Project Zero 3 (PS2 Review)
von Nedzad Hurabasic

Nicht in jedem Horror-Spiel gibt es Dutzende Arten von Monstern, die mit ebenso vielen unterschiedlichen Arten von Waffen zurück in ihre Hölle oder ins Jenseits befördert werden müssen. Was nützen auch die besten Raketenwerfer, wenn man es mit Geistern zu tun hat?

Richtig: Nichts. Deshalb ist der Spieler auch im dritten Teil der Project Zero-Serie nur mit einer Kamera bewaffnet und macht sich damit auf die Jagd nach Geistern der Vergangenheit.

Project Zero 3: The Tormented - Journalistin Rei schnüffelt wieder: Verschlafene Geisterjagd oder Gruselabenteuer für Horror-Fans?

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Im Mittelpunkt der gespenstigen Handlung steht diesmal die Fotografin Rei Kurosawa, die zunächst der einzige spielbare Charakter ist. Bei einem von ihr verursachten Autounfall verliert die junge Frau ihren Verlobten Yuu, der dabei ums Leben kommt. Monate später bekommt sie einen Auftrag, bei dem sie Fotos in einer alten verfallenen Villa anfertigen soll. Die Bewohner eines nahe gelegenen Dorfes sprechen von einem verwunschenen Haus, in dem es spuken soll. Die junge Fotografin hält das aber natürlich nicht davon ab, ihren Auftrag zu erfüllen. Als sie aber in den alten Gemäuern ihren totgeglaubten Verlobten erblickt, nimmt das gruselige Abenteuer seinen Lauf.Der Großteil des Spielgeschehens spielt sich dabei in der erwähnten Villa ab, allerdings betritt Rei diesen beängstigenden Ort nur, wenn sie schläft. In den (Alb-)Träumen der Spielfigur werden die Räume des "Haus des Schlafes" betreten, wo viele Geheimnisse darauf warten, aufgedeckt zu werden. Zwischendurch erwacht die Protagonistin aber auch immer wieder und findet sich in der realen Welt wieder, wo sie versucht, die Puzzleteile der Rätsel zu einem verständlichen Ganzen zusammenzusetzen oder weitere Informationen zu recherchieren. Im Gegensatz zu den Traumphasen des Spiels sind diese Nachforschungen aber schockfrei und auch sonst eher bieder gehalten. Abgesehen davon, dass die Bewegungen der Heldin ohnehin recht staksig und hölzern dargestellt sind, trifft dies leider auch teilweise auch auf das Gameplay zu.

Die gesamte Handlung der Traumwelt bezieht ihre Spannung aus den immer wieder eingestreuten Schockeffekten wie dem plötzlichen Erscheinen von angriffslustigen Geistern.
Damit Rei diesen fiesen Gesellen nicht völlig schutzlos gegenübersteht, wird ihr Handwerkszeug zur Waffe. Mit ihrer Kamera, besser gesagt mit einer Spezialversion - der Kamera Obskura - ist es ihr nicht nur möglich Geister auf Film zu bannen. Damit kann sie die aggressiven Traumgestalten auch bekämpfen und zurück ins Jenseits befördern. Prinzipiell ist das Vorgehen dabei simpel: Der Spieler schaltet in den Sucher-Modus um - sobald ein Geist in den Fokus gerät, muss der Auslöser betätigt werden. Je näher dran der Widersacher ist, desto besser ist die Wirkung und außerdem gibt es auch mehr Fotopunkte. Diese Punkte können wiederum in Verbesserungen der Ausrüstung investiert werden. Von Zeit zu Zeit erhält man auch einige Erweiterungen für das analoge Fotogerät, wie z. B., bessere Linsen mit größerer Reichweite, die die Gespensterjagd effektiver machen.

Zudem wird die so genannte "Fatal Frame"-Funktion freigeschaltet, die besonders großen Schaden bei den Geistern verursacht und verschiedene "Kombos" zulässt.

Project Zero 3: The Tormented - Journalistin Rei schnüffelt wieder: Verschlafene Geisterjagd oder Gruselabenteuer für Horror-Fans?

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Wichtig ist vor allem, nicht wild auf dem Auslöser rumzuhämmern. Wie im gesamten Spiel ist auch in den "Action-Sequenzen" Geduld gefragt. Je länger sich das "Motiv" im Sucher befindet, desto mehr Geisterkraft wird aufgeladen und umso größer ist die Wirkung auf das Objekt.

Die Begegnungen mit den spukenden Unholden sind aber insgesamt relativ rar gesät. Insgesamt gibt es 33 der bösen Geister, deren Geheimnis es aufzudecken gilt oder die einfach nur vertrieben werden müssen. Das Spiel lebt über weite Strecken von einer dichten Atmosphäre, die durch einen zurückhaltenden Soundtrack unterstützt wird.

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Nur gelegentlich tauchen Soundfetzen auf, die versuchen, den Spieler zu erschrecken, immer wieder sorgen eingestreute Cut-Szenen für einen gruseligen Schauer. Das hält zwar die Spannung aufrecht, schließlich könnte hinter jeder Ecke ein weiterer Geist lauern. Mit der Zeit nutzt sich dieser Effekt aber ab, zu vorhersehbar sind diese Begegnungen und auch zu selten.

Als problematisch und Abtörner Nummer eins erweist sich aber in erster Linie die misslungene Kameraführung, die häufig alles andere als optimal ist. Oft ist sie auf eine einzige Perspektive festgelegt, sodass nicht immer alle wichtigen Aspekte des Spielgeschehens erfasst werden können.Manchmal sieht man die vor einem liegenden Flure nicht, dann wieder ist die Figur bereits am Ende des Raumes angelangt, die Kamera ihr jedoch nicht gefolgt und gelegentlich auf eine einzige Sichtweise festgelegt. Ungünstig wirkt sich das teilweise auch auf die "Kämpfe" aus, wenn die Steuerung der Figur aufgrund perspektivischer Probleme sich als schwierig erweist. Auf Dauer nervt das ziemlich und nimmt dem Spiel einen Teil seines Reizes. Und bringt bei der Geisterjagd auch das eine oder andere Problem mit sich, da die durchsichtigen Wesen erscheinen wo sie wollen und nicht dort, wo sie am besten zu sehen sind.

Wenn der Spieler nicht von Geistern gejagt wird oder ihnen nachstellt, versucht er Informationen zu finden, kleine Rätsel zu lösen oder herauszufinden, was er als Nächstes tun soll. Das ist nämlich nicht immer ganz schlüssig. Teilweise irrt man mit seiner Spielfigur durch die langen, labyrinthartigen Flure und Räume, auch wenn eine jederzeit abrufbare Mini-Map Aufschluss über den Aufenthaltsort gibt.Obwohl jeder Winkel des bis dahin zugänglichen Hauses abgesucht wurde, geht es einfach nicht weiter und die Geister stellen sich einem erst auf dem Rückweg in den Weg. So wird die Story mehr oder weniger zufällig vorangetrieben.

Zur Abwechslung suchen wir verschiedene Kisten, Truhen oder andere Objekte ab nach versteckten Informationen ab, in denen sich aber nur selten etwas Verwertbares befindet. In den Spielphasen, in denen sich Rei nicht im Schlaf und damit im Traumhaus befindet, macht sie eigentlich dasselbe, nur ohne Geister und Schockeffekte. Allerdings können die im Traum geknipsten Fotos nur in der "realen Welt" entwickelt werden, wofür eine Dunkelkammer zur Verfügung steht. So können wir Hinweisen nachgehen, die uns auf der Suche nach Lösungen für die verschiedenen Storyelemente und Geschichten voranbringen.

Visuell ist das Spiel guter Durchschnitt für die PS 2, auch wenn die eher in düsteren Farben gestaltete Szenerie nur recht wenig.Abwechslung bietet und die Textur-Details eher schwach ausgeprägt sind. Dafür sind jedoch die Figuren recht gut gelungen, vor allem die Geister sehen oftmals wirklich sehr bedrohlich aus und ihr Anblick nutzt sich aufgrund der eher spärlichen Begegnungen nicht ab. Negativ fällt hier aber der schon oben erwähnte staksige Bewegungsablauf der Figuren auf, die sich zudem sehr langsam bewegen. Soundtechnisch kann vor allem von Hintergrundeffekten wie verzerrtem Gemurmel, Stöhnen, Karten und anderen Geräuschen berichtet werden. Dies untermalt vor allem die gruselige Atmosphäre und passt bestens ins Gesamtbild.Obwohl jeder Winkel des bis dahin zugänglichen Hauses abgesucht wurde, geht es einfach nicht weiter und die Geister stellen sich einem erst auf dem Rückweg in den Weg. So wird die Story mehr oder weniger zufällig vorangetrieben.

Zur Abwechslung suchen wir verschiedene Kisten, Truhen oder andere Objekte ab nach versteckten Informationen ab, in denen sich aber nur selten etwas Verwertbares befindet. In den Spielphasen, in denen sich Rei nicht im Schlaf und damit im Traumhaus befindet, macht sie eigentlich dasselbe, nur ohne Geister und Schockeffekte. Allerdings können die im Traum geknipsten Fotos nur in der "realen Welt" entwickelt werden, wofür eine Dunkelkammer zur Verfügung steht. So können wir Hinweisen nachgehen, die uns auf der Suche nach Lösungen für die verschiedenen Storyelemente und Geschichten voranbringen.

Visuell ist das Spiel guter Durchschnitt für die PS 2, auch wenn die eher in düsteren Farben gestaltete Szenerie nur recht wenig.Abwechslung bietet und die Textur-Details eher schwach ausgeprägt sind. Dafür sind jedoch die Figuren recht gut gelungen, vor allem die Geister sehen oftmals wirklich sehr bedrohlich aus und ihr Anblick nutzt sich aufgrund der eher spärlichen Begegnungen nicht ab. Negativ fällt hier aber der schon oben erwähnte staksige Bewegungsablauf der Figuren auf, die sich zudem sehr langsam bewegen. Soundtechnisch kann vor allem von Hintergrundeffekten wie verzerrtem Gemurmel, Stöhnen, Karten und anderen Geräuschen berichtet werden. Dies untermalt vor allem die gruselige Atmosphäre und passt bestens ins Gesamtbild.