Project Gotham Racing 3 (Xbox 360 Preview)
von Nedzad Hurabasic

In einigen Monaten oder gar Jahren wird man zurückschauen auf die ersten Titel, die für die neue Spielkonsole Xbox 360 erhältlich waren und sich fragen: Welches dieser Spiele ist uns als überragend für die neue Konsolen-Generation in Erinnerung geblieben?

Welcher wird als Meilenstein gelten und gleichzeitig als Gradmesser dienen, an dem sich die folgenden Titel messen lassen müssen. Wenn es ein Spiel gibt, dass diese Anforderungen erfüllt, dann trifft das wohl auf das Rennspiel Project Gotham Racing 3 zu. Wer wissen will, womit dieser Microsoft-Titel so sehr überzeugen kann, sollte weiterlesen ...

Project Gotham Racing 3 - Style Pack MovieEin weiteres Video

Power ohne Ende
Mehr als 400.000 cm³ Hubraum, mehr als 41.000 PS, 710 Zylinder und eine durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h. Das sind die akkumulierten Werte der 75 bis 80 reinrassigen Rennwagen, die in diesem Spiel enthalten sind. Alle zusammen würden in der realen Welt mehr als 22 Millionen Dollar kosten.

Zum Glück gibt es Spiele wie PGR 3, die auch uns Normalsterblichen ermöglichen, einige dieser Geschosse über die Straßen und Parcours dieser Welt zu lenken. Zwar erscheint die Anzahl der Wagen im Vergleich zu früheren Versionen des Spiels eher gering. Aber hier gilt das Prinzip: Klasse, statt Masse und Klotzen, statt Kleckern.

Project Gotham Racing 3 - Abgefahrene Rennen in Mega-Grafik! Racing-Power auf der Xbox 360!

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Von Traumwagen wie dem Ferrari F 50 GT, über Tuner-RUFs, exklusive Lotus' bis hin zu Formel 1-Ablegern wie dem McLaren F1 LM sind viele der feinsten Sportwagen überhaupt vertreten.

Aber: Auch in der virtuellen Welt von Project Gotham Racing 3 sind diese Geschosse nicht kostenlos. Wer sich solche Wagen in die Garage stellen möchte, muss sich schon ein wenig anstrengen und genug Credits verdienen. Glücklicherweise geht das gewissermaßen spielerisch von der Hand. Am effektivsten geht das im Karriere-Modus des Spiels, der auch zugleich den Mittelpunkt des Gameplays bildet. .
In ihm kann der Spieler sich durch Erfolge in verschiedenen Renndisziplinen nicht nur Credits in großen Mengen verdienen, sondern auch Kudos für seinen Fahrstil einheimsen. Credits werden für Erfolge bei Rennen ausgeschüttet, Kudos gibt es unabhängig davon, welche Platzierung man am Ende belegt

Wer besonders schön oder lange driftet, Überholmanöver aus dem Windschatten heraus startet oder besonders sauber, also ohne Kollisionen, fährt, erhält Kudospunkte. Durch das Aneinanderreihen gelungener Aktionen lassen sich Boni und Multiplikatoren erreichen, die die Gesamtpunktzahl deutlich hochtreiben können. Dafür muss der Fahrer aber einige Sekunden lang ohne Unfall überstehen. Erst dann werden die Kudos gutgeschrieben. Unterläuft dem Fahrer in dieser Zeit ein Fehler, sind die nicht gespeicherten Punkte futsch. Karambolagen haben aber davon abgesehen bis auf kleinere, oberflächliche Dellen keinerlei Auswirkungen auf das Auto oder gar das Fahrverhalten.Mit Credits können die Spieler ihre Garagen - ja, man kann mehr als eine Garage besitzen - mit flotten Flitzern füllen. Kudos verbessern den Rang des Fahrers und ermöglichen so, geheime Konzeptwagen freizuschalten. Deshalb ist der Spieler nicht nur dann erfolgreich, wenn er sich darauf versteht, mit Bleifuß durch die Gegend zu rasen, er soll es möglichst mit Stil tun. Als dritte Auszeichnungskomponente gibt es auch noch Medaillen und Trophäen, die für absolvierte Meisterschaften verschiedener Renndisziplinen vergeben werden und dazu führen, dass zusätzliche Rennstrecken freigegeben werden.

Packshot zu Project Gotham Racing 3Project Gotham Racing 3Erschienen für Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Im Groben bestehen die 23 Meisterschaftsserien bei PGR 3 aus den drei verschiedenen Bereichen, "Veranstaltungen mit Zeitvorgabe", "Rennveranstaltungen" und "Stil-Veranstaltungen", die jeweils mehrere Subdisziplinen beinhalten. Rennen mit Zeitvorgabe werden z. B. als "Heiße Runde" (fliegender Start, eine Runde) oder "Durchbruch" (Abfahren von Kontrollpunkten gegen Zeitgutschriften) bezeichnet.

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Die klassischen Rennmodi werden durch "Straßenrennen" (mehrere Gegner), Fahrerduell (Kopf-an-Kopf) oder "Ausscheidung" (Eliminierungsrennen) repräsentiert.

Stil muss bei Slalom-Fahrten, Drift-Versuchen oder Tempo-Versuchen bewiesen werden. Jede Veranstaltung steht, wie schon aus PGR 2 bekannt, in fünf Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Von "Anfänger" bis "Extrem" reicht die Einstufung, die sich deutlich an den Fahrkünsten der KI-Fahrer widerspiegeln. Dafür wird in den höheren Stufen auch deutlich mehr Preisgeld für Erfolge ausgeschüttet.

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Auch für das Wiederholen von Rennen werden übrigens Credits ausgezahlt, so kann auch der eher weniger talentierte Fahrer schnell einen schönen Batzen der virtuellen Währung zusammenkratzen und sich neue Boliden in die Garage stellen.

Wahnsinns-Grafik
Doch so schön das alles klingt, das alles würde Project Gotham Racing 3 noch nicht zu einem der künftigen Referenztitel für die Xbox 360 machen. Viel beeindruckender als das abwechslungsreiche und fehlerlose Gameplay sind die visuellen Schmankerl, die wir zu sehen bekommen.Alle Wagen, ohne Ausnahme, sehen wahnsinnig gut aus. Adjektive wie fotorealistisch, plastisch oder ... geil! fallen einem da ein. Die neue Konsole lässt hier die Muskeln spielen und zeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Schon in der Garage geben die Vehikel mit überzeugenden Lichteffekten, Spiegelungen knackigen Farben und natürlich edlem Design ein äußerst gutes Bild ab, sogar Fotos der eigenen Wagen lassen sich dort anfertigen.

Als nettes Goodie können übrigens auch einige Arcade-Spielchen in der Garage gezockt werden. Doch erst auf der Rennstrecke wird das ganze grafische Leistungsvermögen des Spiels offenbar. Während die Karossen über die Stadt-Parcours von London, New York, Tokio und Las Vegas oder den Nürburgring rasen, lässt sich die Sicht um 360 Grad frei um sie herumschwenken. Ohne FPS-Einbrüche oder die geringsten Ruckler, versteht sich. Und dabei besteht die Umgebung aus feinster 3D Grafik voller Details.

Wer einmal bei voller Fahrt über die Brooklyn Bridge gedonnert ist und das Lichtspiel der Traversen und Seile mitverfolgen durfte, muss einfach von diesem Anblick fasziniert sein. Schon in der herkömmlichen Beobachterperspektive sind Schauspiele wie diese unvergesslich. So richtig geht die Post aber erst ab, wenn man auf die Innenansichten der Fahrzeuge wechselt. Zwischen vier verschiedenen Innen-Perspektiven kann der Spieler wählen - eine beeindruckender als die andere.

Und das bezieht sich nicht nur auf den Blick nach draußen. Auch innen wird jede Menge fürs Auge geboten. Die detailgerecht ihren realen Vorbildern nachempfundenen Interieurs wirken authentisch bis ins kleinste Detail, wer möchte, kann seinem Fahrer sogar beim Bremsen, Schalten oder Gasgeben zusehen. Obendrein kommt noch die schiere Kraft, die sich durch das immens realistische Geschwindigkeitsgefühl auf den Spieler zu übertragen scheint. Adrenalin pur!

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Nicht auf ganz so hohem Niveau bewegt sich der Sound des Spiels. Zwar ist der Soundtrack abwechslungsreich und hält für jeden Musikgeschmack von Hard Rock über Hip-Hop bis hin Klassik für jeden Geschmack etwas auf Lager. Doch die Begleitmusik soll bekanntlich nur die perfekte Hintergrundbeschallung zum Röhren der Motoren liefern. Und das fällt ein wenig zu dünn aus. Zwar hat jeder Wagen seinen Ureigenen, unverwechselbaren Sound, doch eine Nuance kerniger hätte es schon sein dürfen. Was da aus den Boxen dröhnt wirkt vergleichsweise harmlos, ist aber ohne Frage ebenfalls hervorragend produziert.

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Wem all die Features des Karriere-Modus nicht ausreichen und nach neuen Herausforderungen sucht, kann sich - ein Xbox Live-Account bzw. eine Internetverbindung vorausgesetzt - Rennfahrern in aller Welt stellen. Auch im Online-Modus des Spiels lassen sich neben Ruhm und Ehre auch Kudos verdienen. Wer so richtig absahnen will, sollte gegen Fahrer mit besseren Wagen oder höheren Xbox Live-Rängen fahren und nebenbei natürlich auch noch bessere Zeiten hinlegen. Darüber hinaus kann jeder Spieler auch eine Online-Karriere verfolgen, bei der er eine TrueSkill-Einstufung erhält.Diese setzt sich aus seinen Leistungen im Onlinespiel zusammen und soll ähnlich begabte Spieler zu fairen Rennen zusammenbringen. In der Praxis hat dies recht gut funktioniert. Richtige Könner haben die Möglichkeit später zum "Gotham-Star" aufsteigen. Wer lieber ganz alleine spielen oder einfach nur üben möchte, dem steht letztendlich auch noch das "Spaß-Spiel" zur Verfügung. Dies ist der freie Spielmodus, bei dem der Spieler die Parameter der Rennen fast vollkommen frei bestimmen und sogar eigene Strecken erstellen kann.Diese setzt sich aus seinen Leistungen im Onlinespiel zusammen und soll ähnlich begabte Spieler zu fairen Rennen zusammenbringen. In der Praxis hat dies recht gut funktioniert. Richtige Könner haben die Möglichkeit später zum "Gotham-Star" aufsteigen. Wer lieber ganz alleine spielen oder einfach nur üben möchte, dem steht letztendlich auch noch das "Spaß-Spiel" zur Verfügung. Dies ist der freie Spielmodus, bei dem der Spieler die Parameter der Rennen fast vollkommen frei bestimmen und sogar eigene Strecken erstellen kann.