Stellt euch vor, Massen-Online-Rollenspiele wären nur noch mit individuellen Figuren und universellen Ortschaften gefüllt. Ganz ohne Nicht-Spieler-Charaktere, die euch an jeder Ecke Rüstungen, Tränke und Firlefanz fürs Crafting verkaufen. Selbst der Wirt am augenscheinlich niemals schließenden Tresen wäre ein Unikat, gestaltet und gesteuert von einem enthusiastischen Spieler, der auch mal eine schöne Schankgeschichte auf Lager hat. Undenkbar? Vielleicht. Aber die Jungs und Mädels der deutschen Softwareschmiede Infernum haben die Vision von einer Welt, die sich an dieses schier unerreichbare Ziel herantastet.
Ein sehr ambitioniertes Sandbox-MMO-Projekt – hoffentlich geht alles so auf, wie Infernum es vor Augen hat.AusblickDer Grundgedanke ist simpel: Warum soll ein strammer Recke, der eben noch seiner Prinzessin einen Drachenschwanz zum Frühstück auftischte, lächerliche Botendienste vollziehen oder Omas Haustür bewachen? Und was soll das überhaupt mit diesen Fantasy-MMOs voller angeblicher Durchschnittsbewohner, die das halbe Land in Monsterblut tränken und jedes noch so mystische Rätsel lösen?
Das Sandbox-MMO-RPG Theralon (Arbeitstitel) versucht euch erst gar nicht in diese Rolle zu pressen. Ihr startet als Drachenreiter. Ein Held, ein ganz dicker Brocken. Nicht der „Auserwählte“, wie man es aus vielen Action-Adventures kennt, aber ein hauptberuflicher Problemlöser.
Das MMORPG Project: Theralon setzt auf die CryEngine 3.Bewundert, beneidet, gut bezahlt. In der Präsentation mit Josephine Gerke wehte gar einem Pseudo-Siegfried mit wallendem Haar der Wind um die Ohren, während er mal schnell fünfzig Meter in die Tiefe stürzte, ohne auch nur einen Kratzer davonzutragen. Das sollte verdeutlichen, dass Theralon sich selbst nicht ganz so ernst nimmt.
Der schuppiger Flügelwurm des Obermackers dient übrigens nicht nur als wolkenstürmendes Reittier, sondern auch als Freund und Kräftespender. Vordefinierte Klassen sind nicht geplant, doch je nach Wahl des Mounts kommen andere Fertigkeiten zutage, die vor allem in actionreichen Luftschlachten gebraucht werden. Gegen böse Drachen oder Luftschiffe voller Orks.
Keine Frage: Mit diesem Pärchen bestreitet ihr sagenhafte Schlachten und erforscht im Kreise der Vögel eine zerklüftet wirkenden Landschaft, die neben stabilen Landstrichen auch immer wieder gigantische Schluchten und Meere preisgibt. Märchenhafte Paläste mit comicartig schräger Architektur dienen dem Paar höchstens als Ruhestätte.
Obwohl Projekt Theralon grafisch an World of Warcraft erinnert, beeindruckt es bereits in dieser frühen Phase durch angedachte Details. Behausungen lassen sich mittels eines ausführlichen Editors selbst zusammenbauen und in der persistenten (also nicht instanzierten) Umwelt dauerhaft platzieren.
In Folge dessen bilden alle Spieler eines Servers eigenständig Ortschaften – inklusive Pflege und Verteidigung. Ob märchenhafte Architektur oder nicht dürfte dann wohl eher eine Entscheidung der vorherrschenden Gilde oder des womöglich gebildeten Stadtrats sein.
Das MMORPG wird die CryEngine 3 nutzen, weswegen wir uns trotz Comic-Grafikstil auf interessante Effekte freuen dürfen.Sandkasten-MMO? Das ist angesichts der Möglichkeiten eine glatte Untertreibung. Alle Spieler sollen dauerhaft Einfluss auf die Umwelt nehmen. Schlachtet ihr zu viel Freiwild im naheliegenden Wald ab, suchen die dort ansässigen Wölfe eben näher am Dorf nach Fressen und fallen in ihrer Not über Einwohner her. Eine selbst geschaffene Plage.
Interessantes System, aber auch ein sehr hoch gestecktes Ziel, das viel Feinabstimmung und wahrscheinlich ein paar Katalysatoren benötigen wird. Gewisse Entwicklungen sind im Voraus einfach nicht abzuschätzen. Man stelle sich vor, welche Konflikte entstünden, wenn viele Spieler ein Gebiet abgrasen würden, weil es besonders schön ist oder sich irgendwelche Schätze dort leichter bergen lassen.
Die Bewohner der ansässigen Stadt hätten alle Hände voll zu tun, ihre Umgebung im Gleichgewicht zu halten. Andererseits garantieren eben solche Umstände genügend nachvollziehbare Probleme, die zu handlungsmotivierten PVP-Schlachten führen könnten.
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wäre aber immer noch besser als der 1000ste WoW-Klon wo man nur questet und später Raids macht
zum spiel: für mich klingt das genau nach dem spiel auf das alle immer gehofft haben, aber das
zum spiel: für mich klingt das genau nach dem spiel auf das alle immer gehofft haben, aber das sich niemand in träumen vorzustellen gewagt hat, weil die probleme und der aufwand unglaublich hoch wären.
ich bin gespannt wie sie das lösen wollen und ob es am ende wirklich so wird wie es angedacht ist (bzw ob das überhaupt möglich ist)...
Sehe ich genau so. Ehrlich gesagt sehe ich schon eine Welle von Updates auf die potentielle Spielerschaft zurollen, mit Inhalten wie "Feature X werden wir nicht bis zum Release schaffen", "Feature Y hat sich nach intensivem Testen als nicht praktikabel herausgestellt" und "Statt uns bei Feature Z aufzuhalten, haben wir uns dazu entschlossen, lieber andere Sachen zu perfektionieren".
Und selbst wenn die ganzen "neuen" Features auftauchen sollten, fürchte ich um den eigentlichen Grundbau, sprich im Wesentlichen Kampfsystem und Interface/convenience.
Das wusste ich z.B. nicht. Besteht also noch Hoffung. ;)
Weil es Sandbox ist, muss man ja nicht automatisch Abstriche in der Grafik machen, aber da es im Browser laufen muss, schon. Die bewegten Bilder sehen aber besser aus, als ich dachte - wäre schön, wenn was gutes dabei rumkommt.
Naja, ne Randnotiz zu dem Spiel kann man ja mal machen, obwohl mir die Optik nicht so ganz zusagt. (Was mich nicht abhalten würde, wenn es denn überhaupt gut wird)
Das einzige, was mich bis jetzt skeptisch macht ist die Tatsache mit dem Browser als "Client". Ob man daraus ein vollwertiges MMO machen kann (Tastenblegungen???) wird man dann sehen.
Und sie setzen die Einstiegshürde für Spieler damit wieder herab. Einfach mal eine Website öffnen, Account anlegen und losspielen ist einfacher, als erst Gigabytes heruntzuladen und zu installieren - vor allem auch für Internetcafes oder unterwegs mit Tablet und Handy.
Zu dem gesagten, es klingt wirklich alles zu schön, um wahr zu sein. Mal abwarten, was daraus wird. :)
es ist nicht automatisch schlecht, aber wieso sollte man gerade bei einem spiel das so eine hohe intensität verspricht (durch die massiven konsequenzen wird man sich ordentlich kümmern wollen) den weg über den browser gehen?
für mich ist das eher was für spiele die man ab und zu mal spielt oder nebenher.
zum spiel: für mich klingt das genau nach dem spiel auf das alle immer gehofft haben, aber das sich niemand in träumen vorzustellen gewagt hat, weil die probleme und der aufwand unglaublich hoch wären.
ich bin gespannt wie sie das lösen wollen und ob es am ende wirklich so wird wie es angedacht ist (bzw ob das überhaupt möglich ist)...
Generell liest es sich zu schön um war zu sein, da erinnert man sich gerne zurück an Star Wars Galaxies.
Wieso? Browser werden immer leistungsfähiger. Über Streaming sind im Browser momentan viele MMORPGs gut spielbar. Wieso ist ein Spiel automatisch schlecht, wenn es im Browser läuft?
Generell liest es sich zu schön um war zu sein, da erinnert man sich gerne zurück an Star Wars Galaxies.