Die PS5, wenn sie denn so heißen wird, soll nicht bloß ein Hardware-Upgrade werden. Marc Cerny verspricht eine echte nächste Generation, die das Erlebnis Gaming auf eine neue Stufe hieven soll.

Sonys PS5 soll abwärtskompatibel zur PS4 sein

Mit Google Stadia und Apple Arcade steigen zwei Giganten in den Gaming-Ring und buhlen mit unterschiedlichen Ansätzen um die Gunst der Gaming-Comunity. Vor allem Googles Streaming-Dienst könnte eine ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Unternehmen Sony, Microsoft und Nintendo werden. Um dem entgegenzuwirken, müssen sowohl die PS5 als auch Microsofts nächste Konsole mit dem aktuellen Codenamen Scarlett mit so einigem aufbieten. 2020 heißt es, sollen sie erscheinen.

Und zumindest Sony wird dabei wohl auf das klassische bigger, faster, stronger setzen, wie ein Bericht aufzeigt. Die obligatorischen Steigerungen in Sachen Leistung (dritte Ryzen-Generation mit acht Kernen basierend auf der Zen-2-Architektur und in 7 Nanometer gefertigt sowie Navi-Grafikchip mit Unterstützung für Ray Tracing und 8K) sind genauso an Bord wie besserer Speicher (SSD). Ray Tracing soll hierbei auch einer audiovisuellen Steigerung dienlich sein. "Für einen Gamer war es eine kleine Enttäuschung, dass sich Audio zwischen der PS3 und der PS4 kaum nennenswert verändert hat", so Marc Cerny, der wieder einmal als Lead Architect verantwortlich ist. "Mit der nächsten Konsole soll gezeigt werden, wie dramatisch anders das Audio-Erlebnis sein kann, wenn wir eine bedeutende Menge an Hardware-Leistung darauf anwenden."

Microsoft veröffentlicht angeblich bereits im Mai eine Xbox One S ohne Laufwerk, die also komplett auf digitale Spiele setzen wird. In gewisser Weise holen die Redmonder nun nach, was sie ursprünglich in ähnlicher Form angedacht hatten. Damals gab es aber einen extremen Shitstorm aufgrund der Always-on-Thematik. Heute ist das kalter Kaffee, selbst der Großteil der Gamer hat den Umstand akzeptiert, Spiele digital zu erwerben und eine ständige Online-Verbindung haben zu müssen, um bestimmte Spiele starten zu können. Bei Sony spielt man sicherlich ebenfalls mit dem Gedanken von Cloud-Gaming beziehungsweise Streaming, hält sich aber vorerst noch bedeckt. "Wir sind Pioniere im Cloud-Gaming", sagt Cerny lediglich. "Und unsere Vision wird klarer, wenn wir dem Launch näher kommen."

Cerny bestätigt, dass die PS5, wenn sie denn so heißen wird - was aber zugegeben recht wahrscheinlich sein sollte, nicht mehr in diesem Jahr erscheint. Vor allem aber lässt er wissen, dass es sich nicht um ein einfaches Hardware-Upgrade handeln soll. Die PS5, die abwärtskompatibel zur PS4 sein wird, soll laut Cerny ein Game-Changer werden.