Ehrlich gesagt hatte ich Prototype 2 bislang so überhaupt nicht auf dem Schirm. Der erste Teil war dermaßen schwach und bemüht, Schwächen im Spielablauf unter Bergen aus Blut und Gedärmen zu verbergen, dass mich die Ankündigung eines Nachfolgers gar sehr verwunderte. Doch eine Präsentation des Spiels durch Activision belehrte mich mehr als nur eines Besseren…
Keine halben Sachen: Für Prototype 2 verspricht Activision die volle Dröhnung Open-World-Action.Ausblick„Wir wollten unbedingt ein Open-World-Spiel in unserem Portfolio haben“, erklärt uns der Produkt-Manager von Activision die geschäftsmännischen Überlegungen hinter Prototype 2. Doch das Genre ist durch Konkurrenten wie GTA, Assassin’s Creed und Red Dead Redemption bereits nicht nur gut, sondern derart hochkarätig besetzt, dass man sich angesichts des Funkelns bestehender Spieleperle als Herausforderer schnell einen Sonnenbrand zuziehen kann.
„Darum war uns von Anfang an eines klar: wenn schon, denn schon!“ Halbe Sachen wie beim Vorgänger wolle man diesmal keinesfalls machen. Prototype musste groß werden. Und gut. Richtig gut. Daher habe man alle anderen Projekte, wie etwa True Crime, fallen lassen, um alle Ressourcen auf Prototype 2 zu konzentrieren und diesmal alles richtig zu machen.
Erster Punkt auf der To-Do-Liste: sich der Schwachstellen des Vorgängers widmen. Problem dort war u.a., dass man nach kürzester Zeit alles gesehen hatte, was das Spiel zu bieten hat. Prototype 2 möchte dies vermeiden: Der neue Hauptcharakter James Heller wird seine übermenschlichen Fähigkeiten nicht gleich von Beginn des Spiels an nutzen können, sondern sie eine nach der anderen im Laufe des Spiels erlernen.
Auch in Prototype 2 gibt es wieder jede Menge Blut. Das Spiel wird vermutlich in Deutschland geschnitten auf den Markt kommen.Wie wäre es zum Beispiel nach dem Level-up mit dem extra schneidigen Breitschwert am Unterarm? Oder den Drei-Meter-Dornen, die per Knopfdruck aus dem Boden schießen? Welche der zahlreichen Mutantentricks der Charakter lernt und verbessert, bleibt dem Spieler und seinen Wünschen überlassen. Im Gegensatz zu einem Rollenspiel müsst ihr aber euren Charakter nicht in eine bestimmte Richtung entwickeln, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Stattdessen habt ihr irgendwann den im Spielprinzip vorgesehenen Superhelden herangezüchnet, der vom Fliegen bis zum Verwandeln einfach alles kann.
In der Praxis sieht das dann aus, als haben Hulk, Superman und Rico Rodriguez aus Just Cause Nachwuchs gezeugt. Ein Sprung vom Dach und anschließender Segelflug durch Häuserschluchten endet auf der Windschutzscheibe eines Helikopters. „Der GTA-Stil wäre es, das Ding vom Landeplatz zu klauen und damit davonzufliegen“, schmunzeln die Entwickler. „Wir zeigen euch jetzt den Prototype-Stil…“
Spricht’s, packt den Hubschrauber mitten im Flug am „Schlafittchen“ und schleudert ihn wie einen Kegel in den nächsten Wolkenkratzer, landet anschließend auf einem zu Hilfe eilenden Kampfjet. Auch diesen könnten wir nun einfach in Stücke reißen – alternativ aber auch dem Piloten einen Freiflug spendieren und selbst ins Cockpit steigen. Spaß ist, was ihr draus macht…
Helikopter-Besteigung im Prototype-Style: Spaß ist, was ihr draus macht.Ebenfalls wieder mit dabei: die Virus-Verwandlungskünste. Sobald ihr einen Gegner besiegt habt, könnt ihr dessen Gestalt annehmen – ausgesprochen nützlich, wenn es tief in schwer bewachtes Gebiet geht, so wie in der anstehenden Mission. Als James Heller wurden wir von Alex Mercer, dem Held des Vorgängers, mit dem Virus infiziert und machen fortan Jagd auf ihn.
Unterdessen versinkt New York, Schauplatz von Prototype 2, zusehends im Chaos. Ganze Stadtgebiete sind bereits an infizierte Mutanten und Monster verloren gegangen, andere wiederum befinden sich unter Militärgewalt, die mit allen Mitteln die Quarantäne aufrecht zu halten versuchen. Genau in ein solches Sperrgebiet müssen wir vordringen, um einen hohen Militär zu treffen.
Natürlich könnten wir uns mühevoll den Weg hindurch freikämpfen. Doch wir wählen die smarte Methode: verwandeln uns in einen Wissenschaftler und können uns so relativ frei unter den Blacklight-Aufsehern bewegen. Den Weg zum Ziel weist uns eine Art Sonar, ähnlich der Adlerauge-Fähigkeit von Altair und Ezio.
Mit seinen Mutantenfähigkeiten nimmt James Heller mal eben einen Panzer auseinander...Überhaupt scheint sich Prototype 2 die Konkurrenz genau angeschaut und die besten Ideen für sich vereinnahmt zu haben: Das New York aus GTA 4, die freischaltbaren Stadtgebiete aus Assassin’s Creed, den Sandbox-Spaß aus Just Cause, die Nebenmissionen aus Red Dead Redemption, die Machtkräfte aus Star Wars: The Force Unleashed, das Superheldenspielgefühl von Infamous und die spielerischen Möglichkeiten von Deus Ex. Ob am Ende daraus ein leckerer Eintopf wird oder nur Tütensuppe? Wir werden sehen …
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Im normalen Spiel musste man sich jede einzelne inklusive ihrer Ausbaustufen nach und nach durch XP freischalten (das ist übrigens ne gängige Masche, im Tutorial ne Vernichtungsmaschine zu sein, war in z.B. Darksiders auch nicht anders, nennt sich "anfixen").
Ich hab den ersten Teil gerne gespielt, wenn auch die zu Recht bemängelte fehlende nachhaltige Reaktion auf meine Handlungen mit der Zeit die Welt doch etwas eintönig machte.
Mit den Superkräften zu experimentieren und Missionen mal ohne zu schaffen, war aber immer für ein oder zwei Stündchen Spielspaß gut.
Mal sehen, wo ich dann eine ungeschnittene Nachfolgerversion herbekomme :)
Es sind solche Kleinigkeiten die ein gutes Spiel, von einem wirklich gutem Spiel unterscheiden.
Aber auch nur halb durchgespielt. Wie schon erwähnt,
hat die Umwelt nicht auf den Spielverlauf reagiert. Konntest
mit dem Panzer 500 Passanten überrollen und es hat keinen
Interessiert.
Ich habe damals lieber inFamous gespielt wo das Setting
stimmiger war und man entweder gefeiert wurde oder mit
Steinen beschmissen und angegriffen wurde.
Aber das man nun gegen den Protagonisten des ersten Teils
antritt...mit der Idee kann ich mich auch nicht anfreunden.
Aber was mir am zweiten Teil nicht gefallen wird, ist das man gegen Alex kämpfen muss. :( (jedenfalls hab ich das irgendwo mal gelesen)
Ich habe Autos geworfen...Leute gekillt...und was ist passiert? Nichts...bin Hochhäuser raufgelaufen...und runter...und gesprungen....Open World bringt mir nichts wenn die offene Welt nicht lebt. Ein paar schreiende Passanten helfen da auch nicht meiner Meinung nach. Dazu war der Schwierigkeitsgrad zu niedrig und ich mag eh keine Spiele wo man immer so überIMBA ist und im alleingang eine ganze Armee mit 2 Schlägen auslöscht. Das sind meine Kritikpunkte am ersten.
Ich freu mich jedenfalls schon auf Teil 2 :o)
Die Geschichte war unterhaltsam und bis zu dem Punkt wo man feststellt das man der Virus ist sogar spannend.
Allerdings fand ich das Missionsdesign teilweise zu schwer. Bestimmte Storymissionen waren nur zu schaffen wenn man eine bestimmte Fähigkeit sehr gut beherrschte. Das Verfolgen des Helikopters am Ende habe ich nie geschafft. Selbst mit Trainer nicht.
Ich fand das Spiel auch sehr kurzweilig und hat über weite Strecken Spaß gemacht. Am Ende wurde es dann leider wirklich recht monoton und es nervte ein bisschen das alles quasi direkt respawnt ist. Da hieß es dann nur noch durch und das Ende miterleben. Aber im Großen und Ganzen war schon Teil 1 durchaus gut.
Viel können sie auch eigetnlich kaum falsch machen mit der Fortsetzung, aber mal sehen, immerhin hat Activision seine Hand drüber^^
Habt ihr das Spiel überhaupt gespielt? DIe Fähigkeiten wurden in Teil 1 mit dem Fortschritt der Story freigeschalten und Verbesserungen konnte man sich dann mit XP kaufen...
Und keine Ahnung, "alles gesehen" hat man in den ersten 5 Minuten während des tutorials. Meine diesen Kniff aber schon das eine oder andere Mal gesehen zu haben und finds eigtl ne ganz lustige Idee, so gibt es etwas wo man drauf zuarbeiten kann.