Vor wenigen Tagen berichteten wir über Activision und der Drohung an Sony. Laut Activisions Bobby Kotick würde man die Unterstützung der PlayStation-Plattformen überdenken, sofern der Preis der PlayStation 3 nicht gesenkt werden würde. Was zu dem Zeitpunkt der Drohung aber niemand ahnte: Bobby Kotick sieht nicht nur den Preis der PS3 für kritisch, sondern vor allem die extrem hohen Entwicklungskosten. Im letzten Jahr gab Activision 500 Millionen US-Dollar aus, nur um die Lizenzen für Sony zu erhalten. Die reinen Entwicklungskosten sind in dem Betrag noch nicht mit einberechnet.

PS3 - Sony reagiert auf Activisions Drohung

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PlayStation 3: Die ewig Letzte?
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Sonys Patrick Seybold äußerte sich erstmals zu dem Vorwurf und zeigt sich nicht sonderlich davon betroffen: „PlayStation hatte auf der E3 einen tollen Auftritt. Wir sehen in dieser Plattform positives Wachstum, und haben mehr als 350 Titel in der Pipeline, die für dieses Jahr für all unsere Plattformen angekündigt sind, darunter viele heiß erwartete Titel unserer Partner-Hersteller.“

Scheinbar steht man bei Sony der Drohung gelassen entgegen. Auch Sony Europe meldete sich zu Wort und gab an, dass es ein gutes Recht der Dritthersteller ist, eine solche Meinung zu äußern. Da Sony aber mit der Preispolitik zufrieden ist und auch keinen Grund sieht, die Kosten für Entwickler zu ändern, könnte aus Activisions Drohung irgendwann bittere Wahrheit werden. Analysten, wie Michael Pachter, halten die Drohung aber nur für einen Bluff.