filzballschläger-Klassikers.

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Und die hat es wirklich in sich. Wer schon zu Zeiten des seligen Dreamcast die Tennissimulation der Segas gespielt hat, wird sich noch an die nahezu perfekte Atmosphäre und die äußerst gelungene Umsetzung der Ballschlägereien erinnern. Erfreulicherweise haben sich die Entwickler auf alte Tugenden besonnen und legen mit der PSP-Version des Titels ein Sportspektakel vor, das sich gewaschen hat.

Denn nicht nur, daß Segas Liebling sich wieder mit einem ganzen Aufgebot von Originalspielern schmücken kann, sondern auch die Atmosphäre im Court stimmt. Die Steuerung funktioniert präzise und macht insbesondere bei längeren Ballwechseln richtig Laune. Wie beim berühmten Vorgänger üblich, zählen auch hier schnelle Reaktion und präzise getimtes Drücken des X-Buttons in Verbindung mit den Richtungstasten, um einem Ball die gewünschte Richtung und Geschwindigkeit zu geben. Ebenfalls spannend:

die Matches im Doppel, bei denen man natürlich auch über mehrere vernetzte PSPs mit- und gegeneinander antreten kann. Und wem das noch nicht reicht, der versucht sich in einem der optional zur Verfügung stehenden Ballspielchen. Die haben zwar mit echtem Tennis soviel zu tun wie Angela Merkel mit einem Aufschwung in diesem Land, aber im Gegensatz zu unserer künftigen Kanzlerin kann man mit den lustigen Ballereien wenigstens Spaß haben. Wer auch nur annähernd Interesse an Tennis hat und seine PSP auf Hochtouren bringen möchte, für den gibt es zu »Virtua Tennis World Tour« derzeit keine Alternative.

Zielgruppeneignung: geeignet für Dreamcast-Nostalgiker, die Schläge am liebsten austeilen, um damit einen kleinen Filzball zu verkloppen. Freigegeben ohne Alterseinschränkungen.

NEXT: Ridge Racer >>>

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Bring mich zur Raserei
Auch Namco schließt sich dem Reigen der Entwickler an, die pünktlich zum PSP-Launch ein Spiel an den Start bringen. Dabei wundert es wohl niemanden, daß die Jungs ihren beliebten Arcade-Raser » Ridge Racer« in einer Version für Sonys Lackbaby spendieren. Denn immerhin gibt es den Rasemann mittlerweile für alle Konsolen, inclusive Nintendos Minischnuckel DS. Erstaunlicherweise haben es die Entwickler von Namco geschafft, die jeweiligen Eigenheiten der Handhelds zu berücksichtigen und das Spiel auf diese Weise für beide Winzkonsolen interessant zu machen. Denn während sich die Steuerung auf dem DS der speziellen Dual-Screen-

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Technik bedient, wurde die PSP-Version ganz auf das Spielgefühl mit der neuen Konsole abgestimmt. So funktioniert die Arcade-Steuerung beispielsweise hervorragend über den kleinen Analogstick auf der linken Seite der PSP.

Auch das Fahrgefühl wurde sehr gut umgesetzt, wenn man einmal davon absieht, daß es, wie bei der »Ridge Racer«-Reihe üblich, wieder einmal kein Schadensmodell und neben der Verfolger- nur eine Stoßstangenperspektive gibt. Wahrhaft berauschend ist dagegen das Geschwindigkeitsgefühl, das entscheidend zur Rennatmosphäre beiträgt. Dies ist umso lobenswerter, als daß es auf dem DS am Raserfeeling ernsthaft mangelt. Dank des einfachen Handlings der Rennsemmeln kommt es auch selten zu Crashs oder unkontrollierten Schleudertraumata - Geschwindigkeitsrekorde sind also vorprogrammiert. Natürlich dürfen auch die für »Ridge Racer« typischen Boosts nicht fehlen. Besonders gelungene Slides und schöne Stunts füllen dabei allmählich den Boost-Tank auf. Ist der Tank voll, zündet man durch Antippen der rechten Schultertaste den Nachbrenner. Der läuft zwar nur ein paar Sekunden, aber das reicht allemal, sich im entscheidenden Moment an die Spitze des Fahrerfelds zu putschen. Bis zu drei Ladungen pro Rennen kann man sich übrigens erarbeiten,mehr gibt's nicht. Echt nervig ist allerdings einmal mehr der billige Umpf-Umpf-Technosound. Der fördert zwar das Adrenalin des Spielers, aber auch seine Gereiztheit. Spätestens nach der dritten Runde möchte man die Musiker, die für diese akustische Umweltverschmutzung verantwortlich sind, eigenhändig mit seiner Rennmöhre überfahren (Achtung, liebe Jugendschützer! Satire! Bitte nicht ernstnehmen! Wir sind die liebsten und friedlichsten Menschen auf diesem Planeten. Zumindest meistens). Dennoch rockt »Ridge Racer« auch die PSP und zeigt als einer der ersten Titel eindrucksvoll, welches technische Potential in Sonys kleinem Schwarzen steckt. Wir empfehlen: unbedingt mal Probezocken. Aber bitte nicht beim Fahren…

Zielgruppeneignung: geeignet für Bleifüßler und Männchen jeden Geschlechts. Freigegeben ohne Alterseinschränkungen.

NEXT: Lumines >>>

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Kopfnuss
Im Rahmen unserer GC-Berichterstattung haben wir Euch unseren absoluten Lieblingstitel zum PSP-Launch schon mehrfach vorgestellt: das Tüftel- und Reaktionsspiel » Lumines«, das sowohl bei uns als auch bei den umtriebigen Mitarbeitern von Ubisoft schon auf der Messe für eingeschränkte Kommunikation gesorgt hat. Das besondere des Spiels liegt in seiner Einfachheit, gepaart mit einer genialen Präsentation und einem heftigen Suchtfaktor. Das Prinzip erinnert dabei sehr an das gute alte »Tetris«: von oben herabfallende Quadrate sind in vier gleichgroße Ziegel aufgeteilt. Die Flächen sind

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willkürlich entweder alle von gleicher Farbe oder zweifarbig. Die Quader müssen nun durch Verschieben und Drehen so positioniert werden, daß sie am Boden zusammen mit bereits liegenden Ziegeln wiederum mindestens einen Viererblock in der gleichen Farbe bilden. Gelingt dies, so lösen sich die Blöcke auf, sobald sie mit der sogenannten Zeitlinie in Berührung kommen, die regelmäßig von links nach rechts den Bildschirm scannt. Je mehr gleichfarbige Formationen die Linie während eines Scanvorgangs auflöst, desto mehr Punkte werden dem Konto des Spielers gutgeschrieben. Erreichen die Blöcke den oberen Rand der Spielfeldbegrenzung, ist Schlußmit lustig, und es heißt »Game over«. Wahrscheinlich klingt diese Beschreibung komplizierter, als das Spiel in Wahrheit ist. Denn sowohl die Steuerung als auch das Prinzip gehen einem sehr schnell in Fleisch und Blut über. Spätestens, wenn man sich vornimmt, »nur noch ein letztes Mal« einen Durchgang zu spielen und erst zwei Stunden später bemerkt, daß man noch immer den fallenden Quadern auf seiner PSP zuschaut, ist es um einen geschehen. Ebenfalls reizvoll: der Multiplayer-Modus, bei dem man entweder über vernetzte PSPs mit menschlichen Gegnern zockt, oder man tritt gegen den Computer an. Und wem das noch nicht reicht, der versucht sich am Puzzle-Modus. Dabei kreiert das Spiel Zufallslevels mit diversen Hindernissen, die durch geschicktes Positionieren der Quader aufgelöst werden müssen.

Auch grafisch gehört »Lumines« zum feinsten, was Sonys Neugeborenes - zumindest derzeit - zu bieten hat. Verschiedenfarbige, themenbezogene Hintergründe und ein metallischer Schimmer derQuadrate heben den Titel deutlich über das bislang bekannte Tetris-Niveau. Akustisch gibt sich Ubisofts Kopfnuß ebenfalls keine Blöße und glänzt mit sehr akzentuierten Effekten und passender Musik, die an die Band »Underworld« erinnert. Einziger Wehrmutstropfen: die Dudelei ist nicht abstellbar. Wer musikloses Zocken bevorzugt, hat also schlechte Karten. Unsere Empfehlung: wer sich die PSP anschafft, sollte diesen Titel unbedingt dazu erwerben und eine Menge Freizeit einkalkulieren. Aber gut, der Sommer geht, die Tage werden kürzer, und manch Einer unter Euch spürt es bestimmt auch schon: dieses Kribbeln in der Nase, das einer langwierigen Grippeerkältung vorausgeht, die einen auf Tage hinaus ans Bett fesselt…

Zielgruppeneignung: geeignet für einfach alle. Jedenfalls fällt uns keine Gruppe ein, die an dem Spiel keine Freude haben könnte. Freigegeben ohne Altersbeschränkungen.

NEXT: Untold Legends: Brotherhood of the Blade >>>

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Schöner Fußboden
Wer glaubt, es werde für die PSP keine zünftigen Hack-and-Slay-Adventures geben, der irrt. Mit » Untold Legends: Brotherhood of the Blade« steht ein lupenreiner Schnetzeltitel auf der Speisekarte für die hungrige Handheld-Gemeinde.

Activision hat sich des Themas angenommen und serviert einen unterhaltsamen »Diablo«-Klon, gewürzt mit knackigen Helden, jeder Menge Quests und natürlich entsprechend fiesen Gegnern. Weder die Story, noch die Umsetzung glänzen dabei allerdings mit innovativen Ideen, sondern sind ein Konglomerat aus altbekannten und bewährten RPG-Elementen.

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Zunächst wählt man sich einen Charakter aus vier möglichen Klassen aus. Zur Wahl stehen dabei Ritter, Alchimistin, Druide und Berserkerin. Das Geschlecht spielt dabei netterweise keine Rolle, sondern ist nur für das Erscheinungsbild des eigenen Charakters entscheidend. Je nachdem, für welche Klasse man sich entscheidet, hat man natürlich unterschiedliche Fähigkeiten und Waffenfertigkeiten. Genretypisch kann man zu Beginn dann noch einige Talentpunkte verteilen, und ab geht die Luzie. Die Story wird in Zwischensequenzen übrigens erfreulich sparsam erzählt, so daß man sich nicht vor dem eigentlichen Spielvergnügen erst stundenlang durch Textwüsten quälen muß. Der Einführungslevel dient, wie nicht anders zu erwarten, als Tutorial und führt den Spieler in die problemlose Steuerung ein.

Je nachdem, welcher Charakterklasse man den Vorzug gegeben hat, kann das eigene Figürchen natürlich mehr oder weniger zaubern. Das geschieht zwar problemlos, wirkt allerdings aufgrund der relativ kleinen Darstellung auf der PSP eher niedlich als zauberhaft.

Ein echter Wehrmutstropfen ist die Kameraperspektive, die das Geschehen nahezu ausschließlich von oben verfolgt. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn die Entwickler nicht eine besondere Liebe beispielsweise zu fein ziselierten und verzierten Fußböden und wahren Gegnervollversammlungen hätten, unter der gelegentlich die Übersicht leidet.

Da insbesondere kleinere Gegner in großer Anzahl auf dem Boden herumwuseln, verursacht die dezente Fußbodentexturierung von Zeit zu Zeit echte Augenirritationen. Akustisch beschränken sich die unerzählten Legenden leider auf tappende Heldenschritte, immer gleiche Grunz- und Schnetzellaute und eine ziemlich nervige Dudelmusik.

Warum die Entwickler hier nicht die technischen Möglichkeiten der PSP genutzt haben, bleibt für uns ein Rätsel. Denn daß Sonys neuer Handschmeichler auch akustisch einiges auf dem Kasten hat, beweisen Titel wie das oben schon beschriebene » Lumines« sehr eindrucksvoll - vorausgesetzt allerdings, man gönnt sich einen guten Kopfhörer und nimmt nicht die quäkige Sounderzeugung der eingebauten Lautsprecher als Maßstab.

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Hat man sich einmal an die Steuerung und die Grafik gewöhnt, steht einem längeren Spielvergnügen nichts mehr im Weg - außer der Tatsache, daß sich besonders am Anfang sowohl die Gegner als auch die Aufgaben häufig wiederholen.

Wer hier nicht mit Geduld gesegnet ist, wird bei » Untold Legends« wohl recht schnell die Flinte, Verzeihung, das Schwert ins Korn werfen. Alle anderen Abenteuerlustigen sollten dem Spiel eine Chance geben.

Zielgruppeneignung: geeignet für RPG-Fans, die auch auf dem Handheld nicht von ihrem Hobby lassen können. Freigegeben ab 12 Jahren.
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So ein Spinner!
Auch Spiderman hat seinen klebrigen Weg auf die PSP geschafft. Im gleichnamigen Titel, allerdings noch mit dem Zähler »2« versehen, geht Peter Parker auf die Jagd nach dem sinistren Doc Octopus und einigen anderen prominenten Schergen des Marvel-Universums.

Inhaltlich orientiert sich der Titel dabei an seinen für die »großen Brüder« der PSP erschienenen Teilen. Neben den üblichen Schlägereien und dem inflationären Einsatz des legendären Spinnennetzes gibt es wieder jede Menge Rettungsaktionen zu absolvieren und »Bringe Gegenstand A zu Gegenstand B und mache C«-Action. Natürlich hat Spidey für

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seinen zweiten Auftritt dazugelernt. Neue Szenarien und Einsatzorte sowie eine ganze Menge lustiger Combos bescheren dem Spieler eine nette Kurzweil und sorgen dafür, daß die Akkus der PSP bis an ihr Maximum ausgelutscht werden. Besonders die verschiedenen Arten der Spinnenfortbewegung wissen zu amüsieren und bringen ordentlich Leben in die Bude.

So kann Spidey auch auf der PSP an Häuserwänden hochkrabbeln, sich durch die unmöglichsten Schächte und Nischen winden und - ganz besonders empfehlenswert - in freiem und ungehinderten Flug an seinem Spinnenfaden durch die Lüfte segeln. Und das ganz ohne Halt, denn die Spinnenfäden brauchen weder Hauswände noch einen anderen Halt, an dem unser Held sie befestigen müßte. Stattdessen ragen sie einfach in den Himmel und verschwinden dort. Schon beim Vorgängertitel haben wir uns gefragt, wer zum Henker den armen Peter dort oben vor einem Sturz ins Bodenlose
bewahrt. Deshalb haben wir vor kurzem unseren Chef Bayer dazu verdonnert, eine diesbezügliche Anfrage an den Vatikan zu stellen. Leider hat Papa Ratzi bislang noch nicht geantwortet…

Die Steuerung geht ebenfalls sehr gut von der Hand, und grafisch wie akustisch gibt es am Spiel kaum etwas auszusetzen. Immerhin haben wir hier keine Xbox 360 mit deren entsprechenden technischen Fähigkeiten vor uns, sondern der Spinnenheld turnt auf einem Handheld herum. Und dafür weiß der alte Marvel-Mann zu gefallen. Doch bevor wir jetzt in einen überschwänglichen Jubelrausch verfallen, sei an dieser Stelle vermerkt, daß Spideys Auftritt auch auf der Minikonsole nicht durchweg zu begeistern weiß. Spielerisch tut sich nämlich deutlich weniger, als die Präsentation erhoffen läßt.

Wenn man zum X-ten Mal einen Level durchturnt, in dem man zu
beschützende Zivilisten nur aus dem Grund verliert, weil man innerhalb der vorgegebenen Zeit nicht den rettenden Hebel oder Stecker findet, nervt das nach einer Weile ungemein. Und auch das teilweise recht planlose Suchen nach einzelnen Levelzielen sorgt nicht gerade für Frohsinn.

Die Gegner agieren nicht gerade intelligent und erinnern mit ihren geskripteten Aktionen eher an die braven, vom Parteivorstand verordneten Jubelarien der SPD kurz vor der Bundestagswahl als an echte KI-Unholde. In Verbindung mit dem nicht gerade abwechslungsreichen Gameplay kommt daher recht schnell Langeweile auf.

Wer auf der Suche nach dem ultimativen Spinnenkick ist, sollte »Spiderman 2« vor dem Kauf unbedingt anzocken. Ansonsten könnte sich auf der PSP eine echte Arachnophobie entfalten. Und das kann nun wirklich niemand wollen.

Zielgruppeneignung: geeignet für Tierfreunde, die auf Du und Du mit ihrer Tarantel leben und auch sonst eine gesunde Einstellung zu Spinnen haben. Arachnophobiker halten Abstand. Freigegeben ab 12 Jahren.

NEXT: Everybody's Golf >>>

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Das Runde muss ins Runde!
Einer der Sony-eigenen Launchtitel für die PSP ist » Everybody's Golf«. Auf den ersten Blick mag der eine oder andere Golf-Fan ob der niedlichen Anime-Grafik entnervt abwinken. Hinter der knuddeligen Fassade steckt aber ein Golf-Spiel mit richtig spielerischem Tiefgang! Zu Anfang sind zwei von maximal acht freischaltbaren Charakteren verfügbar.

Die Jungs und Mädels haben allesamt individuelle Stärken und Schwächen, die sich durchaus auch auf dem Platz auswirken. Unter anderem beeinflussen Schlagstärke, Ballkontrolle, Spin-Fähigkeit u.ä. das Spiel ganz erheblich.

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Alle Charaktere können im Karriere-Modus Rollenspiel-like verbessert werden. Wer erfolgreich schlägt und puttet, gewinnt neben (nicht spielrelevanten) Gadgets wie Baseball-Cap, Träger-Top u.ä. Dingen auch verbesserte Fähigkeiten, Spezialschläge, und neue Schläger und Bälle. Außerdem gilt es, Erfahrungspunkte zu sammeln, die wahlweise auf unterschiedliche Fähigkeiten wie Spin, Kontrolle, etc. verteilt werden dürfen.

Anfänger starten im Trainingsmodus, um sich relaxt an die Steuerung zu gewöhnen. Beim Abschlag bedient sich der Titel einem ebenso bewährten wie guten Prinzip: Dem "Dreifachklick. Der erste Druck löst den Schlag aus, der zweite bestimmt die Stärke, der dritte schließlich die Genauigkeit. Vorher kann noch der Schläger ausgewählt werden, um sich der gegenwärtigen Situation auf dem grünen Rasen anzupassen.

Fortgeschrittene Spieler können dem Ball durch Bewegungen des Steuerkreuzes während der Ausführung des Schlags zusätzlich Top- und Backspin verpassen. Insgesamt dürften die verfügbaren Optionen (die zudem ständig wachsen, da die Charaktere immer weitere Spezialschläge hinzulernen) selbst für eingefleischte Fans der virtuellen Räsenschlägerei mehr als ausreichend sein. Der Karriere-Modus bietet unzählige Wettbewerbe und Duelle mit computergesteuerten Spielern und fesselt den stolzen PSP-Besitzer unzählige Stunden an den kleinen Bildschirm. Wem das nicht reicht, der darf sich bei Schlagspielen (eine Runde auf einem bestimmten Platz) oder Putt-Herausforderungen amüsieren.

Zielgruppeneignung: geeignet für alle Golf-Fans, die beim Anblick der Anime-Charaktere nicht sofort den Handheld schreiend von sich werfen. Anime-Feinde verpassen hier eine exzellente Sportsimulation, der man ihren Tiefgang nicht sofort ansieht! Freigeben ohne Altersbeschränkung.

NEXT: World Tour Soccer >>>

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Taschenbillard - äh… - Fußball!
Kennt jemand »This is football«? Genau, das war dieser Fußball-Titel, der sich nie wirklich mit der »Fifa« oder »PES«-Reihe messen konnte. Deswegen heisst die PS-Variante wohl auch nicht wie seine Vorgänger, Sony hat stattdessen den amerikanischen Namen » World Tour Soccer« beibehalten.

Eine richtige Entscheidung, wie sich nach kurzem Anspielen bereits zeigt. Zwar konnten wir bislang auf PES 5 für PSP erst einen kurzen Blick werfen - die PSP-Variante von Fifa haben wir noch gar nicht zu Gesicht bekommen - dennoch lässt sich eines mit Sicherheit feststellen: WTS schafft mit

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seinem ersten Handheld-Auftritt direkt den Sprung in die erste Liga.

Geschmeidige Grafik und eingängige Steuerung vermengen sich zu einem Konsolenkicker, der schnell zu fesseln weiß. Neben altbekannten Spielformen wie Freundschaftsspiel, Pokalturnieren (WM, EM, etc.) bietet der Titel auch einen so genannten "Challenge-Mode". Dabei zählen nicht nur Tore, sondern auch Fairness, Passgenauigkeit und vieles mehr. Die dadurch verdienten Punkte ermöglichen das Weiterkommen. Klasse Idee, mehr davon! Selbstverständlich dürfen vor jedem Spiel Formation, Aufstellung und Taktik verändert, Strafstoßschützen
bestimmt und weitere individuelle Einstellungen getroffen werden. Der Wiedererkennungswert der einzelnen Ballartisten fällt zwar eher mäßig aus, dafür ärgert sich der Spieler nicht über Ruckler oder ähnliche Kinderkrankheiten.

Beim Kommentar hält sich das Spiel diskret zurück - wenn jedoch etwas aus dem Lautsprecher schallt, dann hat das auch Hand und natürlich vor allem Fuß. Multiplayer via WLAN ist zwar möglich, allerdings leider nur bei Einzelspielen. Schade, dass Sony keine Möglichkeit eingebaut hat, gemeinsam mit Freunden um den WM-Pott zu fighten.Zielgruppeneignung: geeignet für alle, die nicht schon beim Gedanken an (virtuellen) Sport ins Schwitzen geraten. Käufer dürfen sich auf kurzweiligen Spielspaß ohne übertriebene Komplexität freuen.

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Da kommt was auf euch zu…
Was, nur acht Titel zum Start? Denkste! Die Publisher reißen sich geradezu darum, Spiel für die PSP auf den Markt zu bringen. Wir haben für euch zusammengestellt, was außer den acht von uns getesteten Titeln ab heute in den Läden steht.

Ape Academy
Genre: Geschicklichkeit Publisher: Sony Computer Entertainment Release: 1.9.2005

Archer Maclean's Mercurey
Genre: Geschicklichkeit Publisher: Atari Release: 1.9.2005

Colin McRae Rally 2005plus
Genre: Rennsimulation Publisher: Codemasters Release: 1.9.2005

Darkstalkers Chronicle - The Chaos Tower
Genre: Action Publisher: Capcom Release: 1.9.2005

DTM Race Driver 2
Genre: Rennsimulation Publisher: Codemasters Release: 1.9.2005

Fired Up
Genre: Action/Rennspiel Publisher: Sony Computer Entertainment Release: 1.9.2005

Dynasty Warriors
Genre: Action Publisher: THQ Release: 1.9.2005

F1 Grand Prix
Genre: Rennspiel Publisher: Sony Computer Entertainment Release: 1.9.2005Metal Gear Acid Genre: Strategie Publisher: Konami Release: 1.9.2005

MediEvel: Resurrection
Genre: Action-Adventure Publisher: Sony Computer Entertainment Release: 1.9.2005

Midnight Club 3 DUb Edition
Genre: Rennspiel
Publisher: Take 2 Interactive Release: 1.9.2005

Wipeout Pure
Genre: Rennspiel Publisher: Sony Computer Entertainment Release: 1.9.2005

NBA Street: Showdown
Genre: Sport Publisher: Electronic Arts Release: 1.9.2005

World Snooker Championschip 2005
Genre: Sportsimulation Publisher: Sega Release: 1.9.2005

Burnout: Legends
Genre: Rennspiel Publisher: Electronic Arts Release: 15.9.2005

Coded Arms
Genre: Action Publisher: Konami Release: 22.9.2005

Zoo Tycoon
Genre: Management Publisher: THQ Release: 23.9.2005