Nachdem das PlayStation Network inzwischen über eine Woche lang offline ist und Sony vor wenigen Tagen offiziell bestätigte, dass dahinter ein Hackerangriff steckt, nimmt das Ganze immer größere Ausmaße an.

PS3 - PlayStation Network: Sammelklage, Sony schaltet FBI ein

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Um den oder die Täter ausfindig zu machen, schaltete Sony das FBI sowie europäische Ermittler ein. Und das scheint auch der richtige Schritt zu sein, denn laut Medienberichten konnten mehrere Nutzer bereits illegale Abbuchungen auf ihren Konten feststellen.

Der Zentrale Kreditausschuss, ein Zusammenschluss der Verbände von Privatbanken, Sparkassen, Landesbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken, teilte jedoch mit, dass man sich keine Sorgen machen müsse. Für Schäden aus einer möglichen Manipulation im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl müssen die Karten-Inhaber nicht haften.

Man solle die Abrechnungen sorgfältig prüfen und im Falle von Unstimmigkeiten sofort das zuständige Institut informieren.

Während laut Frost & Sullivan Analyst Satish Lele der Ausfall Sony bereits 24 Milliarden US-Dollar gekostet haben könnte, wurde inzwischen die erste Sammelklage eingereicht. Die Rothken Law Firm wirft Sony vor, dass man keine ausreichende Sorgfalt hat walten lassen, um die sensiblen Daten zu beschützen und zu verschlüsseln.

Mit der Sammelklage möchte die Kanzlei nicht nur die Kunden rechtlich absichern, sondern vor allem auch das gesamte Ausmaß der gestohlenen Daten aufdecken. Und dabei ist die Sammelklage nur eine von mehreren Klagen gegen Sony. Kristopher Johns aus Alabama zum Beispiel reichte ebenso Klage ein und verlangt von Sony neben einer Entschädigung auch die kostenlose Überwachung seiner Kreditkarte.

Wie Sony gestern übrigens erklärte, wussten sie bereits letzten Dienstag, dass sich ein Hacker Zugriff auf ihr System verschafft hatte. Allerdings konnten sie nach zahlreichen Prüfungen erst diesen Dienstag feststellen, dass der Hacker Zugriff auf die persönlichen Daten erlangte.