Laut mehreren Berichten hat es ein Hacker geschafft, die PlayStation 4 zu knacken bzw. sich Zugriff auf den Kernel zu verschaffen.

PS4 - Zugriff auf Kernel: Konsole angeblich geknackt

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Dabei handelt es sich um den Hacker CTurt, der in der Szene kein Unbekannter ist. Allzu viele Infos sind bisher noch nicht bekannt – zudem werden Stimmen laut, dass dieser Hack wertlos ist. Denn Sony soll diese Lücke schon längst geschlossen haben – nur noch Konsolen mit der alten Firmware-Version 1.76 bzw. jünger sollen knackbar sein.

Die Firmware 1.76 wurde im September vergangenen Jahres veröffentlicht, so dass die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass noch viele Nutzer diese verwenden.

Wie die auf Hacks spezialisierte Webseite wololo.net berichtet, habe man von mehreren Quellen erfahren, dass der Hack legitim ist. Auch betont man, dass dieser Hack trotz der älteren Firmware gar nicht wertlos sei. Denn mehrere Gruppen sollen diese Lücke schon vor Monaten aufgespürt haben, was dazu geführt haben kann, dass diese einen tiefgründigen Einblick in die Funktionsweise der Firmware erhielten.

Im Grunde haben Hacker mit dieser Lücke Zugriff auf das gesamte PS4-System, was ihnen dabei helfen kann, weitere Lücken zu finden bzw. das Sicherheits-System und Co. zu umgehen.

Was ein PS4-Hack bedeuten kann

Von den Konsolen-Herstellern wird es nicht gerne gesehen, wenn ihre Plattformen von Dritten geknackt werden. Das kann einerseits schaden, andererseits aber auch die Absätze ankurbeln. In der Vergangenheit zeigte sich, dass so manch Plattform in ihren Verkäufen plötzlich zunahm, als sie geknackt wurde.

Durch einen Hack ist es möglich Homebrew-Software zum Laufen zu bringen. Dabei handelt es sich um Programme oder auch Spiele, die nicht offiziell für die jeweilige Plattform entwickelt wurden, sondern etwa von Privatpersonen. Je nach System entwickelte sich in der Vergangenheit eine große Homebrew-Szene, beispielsweise beim Nintendo DS. Mit Homebrew ist es auch möglich, einer Plattform zusätzliche Funktionen zu entlocken.

Doch steigende Absatzzahlen durch einen Hack sind weniger Homebrew zuzurechnen, sondern vielmehr der Möglichkeit, Schwarzkopien abspielen zu können. Das ist für die Plattform-Hersteller und Entwickler natürlich ein großes Problem, weshalb gegen Hacks, Mod-Chips und Flash-Karten vorgegangen wird bzw. entsprechende Maßnahmen veranlasst werden. Vor allem Nintendo ist in diesem Bereich sehr aktiv und geht gerichtlich gegen Hersteller von Flash-Karten und Co. vor.

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